Der Blick vor die eigene Haustür zeigt: Ob auf dem Schulweg, in der Bahn, im Café um die Ecke oder in der Fußgängerzone – überall richten Menschen unterwegs ihren Blick auf ein Mobiltelefon. Das verwundert nicht weiter, denn inzwischen besitzen drei Viertel aller Mobilfunkkunden ein internetfähiges Endgerät. 38 Prozent der Deutschen verwenden Smartphones. Mobiltelefone also, die sich intuitiv bedienen lassen und für die Onlinenutzung konzipiert wurden. Annähernd zwei Drittel der Smartphonebesitzer machen davon Gebrauch – sie gehen unterwegs online. Dies ist ein Ergebnis des E-Plus Mobilfunkmonitor 2012, einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest und E-Plus aus dem Frühjahr.

Allerdings ist das Nutzungsverhalten stark vom gewählten Provider abhängig. Wie die Studie zeigt, gehen 71 Prozent der Telekom- und 68 Prozent der Vodafone-Kunden unterwegs nicht online. Das könnte wiederum mit der Altersstruktur zusammenhängen – beide Anbieter zählen tendenziell eher Menschen im Alter ab 50 Jahren aufwärts zu ihren langjährigen Kunden. Ein völlig anderes Bild zeigt sich bei BASE und O2: Von deren Kunden – überwiegend jünger und dem digitalen Zeitalter gegenüber aufgeschlossen – verzichtet nicht einmal die Hälfte auf den mobilen Internetzugang.

Jüngere und Besserverdienende sind aktivere Surfer – Ältere holen auf

Wirklich zu alt für die Technik fühlen sich nur sehr wenige Nutzer. Zwar ist das Interesse am mobilen Surfen bei Kunden bis 29 Jahren stärker ausgeprägt: In diesem Altersbereich gehen 49 Prozent unterwegs online. Und mit steigendem Alter der Verbraucher nimmt die Zahl der mobilen Surfer  kontinuierlich ab, doch die ältere Generation holt auf. Ein Zusammenhang zeigt sich auch zwischen Verdienst und Internetnutzung. Nur 19 Prozent der Geringverdiener surfen mit dem Smartphone, jedoch 30 Prozent der Besserverdienenden. Eine spannende Frage für die Zukunft wird daher sein, ob die neuen kostengünstigen Allnet-Flats die Internetnutzung über alle Einkommensklassen verstärken.

Mobiles Internet ideal für schnelle Erledigungen im Alltag

Einig sind sich die Smartphone-Nutzer, dass von unterwegs viele Dinge schneller zu erledigen sind. Insgesamt vier von fünf Kunden stimmen dieser Aussage zu. Mit 79 Prozent sagen fast ebenso viele, dass die mobile Kommunikation das Leben einfacher macht – sei es beim Buchen eines Taxis, Überprüfen der Bahnfahrverbindungen oder beim Einkaufen. Beliebt ist das mobile Internet auch, um sich beim Warten die Zeit zu vertreiben. Dies nutzen 64 Prozent der Surfer aus. Wer die Vorteile des mobilen Netzes hingegen noch nicht nutzt, hat dafür meist plausible Gründe. An der nötigen Hardware fehlt es nicht, sie ist in vielen Haushalten vorhanden: Nur einer von vier Kunden, die nicht mobil surfen, besitzt kein geeignetes Gerät. Vielmehr verzichten die Netz-Abstinenzler (noch) aus Desinteresse oder weil ihnen die Bedienung zu kompliziert erscheint. Für 69 Prozent ist fehlendes Interesse der Grund für die Nicht-Nutzung. Die Mobilfunkkunden, die kein Interesse am Datennetz haben, verteilen sich dabei annähernd gleichmäßig auf Smartphone- und Feature-Phone-Nutzer. 46 Prozent nutzen die Funktion nicht, weil sie sie persönlich nicht benötigen. Insgesamt 14 Prozent der Nicht-Surfer interessieren sich sogar generell nicht für das Internet, egal ob stationär oder mobil. Kein Grund zur Ablehnung ist hingegen Unsicherheit wegen des eigenen Alters: Nur drei Prozent geben an, sie fühlten sich zu alt, um sich diese Technik noch zu erschließen.

Probleme mit der Technik sind hingegen selten ein Grund für die Abstinenz. Lediglich 28 Prozent der Internet-Verweigerer finden die Bedienung der Geräte zu umständlich. Die Geschwindigkeit der Datennetze ist gar kein Problem: Dies nennen nur drei Prozent als Grund für ihre Enthaltsamkeit. Das diese Zahl so gering ist, dürfte unter anderem daran liegen, dass Anbieter wie die E-Plus Gruppe ihre mobilen Datennetze seit Jahren mit hohen finanziellen Investitionen und technischem Aufwand ausbauen und so auf die Zukunft vorbereiten.

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