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Der Mobile World Congress (MWC) 2013 war ein Riesenerfolg für Telefónica. Die deutschen Medien jubeln über unsere „Tarif-Revolution“ und auch international gab es viele Nachrichten. Allen voran die Telefónica-Pläne für das Firefox OS. Bis Ende 2014 sollen die Smartphones mit dem neuen Betriebssystem in allen Telefónica-Märkten verfügbar sein, sagte CEO Cesar Alierta bei der Pressekonferenz.

In einigen Wochen werden die ersten Firefox-Smartphones in Brasilien, Kolumbien, Spanien und Venezuela verkauft. Sie stammen von Herstellern wie Alcatel One Touch, LG oder ZTE und basieren auf den Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm. Auch Sony Mobile arbeitet gemeinsam mit Telefónica an einem Smartphone mit Firefox OS. Beide Firmen besiegelten auf dem MWC die Vertiefung ihrer Zusammenarbeit mit einem Vertrag über mehrere Jahre.

Firefox OS: Das Internet wird zur Plattform

César Alierta mit Firefox OS Handy„Die Regeln der digitalen Welt sind noch nicht festgeschrieben“, sagte Cesar Alierta bei der Eröffnung der Messe. Die digitale Revolution habe zwar momentan ein Stadium erreicht, wo geschlossene Ökosysteme dominierten. Doch genau deswegen sei der Launch des Firefox OS wichtig. Wenn sich der Browser zum Betriebssystem entwickelt, werde das offene, private, sicher und transparente Internet unterstützt.

„Das Internet wird zur Plattform“, erklärte der CEO von Telefónica. „Dadurch werden offene Standards eingeführt, das bringt mehr Auswahlmöglichkeiten und Flexibilität für die Kunden und für die Entwickler.“

Das Internet sei nicht nur ein Werbekanal oder ein riesiges Datenlager oder ein geschlossenen Ökosystem. Für Telefónica sei es der entscheidende Faktor, um die Nachfrage nach digitalen Services zu beantworten. Dazu gehöre auch, dass man Applikationen von einer Plattform auf eine andere verschieben kann und die Privatsphäre geschützt wird. Telefónica präsentierte dafür interessante Beispiele in Barcelona.

Voice over LTE: Anrufe 20 Mal schneller verbunden

Telefonica VoLTE Demo-Smartphones auf dem MWC 2013
„Der Mobile World Congress hat erneut gezeigt, dass es in der Mobilfunkbranche schon längst nicht mehr nur um Anrufe und die reine Bereitstellung von Bandbreite geht“, schreibt der CEO von Telefónica Digital, Matthew Key, in seinen Three takeaways from Mobile World Congress 2013. Schon bald wird fast jede Form der Kommunikation auf dem Internet-Protokoll (IP) basieren. Das ist eine der wichtigsten Lehren vom Messe in Barcelona. Nicht nur E-Mails und Instant Messages werden bereits jetzt damit übertragen, sondern auch Anrufe, Fernsehen, Radio sowie digitale Zeitungen und Zeitschriften.

Als nächstes kommen die Mobilfunk-Telefonate dran, zeigte Telefónica am Stand in Halle 3. Mit Voice over LTE (VoLTE) werden lange Telefonate in viele kleine Datenpakete zerlegt, die in rasender Geschwindigkeit über den neuen LTE-Mobilfunkstandard übertragen werden. Der große Vorteil: Die Sprachqualität steigt um 40 Prozent und der Rufaufbau wird 20 Mal schneller. Das konnten die MWC-Besucher auch persönlich erleben. Sobald der Anrufer auf seinem LTE-Handy die Nummer eingab, klingelte das angerufene Telefon. Die Wartezeit für den Aufbau der Verbindung war praktisch gleich Null.

Doch das ist nicht alles: Wenn die komplette Kommunikation auf IP basiert, dann lassen sich auch die Übertragungswege einfach wechseln. Ob das Festnetz oder der Mobilfunk gerade zum Einsatz kommt, ist dann nicht mehr wichtig. Auch das zeigte Telefónica in Barcelona. Wir sahen Video-Übertragungen, die mittendrin von LTE auf WLAN wechselten, ohne dass der Film ruckelte oder stehenblieb. Telefónica hat diese neue Handover-Technik bereits bei der Industrie-Organisation 3GPP zur Standardisierung angemeldet.

TU Go: Handy-Telefonate an jedem Internet-Anschluss

Telefónica TU Go-Demo auf dem MWC 2013Das ungewöhnlichste Beispiel für diesen „Network Agnostic“-Ansatz präsentierte aber Telefónica Digital: Mit seiner TU Go App können britische O2 Kunden ihre Mobilfunk-Telefonate sogar von einem iPod Touch führen und per DSL verbinden.

Selbst mit dem PC ist das möglich, obwohl die Geräte keinen Mobilfunk eingebaut haben. Nur ein Internet-Anschluss ist nötig, denn das Handy samt Telefonnummer und SMS-Funktion steckt in der App.
 
Handy-Tarife, bei denen Telefonate und SMS kostenlos sind, Browser als Betriebssystem, LTE über WLAN und Mobilfunk über Festnetz: So lassen sich die Nachrichten vom Mobile World Congress zusammenfassen. Die mobile Revolution hat anscheinend alles auf den Kopf gestellt.

Nun sind wir gespannt, was der MWC 2014 bringt.

 
 

Fotos vom Mobile World Congress 2013

Impressionen / Telefónica auf dem Mobile World Congress 2013

Telefónica auf dem MWC 2013

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