Smartphone steuert Quadrocopter mit HD-Kamera

Smartphone steuert Quadrocopter mit HD-Kamera.

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom“, startet ein kluger Spruch. „Wer damit aufhört, der treibt zurück.“ Das können sich auch Unternehmen ins Stammbuch schreiben. Neues Wissen und neue Technik sind heute unabdingbar, um im Strudel der ständig veränderten Anforderungen zu bestehen. Denn fast jedes Geschäftsmodell steht in diesen Tagen vor der Disruption: Stetig neue Innovationen setzen die bisherigen Produkte und Dienstleistungen unter Druck und verdrängen sie oft sogar. Das gilt auch für Telefónica.

Was als kleine Idee beginnt, kann schnell den ganzen Markt übernehmen. Deshalb muss sich unser Unternehmen mit der Innovation seiner Geschäftsmodelle ständig neu erfinden. „Das Einzige, was gleich bleibt, ist der Wandel“, weiß auch Fernando Burgos. Unser Vice President New Business Development & Innovation ist ein wichtiger Impulsgeber für die weitere Entwicklung der Firma. Deshalb befragen wir ihn heute über das Innovationsmanagement bei Telefónica in Deutschland. Mit seinem Team von 15 Mitarbeitern ist er ständig auf der Suche nach neuen Produkten und Dienstleistungen, um damit die Geschäftsfelder der Zukunft zu erschließen. Denn wer nicht innoviert, der verliert. So einfach ist das.

Fernando Burgos: Deutschland ist hervorragend für Innovationen

Fernando Burgos, Telefónica

Fernando Burgos, VP New Business Development & Innovation
bei Telefónica in Deutschland

Wann wird aus einer Idee eine Innovation?
Ganz einfach: Wenn diese Idee neues Geschäft, zusätzlichen Umsatz und zusätzliche Erträge generiert. Erst der wirtschaftliche Nutzen macht eine Idee für ein Unternehmen wertvoll.

Innovation braucht gleichermaßen Kreativität, Zielstrebigkeit und wirtschaftliches Denken.
Wie bringt man all das in einem Prozess zusammen?

Indem man das Ziel nicht aus den Augen verliert und gleichzeitig immer wieder neue Wege sucht, um es möglichst schnell und effizient zu erreichen. Das hat viel mit Unternehmergeist zu tun. Wer unternehmerisch denkt, muss offen für neue Ideen und Strukturen sein – und auch wissen, was zu tun ist, um neue Ideen gewinnbringend am Markt zu platzieren.

Deshalb fördern Sie mit Wayra auch Startups?

Frederik Roever von becoacht.com

Frederik Roever ist mit seinem Startup bei Wayra


Mit Wayra wollen wir vor allem neue Impulse bekommen. Wir fördern diese jungen Unternehmen bereits in einer sehr frühen Phase. Wir beschleunigen ihre Entwicklung enorm – und ist das Produkt gut, kann es in diesem Tempo auch gleich weitergehen, mit einer weltweiten Perspektive. Wir als Unternehmen profitieren von dieser Energie, dem Spirit und der Neugier dieser Unternehmen. Das ist eine wertvolle Inspiration für uns, und die ist mindestens ebenso wichtig wie der wirtschaftliche Erfolg, den wir uns von den Wayra-Startups natürlich auch versprechen.

Aber Startups sind nur ein Teil unserer Strategie. Innovation braucht neben Offenheit und Neugier auch den Dialog mit unterschiedlichsten Zielgruppen. Wir folgen dem Konzept der Open Innovation, beziehen Mitarbeiter, Kunden und andere Innovationstreiber in unsere Aktivitäten mit ein – und über Wayra eben auch Startups! Dabei profitieren wir natürlich ungemein vom Austausch innerhalb des Telefónica-Konzernverbunds, insbesondere von der Zusammenarbeit mit Telefónica Digital. So sind wir in ein weltweites Netzwerk eingebunden und können globale Entwicklungen frühzeitig erkennen, mitgestalten und in maßgeschneiderte Produkte für unseren Markt umsetzen.

Welche Rolle spielt Telefónica Deutschland in diesem Netzwerk?

Deutschland ist ein hervorragender Nährboden für Innovationen, mit einem starken Automobilsektor und einem robusten Retailmarkt. Vor diesem Hintergrund wollen wir mit unserem Innovationsmanagement auch innerhalb der Telefónica-Gruppe eine Vorreiterrolle einnehmen. Und 2012 haben wir bereits wichtige Schritte getan, um dieses Ziel zu erreichen.

Mit konkreten Ergebnissen?Fernando Burgos, Telefónica

Ja, natürlich. Vergangenes Jahr haben wir verschiedene Produkte konzipiert und entwickelt, die 2013 zur Marktreife gelangen. Nur zwei Beispiele: Wir haben 2012 ein innovatives Versicherungskonzept weiterentwickelt, das Kfz-Versicherungen revolutionieren könnte. Oder Digital Signage: eine neue Dienstleistung, mit der wir uns das Segment der kleinen mittelständischen Betriebe erschließen wollen.

Also den Laden von nebenan?

Genau den – und den Bäcker, den Schneider, die Reinigung, den Kiosk und viele andere. Alle diese Unternehmen wollen schnell und unkompliziert mit ihren Kunden in Kontakt treten, über ein modernes Medium. Für diese Kunden bauen wir die technischen Hürden ab, verschaffen ihnen Zugang zu digitalen Werbeformen.

Welchen Nutzen hat Telefónica Deutschland davon?

Wir erschließen uns ein neues Marktsegment, mit hohem Potenzial auf Wachstum und zusätzliche Umsätze in den kommenden Jahren. Neue Märkte, neue Potenziale, neue Chancen – das ist es doch, worum es bei Innovationen geht!

Fotos: 1 Andreas J. Focke, 2 und 4 Frank Röthel, 3 Telefónica
Abonnieren
Blogbeiträge per E-Mail
Blog-Archiv