Tuenti Home - Social Network von Telefonica kommt nach Deutschland

Tuenti von Telefónica kommt nach Deutschland. Ob das spanische Sozialnetzwerk mehr als Facebook, StudiVZ oder Twitter ist, das lässt sich gut diskutieren. Von allen vereint es die besten Eigenschaften und erweitert sie mit eigenen Funktionen. Über jeder Diskussion steht aber der Erfolg von Tuenti: 13 Millionen User, darunter monatlich sechs Millionen Mobil-Nutzer, 40 Milliarden Seitenzugriffe pro Monat und 400 Millionen Chat-Nachrichten pro Tag.

Seit 2010 ist Telefónica Hauptaktionär des Start-Ups, das im Jahr 2006 von dem Amerikaner Zaryn Dentzel, CEO von Tuenti, in Madrid gegründet wurde. Aber welche Strategie steckt hinter dem Unternehmen, das sich durch seinen aktuellen globalen Launch aufgemacht hat, das Social Web zu erobern? Welche Chancen bietet es seinen Nutzern im Netz? Und was bedeutete eigentlich der Name Tuenti? Diesen Fragen gehen wir auf den Grund.

Tuenti = Fotos + Videos + 140 Zeichen

Schon beim ersten Ausprobieren fällt die Ähnlichkeit zu den bekannten Branchen-Größen auf. Wenn man sich aber länger damit befasst, bemerkt man die speziellen Vorteile von Tuenti. Irgendwie ist es genau die richtige Mischung aus Twitter und Facebook: Die Nutzer können ihren Status in 140 Zeichen aktualisieren und dabei auch Bilder oder Videos, sogenannte Momente, in ihrer Timeline veröffentlichen. Der Name ist übrigens ein Wortspiel aus dem spanischen Begriff “tu entidad”, was “deine Identität” bedeutet, und der englischen Zahl 20, also “twenty”.

Aus dem Spiel mit den Formulierungen lässt sich nicht nur der Name des Start-Ups ableiten, sondern auch sein wichtigstes Prinzip. Als Freunde, die alle Veröffentlichungen sehen können, gilt bei Tuenti nur der innere Bekanntenkreis. Er sollte nicht größer als 20 Personen sein, ähnlich wie im richtigen Leben. Alle anderen Teilnehmer des Sozialnetzwerks dürfen gern mit mir kommunizieren, doch sie können nicht meine privaten Momente sehen. “Chat with everyone – share with your friends”, lautet die einfache Formel. Sie macht die Privatsphäre-Einstellungen ganz einfach.

Tuenti Social Messenger

In den Sozialnetzwerken ist es längst eine bekannte Regel: Die meisten Personen haben höchstens 20 Freunde, mit denen sie regelmäßig kommunizieren. Dabei gehen 90 Prozent der Nachrichten immer wieder an dieselben Kontakte. Tuenti hat daraus sein Prinzip gemacht. “Warum muss ich jeden als Freund bezeichnen”, fragte Tuenti-Chef Zaryn Dentzel bei Techcrunch, “wenn nur 20 echte Freunde sind und der Rest höchstens Bekannte?”. Bei Tuenti folgt die Kommunikation deshalb dem Motto “social done simple”. Es gibt nur drei Möglichkeiten für das Veröffentlichen von Informationen: sichtbar für alle, nur für den Freundeskreis oder als Chat mit einzelnen Personen.

Nur für Freunde: Großer Schrank mit kleiner Kammer

Tuenti App - Social Network von TelefonicaDas Prinzip des großen Aktenschranks voller Kontakte, der ein kleines Geheimfach für die engsten Freunde hat, gibt Tuenti seine besondere Note. Das soziale Netzwerk von Telefónica ist die private Austausch-Plattform im Netz. Und sie lässt sich nicht nur daheim am Computer nutzen, sondern auch unterwegs mit der Tuenti-App für iPhone, Android und BlackBerry.

Tuenti: Fotos und Screenhots

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