Johannes Pruchnow und Qmilch-Erfinderin Anke Domask

Johannes Pruchnow und Qmilch-Erfinderin Anke Domask

Mit seinen Geschäftskundenangeboten ist O2 Business der ideale Partner für Selbständige, Freiberufler und junge Unternehmen. Existenzgründer brauchen starke Unterstützer, wenn sie den richtigen Start ins Unternehmerleben erwischen wollen. Das war uns schon immer wichtig, als Geschäftsführer des Business-Bereiches steht es oben auf meiner Agenda. Deswegen unterstützt Telefónica Germany auch seit Jahren enable2start.

Der Gründerwettbewerb wird seit fünf Jahren von der Financial Times Deutschland (FTD) und dem Zentrum für Innovation und Gründung an der Technischen Universität München (UnternehmerTUM) ausgerichtet. 2012 gefällt er mir besonders gut. Wer hätte erwartet, dass man Hemden aus Kuhmilch tragen kann und dass Kohle zum Aufblasen das Material der Zukunft ist?

Venture Capital von Telefónica für enable2start

Außerdem legen wir in diesem Jahr noch ordentlich drauf. Zusätzlich zum Preisgeld ermöglicht Telefónica erhebliche Risikokaptialfinanzierungen und verschenkt attraktive Gründerpakete im Wert von bis zu 5.000 Euro: den Tarif O2 on Business und eine Lösung aus dem O2 Portfolio, die zu ihrer Geschäftsidee passt. Diese Nachricht war der Hit beim Meet-and-Greet mit den Gründern vor der Preisverleihung. In der vergangenen Woche trafen wir uns im noblen Hotel Louis C. Jacob an der Hamburger Elbchaussee und lernten uns näher kennen. Der regierende Oberbürgermeister Olaf Scholz kam auch dazu.

Johannes Pruchnow (links) und Munich Composites-Gruender Felix Fröhlich (rechts)

Johannes Pruchnow (links) und Munich Composites-Gruender Felix Fröhlich (rechts)

Qmilch ist eine Hightech-Firma für Öko-Kleidung. Ihre Gründerin, Anke Domaske, hat eine Naturfaser aus Milch entwickelt. Die Mikrobiologin und Modedesignerin sieht dafür ein großes Potenzial in der Medizin und bei Allergikern. Das hat mich sehr beeindruckt, ähnlich wie die “Rucksack-Revoluzzer” (FTD) von Ergobag. Sie fanden bereits 900 Fachhändler für den Vertrieb ihrer neuartigen Bequem-Schulranzen und überzeugten Investoren wie den ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht. 80.000 Ergobags sollen bis zum Herbst verkauft werden.

Das ist ein hohes Ziel, genau wie bei Munich Composites. Sie planen nicht weniger, als die Herstellung von Sportartikeln über Windkraftanlagen bis zu Autos und Flugzeugen zu revolutionieren. Das Gründerteam um Felix Fröhlich hat seine neuartige Technologie zum Patent angemeldet und zur Demonstration einen Fahrradrahmen aus aufgeblasenen Karbonfasern entwickelt. Er gewann schon zwei Innovationspreise.

Meet and Greet: Johannes Pruchnow und die enable2start Preisträger

Meet and Greet: Johannes Pruchnow und die enable2start Preisträger

Und selbst mit altbekannten Kuchen lässt sich eine Branche revolutionieren, wenn man mutig seinen Weg geht. Das zeigt uns Chalwa Heigl mit ihrem Startup DerGugl. Ihr Guglhupf in Pralinengröße ist die deutsche Antwort auf Cupcakes, Muffins und Petit Fours. Er wird bereits in Feinkostläden wie Käfer und in bestimmten Restaurants verkauft. Natürlich gibt es auch einen Online-Shop für die 30 Geschmacksvarianten von Champagner bis Wildrose-Berberitze.

Von enable2start bekam sie bereits 50.000 Euro Preisgeld, genau wie die “mobilen Abkassierer” (FTD) von Orderbird. Das Ziel von Jakob Schreyer und Bastian Schmidtke ist wenig bescheiden: Ihr iPhone-Kassensystem soll der neue Standard der Gastronomie werden. Schon 120 Restaurants arbeiten damit, Pilotkunde war die Promidisko P1 in München.

Prominente Jury bei enable2start 2012

Hamburgs regierender Oberbürgermeister Olaf Scholz und Johannes Pruchnow

Hamburgs regierender Oberbürgermeister Olaf Scholz und Johannes Pruchnow

Mit solchen konkreten Erfolgen überzeugten die Gründer auch die Jury von enable2start. In diesem Jahr ist sie besonders prominent besetzt: Investorin Susanne Klatten (BMW), Xing-Gründer Lars Hinrichs, Daimler-Vorstandsmitglied Wilfried Porth, Tennis-Legende Michael Stich, FTD-Chefredakteur Steffen Klusmann und natürlich René Schuster, CEO von Telefónica Germany. Das sind nur einige bekannte Namen aus einer langen Liste von Juroren.

Zusammen stehen sie für mehrere Milliarden Euro Umsatz und jahrzehntelange Erfahrungen im Business. Wer solche Experten begeistern möchte, muss gut vorbereitet sein. Das zeigte sich schon am Nachmittag, als die zwölf Finalisten ihre Geschäftsideen präsentierten. Wer nicht in wenigen Minuten überzeugen konnte, kam nicht unter die letzten Fünf. Das braucht Nerven wie Drahtseile, deswegen freut es mich auch, dass es weiter so spannend bleibt: Mit dem Gewinn bei enable2start geht die Geschichte erst richtig los. In den kommenden Monaten können wir fast live erleben, was die jungen Unternehmer daraus machen.

Die Website der FTD berichtet ab März täglich über die fünf Sieger, außerdem erscheinen im Quartalsrhythmus neue Artikel in der FTD-Zeitschrift Enable. Dabei veröffentlichen die Firmen sogar ihre Geschäftszahlen. So begleitet enable2start die Gründer auf ihrem spannenden Weg von der Geschäftsidee zum fertigen Unternehmen. 2012 gehört dazu auch die Chance auf Venture Capital von Telefónica S. A. Den angehenden Karbonfaserproduzenten, Feinkostlieferanten, Lieferkettenoptimierern und Textilherstellern eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Reise nach Spanien.

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