Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer der E-Plus Gruppe, bei der Einweihung der ersten energieautarken Mobilfunk-Sendestation Deutschlands in Versmold am 31. März 2011

Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer
der E-Plus Gruppe, bei der Einweihung
der ersten energieautarken
Mobilfunk-Sendestation Deutschlands
in Versmold am 31. März 2011

Die E-Plus Gruppe und ihr Kooperationspartner Nokia Siemens Networks haben in Versmold die europaweit erste energieautarke Sendestation in Betrieb genommen. Diese produziert den benötigten Strom vor Ort eigenständig durch Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzelleund legt damit den Grundstein für eine klimaneutrale Netztechnik der Zukunft.

Zur Zeit werden noch etwa 85 Prozent des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters für das Netz benötigt. Mit dem innovativen Energiekonzept werde nun gezeigt, wie diese zukünftig klimaneutral arbeiten könnten, so Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer der E-Plus Gruppe. Der neue Standort setzt somit ein entscheidendes Zeichen zur Reduzierung von CO2 -Emissionen und Treibhausgasen.

Das Herzstück seiner Stromversorgung bildet dabei der Nokia Siemens Networks Green Energy Controller, der die drei Energiequellen steuert und eine Fernwartung des Standortes ermöglicht. Die einzelnen Komponenten der Anlagen funktionieren wie folgt: Die Photovoltaik ist nicht wie gewöhnlich rein statisch montiert, sondern die Solarzellen folgen mit Hilfe eines Solar Tracking Systems automatisch dem Sonnenverlauf, wodurch eine höhere Effizienz erreicht werden kann. Die Windenergie wird durch eine vertikale Windturbine auf der Spitze des Antennenmastes gewonnen. Der Sorge vieler Kommunen, die Veränderungen des Landschaftsbildes befürchten, wird dabei Rechnung getragen: Durch innovative und mechanische Anpassungen fügt sich die Windturbine besser an den Antennenträger und wirkt dadurch deutlich unauffälliger als übliche Windkraftanlagen. Für den Fall einer Unterversorgung durch Wind und Sonne schließlich kommt eine Wasserstoff-Brennstoffzelle zum Einsatz.

Die Relevanz des Pilotprojektes wird auch von der Politik bestätigt: So wurden für das Pilotprojekt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eine Förderung im Rahmen der von 2008 – 2016 laufenden Initiative „Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ in Aussicht gestellt.

Weitere energieautarke Standorte werden noch dieses Jahr folgen.

 

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