Nach aktuellen Prognosen wird die autarke Kommunikation zwischen Maschinen (kurz: M2M) in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Wachstumstreiber. Die Zahl der eingesetzten SIM-Karten auf dem deutschen Markt könnte bis 2013 auf mehr als fünf Millionen steigen. Ein Spezialist für M2M-Lösungen ist die E-Plus Tochter M2M-PLUS, die sich auf gewerbliche Lösungen konzentriert.

Kerngeschäft im Fokus: Automatische Kommunikation zwischen Maschinen schafft Raum für neue Aufgaben

In der M2M-Kommunikation übernehmen in sich geschlossene Module das Überwachen, Steuern und Regeln von technischen Anlagen. Nicht ohne Grund: Die Datenkommunikation über Mobilfunknetze ist weltweit möglich, aufwändige und kostenintensive Kabelarbeiten können entfallen. In abgelegenen Gebieten stellt der Mobilfunk daher häufig die einzige Alternative zur kabelgebundenen Datenübertragung dar. Ausgestattet mit SIM-Karte und Antenne senden und empfangen M2M-Module Befehle aus der Ferne, überwachen Windkraftanlagen, erfassen Verbrauchsmengen oder helfen bei der Ortung von Containern. Der Einsatz der M2M-Kommunikation bleibt dabei nicht auf den industriellen Einsatz beschränkt, ebenso eröffnet die drahtlose Kommunikation kommunalen Betrieben eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Tarifmodellierung mit Smart Meter-Lösungen

Einige Stadtwerke bieten sie bereits an, andere kommunale Versorger bereiten deren Einführung vor: Smart Meter, die neue Generation von Stromerfassungsgeräten, sind bereits seit Ende 2011 Pflicht für gewerbliche Neubauten. Smart Meter erfassen den Stromverbrauch privater und gewerblichen Kunden, anders als herkömmliche Einrichtungen zur Verbrauchsermittlung in deutlich höherer Auflösung und kürzeren Intervallen. Die erfassten Daten verbleiben dabei nicht im Gerät: Mit Hilfe einer DSL- oder Mobilfunkverbindung gelangen die Messdaten über ein Rechenzentrum nahezu in Echtzeit zum Anbieter.

Um insbesondere kleinere und mittlere Energieversorger zu entlasten, hat die im rheinischen Neukirchen bei Duisburg ansässige Firma Arkadon in Zusammenarbeit mit M2M-PLUS einen neuen Lösungsansatz erarbeitet: Eine Datensammeleinheit erfasst die Daten von bis zu 40 Smart Metern und leitet diese über eine gesicherte VPN-Verbindung an das unternehmenseigene Rechenzentrum weiter. Die dort erfassten Daten stellt Arkadon Energieversorgern auf Wunsch als Rohdaten oder in aufbereiteter Form zur Verfügung. Über ein webbasiertes Interface, das „Energy Cockpit“, können kommunale Versorger anschließend auf die eigene Datenbank zugreifen und die darin enthaltenen Verbrauchsdaten analysieren, interpretieren und auswerten. So können Energieversorger auf Verbrauchsspitzen und Netzschwankungen gezielter reagieren, neue Tarife für spezielle Zielgruppen entwickeln oder Verbraucher über Einsparmöglichkeiten informieren. Einer der größten Vorteile für die Anbieter dürfte jedoch der Entfall der sonst üblichen hohen Anfangsinvestitionen für Integration und aufwändige Tests neuer Systeme sein. Mit der Lösung von Arkadon und M2M-PLUS amortisieren sich dagegen die Investitionen innerhalb kürzester Zeit.

„Die Vorteile für kommunale Versorger bei der Nutzung von M2M-Lösungen liegen auf der Hand“, betont Steffen Böning, bei der E-Plus Gruppe verantwortlich für die strategische Geschäftsentwicklung. „Durch Prozessoptimierungen lassen sich in vielen Bereichen Kosten senken. Eine Smart Meter-Lösung wie die von Arkadon erlaubt eine weitaus präzisere Tarifmodellierung, die angesichts neuer Energiequellen und steigender Kosten für Versorger und Verbraucher immer wichtiger wird“.

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