Wayra Logo - StartIp Accelerator von Telefónica

Sie wurden schon einmal vorgegrillt: 14 Tage vor dem Berliner Finale kamen 29 Startups in der vergangenen Woche nach München. Wayra Deutschland hatte zu einer Vorauswahl eingeladen. Die Kollegen von Telefónicas Gründerprogramm prüften die Geschäftsideen der Unternehmer und stellten schwere Fragen nach Motivation, Zukunftschancen und Finanzierbarkeit. Jede schwache Stelle wurde abgetastet. Damit wählte Wayra jene 20 Finalisten, die beim Endausscheid um die zehn begehrten Plätze im Startup-Programm von Telefónica gegeneinander antreten. Am 21. August startet dann das Finale bei der Wayra Week auf der Campus Party Europe in der Hauptstadt.

268 Startups hatten sich ursprünglich im Juli beworben. Seitdem geht es weiter wie bei einer Casting-Show. In jeder Entscheidungsrunde wird die Zahl der Kandidaten kleiner, bis endlich die Gewinner feststehen, die im September in unsere schicke Wayra-Akademie in Münchens Kaufingerstraße einziehen. Momentan stehen noch 20 Spieler auf dem Feld. Sie haben den Vorausscheid zur Wayra Week überstanden und werden heute vorgestellt. In der nächsten Woche besteigen viele dieser Kandidaten gemeinsam einen Bus, der von München zur Campus Party Europe nach Berlin fährt. Dort schlafen sie nachts in Zelten und treten tagsüber beim Pitch an. “In der Jury sitzen Venture Capitalists, erfahrene Unternehmer und Technologie-Experten”, sagt Bernhard Kirchmair, Programmleiter Wayra Deutschland. “Diese vielfältige Gruppe von Fachleuten wird Wayra helfen, die besten Ideen auszuwählen.”

Kurz vor der Wayra Week: Dichtes Feld beim Vorausscheid

Die Vorfreude bei den Startups steigt immer mehr. “Es ist großartig”, schrieb einer der Gründer bei Facebook. “Wir haben uns schon gegen 90 Prozent der Bewerber durchgesetzt, aber natürlich liegt noch ein schwerer Weg vor uns.” Was er vielleicht nicht weiß: Das nächste Stück wird sogar noch steiniger, denn in Berlin treffen diese wohldurchdachten Startup-Ideen aufeinander.

    1. Cangodrive liefert eine voll verschlüsselte Cloud-Speicherlösung, mit der Unternehmen ihre Daten zuverlässig synchronisieren, teilen und als Sicherheitskopien ablegen können. Das funktioniert vom Desktop, File Server oder mit Mobilgeräten. Die Registrierungen für eine offene Beta-Phase wurden bereits eröffnet und das Team hat die nächsten Entwicklungsschritte schon genau geplant.

Vorauswahl-Pitch bei O2: Startups für die Campus Party vorgegrillt

    1. LocalGuiding ist ein Internet-Marktplatz, auf dem Urlauber ihre Touren direkt bei lokalen Reiseführern buchen können. Man kann sich auch selbst als Reiseführer listen lassen und einen eigenen Shop bei LocalGuiding eröffnen.
    2. Timpl dient als soziales Planungswerkzeug, mit dem man sich online einlädt, aber offline treffen kann. Timpl kombiniert dafür einen Kalender mit einer interaktiven Landkarte, damit man die Treffen besser organisieren kann.
    3. Snipscan sammelt bei jedem Einkauf in ausgewählten Lieblingsläden virtuelle Stempel auf einer digitalen Bonuskarte im Smartphone. So kann man sich jederzeit für seine Kundentreue belohnen lassen, denn die App ist immer dabei.
    4. Order & Pay bringt den M-Commerce in die Gastronomie. Bestellt wird direkt im Restaurant mit einer kleinen App auf dem Smartphone. Und bezahlen kann man auch damit.
    5. Fabbeo ist ein Online-Marktplatz für 3D-Druckdienstleistungen. Man lädt einfach sein 3D-Modell hoch und wartet auf Angebote von Lieferanten. Ganz simpel und transparent.
    6. i-Frontdesk befindet sich noch so weit im Stealth-Modus, dass sich im Internet nichts finden lässt. Sie erstellen eine modulare Applikation für Tablets, mit denen Hotels ihren Gästen persönliche Concierge-Dienste anbieten können.

Wie bei einer Casting Show: Nach dem Pitch folgt die Vergabe der Punkte

    1. Mynudge ist ebenfalls nur für Eingeweihte, obwohl die Geschäftsidee schon weitestgehend durchgeplant ist: Ein digitaler Engel auf der Schulter beobachtet und bewertet, wie man bei der Erfüllung von persönlichen Zielen vorankommt. Die Automatische Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) macht es möglich. Der innere Schweinehund, der bisher dabei am meisten störte, wird es damit schwer haben.
    2. Testcloud kennt man dagegen schon aus der Startup-Presse. Das Unternehmen bietet Software-Tests durch Crowdsourcing an. Firmen können beispielsweise ihre Website durch eine Menge von unabhängigen Online-Testern prüfen lassen und diese Fehlerreports an ihre Techniker übergeben. Das spart Zeit und Nerven in den IT-Abteilungen.
    3. immerHire hilft Headhuntern und Personalabteilungen, die besten Talente für Unternehmen zu finden. Den Kampf um die Talente organisieren sie gleich als Computerspiel.
    4. Chuisy ist eine Social App, um Entscheidungen gemeinsam zu treffen. “Geteilte Entscheidungen sind bessere Entscheidungen”, lautet das Motto. Chuisy lässt seine Nutzer an spannenden Entscheidungen von Freunden, Organisationen und Politikern teilhaben.
    5. Cleverlize macht das Smartphone zum Klassenzimmer. Die Cloud-Applikation hilft bei der Erstellung und nutzerspezifischen Verteilung von mobilen Lerninhalten.

Die härteste Jury Deutschlands: Unsere Wähler für die Wayra Week

  1. Pockets United ist ein Service für Gruppen von Freunden, um ihre alltäglichen Kosten zu teilen. Damit muss niemand mehr seinem Geld hinterherlaufen. Die App berechnet alles und behält die Kosten im Blick.
  2. Zabei ist eine lustige Abkürzung, die für “Zeitarme besser informieren” steht. Und genau das macht sie App. Was in der Presse wichtig ist, liest Zabei unterwegs am Smartphone vor. So kann man sich schon morgens im Auto gezielt informieren, ohne gleich die ganze Zeitung lesen zu müssen. Das funktioniert alles per Sprachsteuerung. Im Hintergrund sucht eine spezielle Suchmaschine die passenden Artikel heraus.
  3. Fuentum dient ebenfalls der gezielten Information, aber für Unternehmen. Die Software für Business Intelligence macht unbekannte Informationen und Zusammenhänge in Geschäftsdaten sichtbar, indem sie neue Wege bei der Visualisierung beschreitet.
  4. KontextR hat schon den Münchner Businessplan-Wettbewerb gewonnen und will jetzt mit Wayra durchstarten. Seine Software liefert inhaltlich passende Zusatzinformationen und Werbung zu den Artikeln auf Nachrichten-Websites.
  5. Score It bietet ein Werkzeug für Sportler und Mannschaften, um ihre Leistungen zu steigern. Dafür werten sie Tausende von Daten aus. Big Data für den Sportverein.
  6. Spotfav ist ein Echtzeit-Wetterbericht, der HD-Webcams, Wetterstationen und die Klugheit der Crowd für seine Berichte nutzt. Das hilft besonders bei Extremsportlern, die zu fernen Zielen aufbrechen.
  7. Kisibox macht das Smartphone zum Hausschlüssel. Eine neue Sicherheitsinfrastruktur ermöglicht den zeitlich begrenzten Zugang zu Immobilien mit dem Mobiltelefon als Türöffner.
  8. Clearkarma hilft bei der gesunden Ernährung. Mit der Smartphone-App scant man sein Essen schon während des Einkaufs im Supermarkt und die Software sagt sofort, was darin enthalten ist. Dieser neue Service ist besonders für Allergiker wichtig.

Fertig für die Wayra Week: Busfahrt mit den Besten nach Berlin

Alle Startups, die bei der Vorentscheidung ausgewählt wurden, haben eine Gemeinsamkeit: Ihre Geschäftsideen sind durchdacht und die Gründerteams sind sehr gut aufgestellt. Viele haben einen Prototyp oder eine erste Produktversion fertig und manche machen sogar schon Umsatz. Es haben sich also die Besten bei Wayra in Deutschland beworben. Den Grund für diesen Erfolg des Wayra-Modells brachte das bekannte Silicon-Valley-Blog GigaOM am Montag auf den Punkt: “Das tiefgehende Branchen-Know-how und das weitreichende Netz von Kontakten” machen den Startup-Accelerator von Telefónica “sehr anziehend für die passenden Startups”. Mit solchen Voraussetzungen fahren wir gern auf die Wayra Week in Berlin.

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