Das Mobiltelefon klingelt, doch nach dem Annehmen des Anrufs meldet sich niemand. Dafür sind Rascheln, dumpfe Laute, Gespräche oder ein Wirrwarr von Geräuschen wahrnehmbar. Ganz offensichtlich hat ein Mobiltelefon, von seinem Besitzer in einer Handtasche, im Mantel oder der Hosentasche deponiert, ohne Zutun seines Besitzers ein Telefonat begonnen. Unbeabsichtigt wurde die Wahlwiederholung ausgelöst oder ein Eintrag im Telefonbuch durch zufällige Tastendrücke aktiviert.

Unangenehm und manchmal auch teuer

Solche Telefonate können manchmal nicht nur unangenehm, sondern auch teuer werden. Unangenehm, weil der Angerufene unter Umständen Gespräche auf der anderen Seite mithört. Teuer, wenn der Tarif oder die Flat die zufällig gewählte Zielrufnummer, beispielsweise in ein Fremdnetz oder ins Ausland, nicht abdeckt. Besonders prekär sind unnütze Anrufe jedoch zur Notfallnummer 112. Bleibt ein solcher Anruf aus der Tasche über längere Zeit unbemerkt, blockiert das Mobiltelefon den Notruf. Wenn auch unbeabsichtigt, kann das wiederum von den Behörden als Notruf-Missbrauch ausgelegt werden und – weil die Rufnummer bei Anwahl der 112 immer übertragen wird – für den Besitzer der Rufnummer rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Doch all das lässt sich verhindern, die Mobiltelefon-Hersteller haben mitgedacht und bieten Hilfe. So verfügt jedes Handy mit Tastatur über eine Tastensperre, die über das Menü eingerichtet und schon kurz nach dem letzten Telefonat aktiviert wird. Nur durch eine bestimmte, vom Hersteller festgelegte Tastenkombination wird sie wieder aufgehoben.

Noch besser zu schützen sind Smartphones

Über die Sicherheitseinstellungen des Gerätes wird per Fingerwisch auf dem Touchscreen ein persönliches Bildschirmmuster definiert. Diese Individualität hat einen weiteren Vorteil: Mit der Bildschirmsperre, die zeitnah nach der letzten Berührung aktiv wird, ist das Smartphone zugleich vor fremden Zugriffen geschützt. Weil individuelle Muster schwer zu knacken sind, ist ein so geschütztes Smartphones für Diebe zunächst unattraktiv und die privaten Daten bleiben geschützt.

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