• Deutschland-Premiere: Baubeginn beim Sendestandort ohne Stromanschluss und CO2 Emission vor Ort
  • Erneuerbare Energien: Dreiklang aus Sonnenenergie, Windkraft und Brennstoffzelle
  • Projektpartner ist Nokia Siemens Networks

Die E-Plus Gruppe und Nokia Siemens Networks stoßen das Tor zu einem Null-Emissions-Netz auf. In Versmold bauen sie jetzt gemeinsam die erste Sendestation Deutschlands, die den Strom vor Ort selbst emissionsfrei produziert. Für das Pilotprojekt wurde vom  Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im Rahmen der von 2008 – 2016 laufenden Initiative “Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie” (NIP) eine Förderung in Aussicht gestellt.

“Mit dem innovativen Energiekonzept zeigen wir, wie Mobilfunknetze der Zukunft klimaneutral arbeiten könnten”, erklärt Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer der E-Plus Gruppe. “Dieser neue Sendemast ist Teil unserer aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie”, so Markiewicz weiter. “Bis zu 85% des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters werden für das Netz benötigt”, so Stefan Ilchmann, bei Nokia Siemens Networks für KPN International verantwortlich. “Deshalb ist diese Anlage ein wichtiger Schritt zur Reduzierung von CO2 -Emissionen und Treibhausgasen.“ Der klimafreundliche Standort soll im ersten Quartal 2011 in Betrieb gehen.

Energieautarke Sendestation: Technik die begeistert

Der geplante Sendemast ist autark ohne Anbindung an ein Stromnetz. Er arbeitet rein mit Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen. Die Photovoltaik ist nicht wie auf einem Hausdach rein statisch montiert, sondern die 50 Quadratmeter Solarzellen folgen mit Hilfe eines Solar Tracking Systems automatisch dem Sonnenverlauf. Die Windenergie wird durch eine vertikale Windturbine auf der Spitze des Antennenmastes gewonnen. Durch innovative und mechanische Anpassungen fügt sich die Turbine besser an den Antennenträger und wirkt dadurch deutlich unauffälliger als übliche Windkraftanlagen. Damit trägt die E-Plus Gruppe der Sorge vieler Kommunen Rechnung, die Veränderungen des Landschaftsbildes bei herkömmlichen Windturbinen befürchten. Für den Fall einer Unterversorgung durch Wind und Sonne kommt eine Wasserstoff-Brennstoffzelle bestehend aus zwei Blöcken à 2,0 kW zum Einsatz. Herzstück der innovativen Stromversorgung ist der Nokia Siemens Networks Green Energy Controller, der die drei Energielieferanten steuert und eine komplette Fernwartung des Standortes ermöglicht.

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