Ulf Kloevekorn, Social Media Manager bei der E-Plus Gruppe

Ulf Kloevekorn, Social Media Manager bei der E-Plus Gruppe

Ob Filialvertrieb, Marketing, Technik, IT, Controlling, Human Resources oder Einkauf – die Berufsfelder und damit die Einsatzmöglichkeiten bei der E-Plus Gruppe sind sehr vielfältig. Auch der neue Beruf des Social Media Managers ist bei E-Plus vertreten. Diesen wollen wir Ihnen heute näher vorstellen. Rede und Antwort steht uns dabei Ulf Kloevekorn, der seit fast einem Jahr als Social Media Community Manager für die E-Plus Gruppe im Einsatz ist. Ulf kümmert sich in erster Linie um den Aufbau, die Steuerung und die Weiterentwicklung der hauseigenen Support-Community mobilfunkexperten.de.

Mit uns spricht er über seine typischen Aufgabenfelder, tägliche Herausforderungen und seine persönliche Einschätzung, wie sich das Berufsbild des „Social Media Manager” in Zukunft weiterentwickeln wird.

Welche typischen Fähigkeiten sollte ein(e) Social Media Manager(in) mitbringen und aus welchem Tätigkeitsumfeld sollte sie oder er idealerweise kommen?
“Ich denke, ein Social Media Manager sollte einfach ein kommunikativer Typ sein, der die Handwerkzeuge der digitalen Kommunikation entsprechend beherrscht. Entscheidend ist für mich eine gewisse Gier nach Informationen und Neuem. Neben den fachlichen Qualifikationen über ein Studium, ist Empathie und Leidenschaft für das Thema meiner Meinung nach ein „must have”. Das Berufsbild Social Media Manager kann meiner Meinung nach nicht fest in Stein gemeißelt werden. Fortbildungen und Lehrgänge für Social Media Manager schießen wie Pilze aus dem Boden, lernen kann man die wirklich essenziellen Dinge aber nur selbst, indem man Erfahrung sammelt. Je früher sich jemand mit einem Thema auseinandersetzt, desto besser. Ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund ist bei einem Social Media Manager sicherlich eine gute Voraussetzung. Absolventen aus Sozialwissenschaften haben andere Qualifikation und eignen sich, meiner Meinung nach, eher als Community Manager.”

Was sind Ihre typischen Aufgabengebiete?
“Ich bin für Aufbau, Steuerung und Weiterentwicklung der „Kunden helfen Kunden“-Community mobilfunkexperten.de verantwortlich. Des Weiteren verantworte ich kanalübergreifende Themen wie Suchmaschinenoptimierung, Content Marketing & Strategie sowie die technische Umsetzung unserer so genannten Owned Media Plattformen.”

Was war für Sie bisher die größte Herausforderung in Ihrer Tätigkeit?
“Wir sind Teil eines kontinuierlichen Veränderungsprozesses. Was heute gilt, kann morgen schon wieder der Vergangenheit angehören. Deshalb kommt es darauf an, sich immer wieder neu zu erfinden und die Ressourcen effizient einzusetzen.”

Wie gehen Sie persönlich mit Fehlern um?
“Ich bin immer offen für konstruktive Kritik. Durch eigene Fehler lerne ich dazu und kann mich verbessern, so können auch Chancen für positive Entwicklungen entstehen.”

Wie managen Sie Social-Media-Prozesse, mit wem müssen Sie sich abstimmen?
“Unser erster Ansprechpartner bei externer Kommunikation ist meist die Unternehmenskommunikation. Des Weiteren Stimmen für uns natürlich mit den Fachbereichen Online, Marketing, Legal und Customer Care ab. Eine Besonderheit bei der E-Plus Gruppe ist sicherlich, dass wir als Social-Media-Team eine Stabsstelle sind, und nicht wie üblich im Marketing oder in der PR eingegliedert sind. Dieser Umstand bringt sicherlich viel Positives mit sich, hat allerdings auch einen Einfluss auf die Komplexität von Abstimmungsprozessen.”

Welche Aufgaben haben Sie in punkto interne Kommunikation zu bewältigen?
“Unternehmensintern gilt es vor allem, das Thema Social Media zu positionieren und zu etablieren. Für interessierte Kollegen bieten wir zudem Facebook-Schulungen an, bei welchen wir beispielsweise die Privatsphäre-Einstellungen behandeln und interessierte Kollegen an das Thema Facebook heranführen.”

Setzen Sie trotzdem auf Unterstützung durch externe Berater? Wenn ja, in welchem Bereich?
“Externe Berater werden bei uns projektbezogen eingesetzt, um das Know-how bei spezifischen Themen innerhalb des Teams anzureichern. Wir versuchen natürlich möglichst viel mit internen Ressourcen zu stemmen, ganz ohne Berater geht es aber auch nicht. Externe Berater, respektive Agenturen, werden vor allem für die Entwicklung von Applikationen und Plattformen eingesetzt. Strategien und Konzepte kommen grundlegend aus dem Unternehmen.”

Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Managers weiterentwickeln und wie sehen Sie den Bedarf in 2 Jahren?
“Social Media ist längst kein Hype mehr und wird sich in den nächsten Jahren stärker in Unternehmen etablieren. Dementsprechend wird die Nachfrage nach Social Media Managern steigen und die Aufgabenbereiche werden spezifischer. Ich denke, dass sich die Berufsbilder Social Media Manager und Community Manager weiter schärfen werden. Während der Social Media Manager den Fokus klar auf Reichweiten und KPIs (Key Performance Indicator) bezüglich des Unternehmenserfolgs münzt, wird sich der Community Manager vermehrt auf das Engagement der Communitys, also deren Mitglieder, konzentrieren.”

Welche Tipps können Sie Bewerbern geben, die sich für diesen Beruf interessieren?
“Für mich sind 3 Punkte ausschlaggebend: Affinität für technologische Entwicklungen und Trends im Web, Empathie und Leidenschaft.”

Wir bedanken uns für das Interview bei Ulf Kloevekorn und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

Abonnieren
Blog-Archiv