Was würde bei einem Angriff auf das Internet passieren? Und wie können wir uns dagegen schützen? Darüber diskutierten beim UdL Digital Talk Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Florian Holzhauer, CTO von Digital Pioneers.

Im März diesen Jahres drohte das Hackernetzwerk Anonymous damit, das Internet komplett lahmzulegen. Gleichzeitig diskutiert Deutschland aktuell die Gefahren eines flächendeckenden Stromausfalls.

Friedrich: Kein Cyberwar möglich

Bundesinnenminister Friedrich beim UdL Digital Talk


40 Prozent unseres Wohlstandes basierten auf einer vernetzten Infrastruktur, die auch vor dem Internet nicht halt mache, so Friedrich. Gleichwohl sei ein Cyber-War aktuell technisch nicht möglich.

Wie vorgehen gegen Kriminalität im Netz? Friedrich möchte die Bürger besser informieren. Holzhauer stimmte hier zu: Der Verbraucher benötige mehr Transparenz, um die Zusammenhänge besser einschätzen zu können. Gleichwohl sprach er sich gegen ein “Internetgesetz” aus: “Auch in der analogen Welt, gibt es Menschen, die gegen Gesetze verstoßen.”

Kein endgültiger IT-Schutz

IT-Sicherheit sei ein permanenter Wettlauf zwischen denen, die Sicherheit herstellen und denen, die Sicherheitslücken für ihre Zwecke ausnutzen wollen, so Friedrich. Holzhauer drückte dies noch drastischer aus, um zu betonen, dass es keinen endgültigen Schutz geben kann: Wer seine Daten und Software sicher vor Angriffen schützen wolle, müsse das Internet im Prinzip meiden.

Florian Holzhauer, CTO bei Digital Pioneers

Friedrich: Aufklärung wichtig

Denkbar wäre es auch, dass Provider in Bezug auf IT-Sicherheit mehr in die Verantwortung genommen werden, so Friedrich. Und weiter: Möglich sei etwa, dass sie ihre Kunden fortlaufend über Gefahren wie Schadprogramme und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen informieren.

Fotos von der Veranstaltung kann man auf facebook.com/udldigital ansehen.

Abonnieren
Blog-Archiv