Mit Hilfe eines Autokrans hat die E-Plus Gruppe am vergangenen Dienstag in Büren-Barkhausen, südlich von Paderborn, einen weiteren energieautarken Mobilfunkstandort errichtet. In Betrieb nehmen wird das Mobilfunkunternehmen den neuen und speziell verstärkten 40-Meter-Schleuderbetonturm allerdings erst im Frühjahr. Zuvor stehen noch einige Restarbeiten auf dem Programm. Nach Versmold ist dies der zweite Funkturm, der eine Region mobilfunktechnisch ohne Zuhilfenahme fossiler Energiequellen versorgen wird. Zugleich entfallen damit auch aufwändige und kostspielige Tiefbauarbeiten für die Verlegung von Erdkabeln. Tatsächlich leistet der neue Funkturm einen positiven Beitrag zum Klimawandel: ein vernetztes System, bestehend aus vertikaler Windkraftanlage, Photovoltaikmodul und Brennstoffzelle liefert die benötigte Energie auf regenerativer Basis.

Eine intelligente Computersteuerung sorgt für einen optimalen Energie-Mix aus den drei Einzelquellen, je nach Bedarf und Verfügbarkeit der Quellen schaltet sie diese zu. In wind- und sonnenarmen Zeiten greift die Anlage auf Akkus als Energiespeicher zurück, die wiederum überschüssige Energie speichern und bei Bedarf zurückgeben können – beispielsweise nachts.

Regenerativ statt fossil: Neue Energie für Mobilfunknetze

Ganz neu ist die Technik in Büren allerdings nicht: Erfahrungen mit dem Einsatz regenerativer Energiequellen für Mobilfunkstationen sammeln die E-Plus Techniker und Ingenieure seit vergangenem Jahr auch im westfälischen Versmold. Dort betreibt das Mobilfunkunternehmen seit April 2011 eine annähernd baugleiche Anlage. Insgesamt errichtet die E-Plus Gruppe in einem ersten Schritt von der Küste bis zu den Alpen nach und nach bundesweit mehrere Mobilfunkanlagen dieser Art. An den verschiedenen Standorten will man meteorologische und geographische Daten sowie deren Einfluss auf den Betrieb einer energetisch autarken Mobilfunkanlage messen. Aus den Messwerten lassen sich später gezielt Planungsgrößen für eine optimale Auslegung  und Feinjustierung der einzelnen Komponenten bestimmen. Unterstützt wird die zukunftsweisende Technologieentwicklung, die wegen ihrer autonomen Funktion zusätzlich dem Katastrophenschutz dienen kann, vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Darüber hinaus begleitet eine Forschergruppe des Instituts für elektrische Energietechnik der TU Clausthal das Projekt.

Mit der Inbetriebnahme der neuen innovativen Mobilfunkstation rechnet die E-Plus Gruppe im Frühjahr 2013, bis dahin stehen in Büren noch einige Arbeiten an. Eines weiß die E-Plus Gruppe aber schon heute: regenerativen Energiequellen gehört die Zukunft, auch im Mobilfunk.

Bau eines Funkturms ins Büren

Einen weiteren Mobilfunkturm, ausgestattet mit regenerativen Energiequellen, baut die E-Plus Gruppe derzeit in Büren.

Der letzte Schliff für heute: Ein Autokran setzt die vertikale Windkraftanlage auf die Spitze des Schleuderbetonturms.

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