Telefonica Millennial StudieDie Millennials gehen ihren Weg. Als Telefónica im Juni die weltgrößte Untersuchung über junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren veröffentlichte, war manches Ergebnis überraschend. Die deutschen Millennials sind anscheinend viel erwachsener als ihre internationalen Altersgenossen, zeigt die Telefónica Global Millennial Studie. Sie sind konservativer und haben oft mehr Sorgen, obwohl es kaum Gründe dafür gibt. Woran das wohl liegt?

„Deutsche sind Europas Sorgenmeister, bringt SPIEGEL online gerade eine ganz neue Umfrage des GfK-Vereins auf den Punkt. Obwohl die Arbeitslosigkeit im Dauertief verharrt, die Wirtschaft wächst und sogar die Löhne steigen, fallen Deutschen auf Nachfrage die meisten Probleme ein, die dringend gelöst werden müssten. Die Iren denken dagegen doppelt so positiv, obwohl sie die Wirtschaftskrise besonders hart traf. Die Arbeitslosigkeit hat sich in Irland verdreifacht und die Staatsschuldenquote sogar vervierfacht. Was ist bloß mit diesen Deutschen los? Die Jungen sehen wenigstens einen Lichtblick: Moderne Technik macht ihr Leben besser, zeigt die Telefónica Global Millennial Studie.

Millennial-Generation: Technologie als Chance erkannt

Die deutschen Millennials glauben an das eigene Potenzial und an den Nutzen neuer Technologien. Vor allem faszinieren sie die vielfältigen Möglichkeiten, die neue Technologien bieten. Die Millennials bekennen sich zum Einfluss, den Technologie auf ihr Leben hat, messen traditionellen Werten aber mehr Bedeutung bei als ihre internationalen Altersgenossen.

Telefonica Millennials Studie 2013 - Technologie verbessert Chancen für alle

Telefonica Millennials Studie 2013 – Technologie verbessert Chancen für alle

Junge Erwachsene in Deutschland sehen Technologie als Enabler: 81 Prozent der deutschen Millennials sind überzeugt, dass Technologie bessere Chancen für alle bietet statt nur für einige wenige. Weltweit glauben das nur 69 Prozent.

Allerdings sorgen sich auch mehr als drei Viertel der deutschen Millennials (77 Prozent), dass die Schere zwischen Arm und Reich durch Technologie größer werden könnte. Weltweit befürchten das nur weniger als zwei Drittel der Millennials (62 Prozent).

Immerhin: 81 Prozent der deutschen Millennials finden auch, dass sie technologisch auf dem neuesten Stand sind. Weltweit bestätigen das nur 75 Prozent. Ganz erwachsen haben deutsche Millennials die Technologie als Vorteilsbringer erkannt und nutzen sie gern. Aber wichtig sind ganz andere Werte. Es sind wahrscheinlich dieselben, die schon ihre Großeltern genannt hätten.

Deutsche Millennials: Neue Technik und alte News

Familie, Freunde und Schule sind für deutsche Millennials wichtigere Einflussfaktoren für ihr Leben als für die Millennials in anderen Ländern. Dabei sind die jungen Erwachsenen in der Bundesrepublik anscheinend sehr gesellig: 74 Prozent nennen ihre Freunde als wichtigen Einflussfaktor, während der internationale Durchschnitt bei gerade mal 56 Prozent liegt. Auch die Schule scheint in Deutschland sehr wichtig zu sein. Sie bekommt 72 Prozent und wird international nur von 61 Prozent benannt. Selbst die Familie ist in unserer Ein-Kind-Gesellschaft wichtiger als im Rest der Welt: 87 vs. 85 Prozent, sagen die Millennials. Da kann die Technologie nicht mithalten. Ihr Einfluss auf das eigene Leben rangiert in Deutschland auf dem vierten Platz. 20 Prozent benennen sie als wichtigen Faktor, während es international 30 Prozent sind.

Da wundert es kaum, dass junge Erwachsene in Deutschland auch traditionelle Medien wie gedruckte Zeitungen und Fernsehen häufiger nutzen als ihre internationalen Altersgenossen. Die deutschen Millennials haben viel neue Technik, aber sie informieren sich vergleichsweise altmodisch.

Weitere Fakten über Millennials in Deutschland als Infografik:

Telefonica Millennial Studie 2013: Infografik Millennial Leaders Germany
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