ZTE Open mit Firefox OS

ZTE Open mit Firefox OS bei Movistar

Heute präsentieren wir wieder eine Premiere: Deutschlands ersten Video-Test eines verkaufsbereiten Smartphones mit Firefox OS. Bei uns gibt es keine Prototypen oder Entwicklergeräte, sondern das richtige Modell aus dem Laden. Lutz Herkner griff wieder zur Kamera und nahm das ZTE Open vor die Linse. Das Video des Handy-Experten von Focus Online läuft über zwölf Minuten, der Test lässt kaum eine Frage offen.

Bereitgestellt wurde das knallblaue Gerät durch Telefónica, denn unsere Kollegen von Movistar verkaufen das ZTE Open seit 2. Juni in Spanien. Auch das war eine Premiere: die weltweit erste Markteinführung eines Smartphones mit Firefox OS. Weitere Länder werden bald folgen.

ZTE Open: Komplettes Smartphone für 39 Euro

„Das ist schon etwas anderes als die Feature Phones, die man normalerweise in dieser Preisklasse findet“, lautet ein Fazit des Experten. Alle wesentlichen Smartphone-Funktionen sind vorhanden, obwohl das Gerät in Spanien gerade mal 39 Euro kostet. Dafür wird sogar eine microSD-Karte mit vier Gigabyte Speicherplatz mitgeliefert. Doch der Clou ist, dass die komplette Bedienung auf HTML5 basiert. Es liegt also kein gewöhnliches Betriebssystem wie iOS oder Windows Phone unter der Oberfläche. Alles ist HTML. Das komplette Handy ist ein Browser von Mozilla und die Apps sind in Wirklichkeit kleine Webseiten. Aber dennoch sind die Inhalte auch offline verfügbar.

Firefox OS: Vertraute Oberfläche für neues System

ZTE Open mit Firefox OS: Frontansicht

ZTE Open mit Firefox OS: Frontansicht

Die Benutzeroberfläche sieht sehr vertraut aus und erinnert an das Google-Betriebssystem Android. Doch für die Bedienung reicht ein einziger Knopf, so wie man das vom iPhone kennt.

Am Fuß jedes Startbildschirms liegt eine Leiste, die auf sämtlichen Seiten eingeblendet ist und die wichtigsten Apps enthält. Selbstverständlich kann man ihre Icons auch mit Drag & Drop verschieben. Jede App lässt sich leicht in diese Schnellstart-Leiste einfügen, damit sie immer sofort erreichbar ist. Das ist sehr praktisch.

Am oberen Bildschirmrand hat das Firefox OS ein Benachrichtigungscenter, das man herunterziehen kann. Auch das sieht sehr vertraut aus. Es erinnert an iOS 7 oder die neuen Android-Varianten mit ihren Schnelleinstellungen für WLAN, Bluetooth und GPS. „Alles ist sehr schick und von Android und iOS bekannt“, urteilt Lutz Herkner. „Man kommt mit der Bedienung sofort zurecht – auch ohne Anleitung.“ Das ist auch gut so, denn die Anweisungen lagen dieses Mal nur auf Spanisch bei. Unser Gerät kam direkt aus Madrid.

Für Sparsame: Verbrauchsanzeige und Plastik-Body

Besonders praktisch sei die eingebaute Verbrauchsanzeige im Benachrichtigungszentrum, berichtet der Tester. Sie zeigt beispielsweise den Tagesverbrauch an mobilen Daten. Ein Klick darauf öffnet die Monatsübersicht für 3G und WLAN. Selbst die günstige Hardware von ZTE gefällt unserem Experten „ausgesprochen gut“. Der Plastik-Body liegt „sehr solide in der Hand“ und die Verwindungsfestigkeit ist sehr gut. Auch die Farbgebung mit dem metallischen Blau findet er sehr elegant. Das ZTE Open ist ein gelungener Einstieg in die nächste Generation der Smartphone-Entwicklung. Das sieht man auch in dem Video.

„Durch das neue Betriebssystem Firefox OS wird frischer Wind in diese etwas festgefahrene Branche geblasen“, urteilt der Experte von Focus Online. Es dürfte vor allem im unteren Preissegment für mehr Konkurrenz sorgen und das sei immer gut. Aber das muss nicht so bleiben: Auch Sony Mobile hat schon angekündigt, dass sie Firefox-Geräte planen. Und die Japaner sind weltbekannt für ihre edlen Smartphones der Mittel- und Oberklasse. Vielleicht sehen wir bald auch ein Sony Xperia mit Firefox OS?

Video: ZTE Open mit Firefox OS im umfassenden Test

Lutz Herkner von Focus Online testet das ZTE Open mit Firefox OS
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