Anne TrybaAnne Tryba, Senior Marketing Manager Large Enterprises bei Telefónica O2 Germany, über mobile Kommunikation und Konnektivität im Gesundheitssektor

Mittlerweile gibt es kaum noch einen Lebensbereich, in den moderne Kommunikationstechnologien nicht Einzug gehalten hätten. Ich beobachte das an mir selbst: Vor allem mobile Geräte wie Blackberrys & Co spielen eine immer größere Rolle in meinem Alltag. Sei es, dass ich auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn noch schnell die aktuellsten News lese oder das Handy im Badeurlaub zum Versenden elektronischer Postkarten benutze. Spätestens seit dem iPhone haben sich Smartphones überall durchgesetzt, sie werden längst nicht mehr nur von Unternehmern und Außendienstlern benutzt. Dennoch war ich überrascht, als ich neulich einen Bekannten im Krankenhaus besuchte: Unter medizinischen Gesichtspunkten mögen deutsche Gesundheitseinrichtungen ja tiptop ausgestattet sein. Aber jetzt ist es auch an der Zeit, dass bei der Kommunikation aufgeholt wird!

Schon jetzt gibt es wirklich sinnvolle und technisch ausgereifte Lösungen, die genau auf die Bedürfnisse von Krankenhäusern oder Ärzten zugeschnitten sind. Heute ist es längst möglich, die althergebrachten Pieper oder DECT-Telefone durch moderne Mobilfunkgeräte zu ersetzen. Die Vorteile sind enorm: Beispielsweise können Notärzte noch vor Eintreffen des Patienten im Krankenhaus alle Einsatzdaten mit dem Smartphone an die Klinik übermitteln. Dort können dann schon die erforderlichen Vorkehrungen für die weitere Versorgung getroffen werden. Aus Sicht des Patienten finde ich das einen ausgesprochen beruhigenden Gedanken, weil oft jede Minute zählt. Ein weiterer Vorteil des Smartphone-Einsatzes im Gesundheitswesen ist, dass Software-Updates über ein zentrales Management automatisch auf die Geräte gespielt werden können. Damit ist sichergestellt, dass sie immer korrekt konfiguriert und einsatzbereit sind. Auch das ist ein wichtiger Faktor in einer Branche, in der ein Menschenleben im Zweifelsfall von dem Funktionieren einer Maschine abhängig ist.

Vorstellbar ist für mich auch der Einsatz von Tablet-PCs, beispielsweise für die Bearbeitung von Krankenakten, die Analyse von Röntgenbildern oder den Empfang von medizinischen Überwachungsdaten. Statt dicke Patientenakten herumschleppen zu müssen, hat der behandelnde Arzt nur sein schlankes Tablet dabei. Dennoch behält er immer alle Krankengeschichten im Blick. Das umständliche Heraussuchen von Unterlagen entfällt und neue Daten können noch während der Visite eingegeben werden.

Ein wichtiger Faktor ist außerdem: Neben der Zeitersparnis ermöglicht der Einsatz moderner Kommunikationslösungen auch erhebliche Kostensenkungen. Das ist ein Punkt, der in Zeiten knapper Kassen im Gesundheitswesen ein schlagendes Argument sein sollte.

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