DLD 2013 - Réne Schuster (2vl)Die Digital-Life-Design (DLD) des Hubert-Burda-Verlages war wieder ein großer Erfolg für Telefónica. Bei ihrer Zusammenfassung von „Europas hottest invite unter den Digitalkonferenzen“ loben die Experten des Informationsdienstes Meedia besonders das „gute Panel über mobiles Bezahlen“ mit den „fachlich interessanten Aussagen“ von René Schuster. Der CEO von Telefónica Deutschland hatte mit Neuheiten überrascht, die das Publikum zum Staunen brachten: Geldüberweisungen von Handy zu Handy, für die lediglich die Telefonnummern benötigt werden, und Deutschlands erste elektronische Geldbörse für NFC-Smartphones. „O2 gibt Gas beim Mobile Payment“, bringen die Blogger von Mobilbranche.de die Nachrichten auf den Punkt.

Die neue Service mpass Geld senden funktioniert ganz einfach und kommt ab Februar zu den Kunden. Seine Nutzer benötigen nur die Smartphone-App von mpass und wählen dort den Menüpunkt Geld senden. Anschließend geben sie noch die Empfängernummer, den Betrag und den Verwendungszweck ein, um die Zahlung abzuschließen. Die Überweisung des Geldes erfolgt in wenigen Sekunden. Der große Vorteil: Die Bankdaten des Empfängers müssen nicht bekannt sein, nur die Mobilfunknummer wird benötigt. Die können sich die meisten Kunden besser merken und haben sie oft sowieso schon eingespeichert. mpass Geld senden können alle Nutzer von Android und iOS verwenden, die sich einmal im Geschäft für mpass anmelden und danach über das Postident-Verfahren identifizieren.

O2 Wallet: Deutschlands erste Geldbörse für Smartphones

„Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone ist in Deutschland angekommen. Brieftasche und Bargeld kennen Kinder bald nur noch aus Geschichtsbüchern“, sagte René Schuster auf der DLD-Bühne. „Unsere Kunden überweisen Geld demnächst von Handy zu Handy und zahlen in Geschäften mit ihren digitalen Geldbörsen.“ Das neue Smartphone-Port­mo­nee O2 Wallet soll ab Mitte Februar in einem Friendly User Test mit den ersten O2 Kunden erprobt werden. Sie können dann weltweit kontaktlos an den Akzeptanzstellen für das Mastercard-Bezahlsystem PayPass mit ihren NFC-Smartphones bezahlen. O2 bindet seine Kunden bewusst in die Produktgestaltung ein und und berücksichtigt ihre Erfahrungen bei der Weiterentwicklung der Geldbörse. Teilnehmen können alle O2 Kunden, die ein NFC-fähiges Smartphone Samsung Galaxy ACE2 oder S3 besitzen und das kostenlose NFC Pack mit NFC-fähiger SIM-Karte gebucht haben. Im weiteren Verlaufe dieses Jahres wird die O2 Wallet um weitere Funktionen erweitert. Dann werden sich auch Coupons und Treueprogramme damit nutzen lassen.

Social Disruption: Mobiles Handy-Bezahlen von Pockets United

Wayra Startup Pockets United am Stand von o2

Wayra Startup Pockets United am Stand von O2

Doch auch damit ist das Ende der Entwicklung nicht erreicht. Zwar erklärte das Nachrichtenmagazin Focus das mobile Bezahlen erst vor wenigen Tagen zu einem der wichtigsten Digitaltrends für 2013, aber dennoch steht vielleicht schon seine Disruption an. Diesen Fachbegriff verwendeten fast alle DLD-Redner in ihren Präsentationen und man sollte ihn für dieses Jahr kennen.

Disruptive Techniken sind Innovationen, die bisherige Produkte und Dienstleistung unter Druck setzen und oft sogar verdrängen können. Sie starten ganz klein und bescheiden und übernehmen dann den ganzen Markt. Momentan gibt es so viele Disruptionen, dass General Electric in seinem neuen Global Innovation Barometer sogar von einer „Innovationsangst“ berichtet, die angeblich Manager in den USA und Westeuropa genauso befalle wie in der aufstrebenden Wirtschaft von China. Kein Markt sei mehr davor sicher, von einer Startup-Firma oder einer technischen Entwicklung auf den Kopf gestellt zu werden. In der Fotobranche brachte die Digitalkamera diesen großen Umsturz – und beim mobilen Bezahlen will Pockets United eine ähnliche Rolle übernehmen.

Das Startup aus Telefónicas Wayra-Akademie verbindet das neue Handy-Bezahlen mit dem Trend zu sozialen Netzwerken. Am O2 Stand auf der DLD gab es mehr zu erfahren. „Unsere App hilft Freundeskreisen, ihre Kosten zu teilen“, erklärt CEO Markus Stiefel. „Das sind keine Überweisungen sondern mobiles Social Payment, wo immer man es braucht.“ Moderne Smartphones machen es möglich, man braucht nicht einmal mehr die Handynummer dafür. „Wir glauben sehr an unsere Idee“, sagt Markus Stiefel. „Die Sozialnetzwerke haben schon viele Branchen umgekrempelt – und durch Pockets United kommt nun auch das mobile Payment dran.“ Auf der Londoner Finanzmesse Finovate wird sein Startup ab 12. Februar die neue Bezahlmethode vorstellen. Dann werden wir genauer erfahren, wie das funktionieren soll.

Fotos vom DLD 2013 in München

Impressionen vom DLD 2013 in München
©focusonwagner.de

DLD 2013 @ YouTube

DLD 2013 – Clipping of Future of mobile Payment-Rede von Réne Schuster

 

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