20130711-mobilfunkmonitor-smartphone_610x285Der neue Mobilfunkmonitor bringt es an den Tag: Fast die Hälfte (45 Prozent) aller Mobilfunkkunden verwenden inzwischen Smartphones. Damit hat diese Gruppe die Möglichkeit, mobil ins Internet zu gehen. Im Umkehrschluss gilt aber auch: Mehr als die Hälfte der Kunden arbeitet noch mit reinen Tastenhandys mit höchstens rudimentären Internetfunktionen. Hier liegen zentrale Entwicklungsmöglichkeiten für den gesamten Mobilfunkmarkt.

Eine besondere Gruppe bilden die Mobilfunkkunden, die zwar ein Smartphone besitzen, aber damit bisher noch nicht Online gehen. Obwohl alle Voraussetzungen erfüllt sind, nehmen 24 Prozent die entsprechenden Funktionen ihres Smartphones nicht in Anspruch – ein enormes Potenzial und damit eine Möglichkeit, zukünftig weitere Nutzer für das mobile Internet zu gewinnen. Das diese Einschätzung durchaus realistisch ist, zeigen wieder die Zahlen: Unter denen, die trotz Smartphone das mobile Internet heute noch nicht nutzen, interessiert sich annähernd die Hälfte ausdrücklich dafür.

Allnet-Flats helfen Einsteigern …

Um es diesen Einsteigern in das mobile Internet leicht zu machen, setzen die Mobilfunk-Unternehmen auf einfache attraktive Tarifmodelle wie beispielsweise Allnet-Flats oder technische Unterstützung für das mobile Web. Hilfreich ist eine Analyse der Ursachen für die bisherige Ablehnung: Angst vor komplizierter Handhabung der Endgeräte oder Bedenken hinsichtlich der Sicherheit sind nur für sehr wenige Nutzer entscheidende Einwände. Vielmehr legt ein Großteil der Befragten eine grundlegende Skepsis an den Tag: Bei ihren Antworten gaben 62 Prozent der Nicht-Nutzer an, Telefonie und SMS seien für sie als Handy-Funktionen ausreichend, dagegen können 53 Prozent (Mehrfachnennungen waren möglich) den Sinn eines mobilen Netzzugangs nicht erkennen. Vermutlich müssen dieser Personengruppe die Mehrwerte eines mobilen Internetzugangs näher gebracht werden, um sie für die damit verbundenen, zahlreichen Möglichkeiten zu begeistern.

… und Aufgeschlossenen

Eine leichter zu überzeugende Gruppe sind hingegen diejenigen Befragten, deren Vorbehalte sich leicht beheben lassen oder bereits behoben sind. So geben 38 Prozent der Nicht-Nutzer an, sie hätten kein geeignetes Gerät. Dieses Problem wird sich eher kurz- als mittelfristig von selbst lösen, da beim Austausch alter oder defekter Handys die weit überwiegende Mehrheit mittlerweile zum Smartphone greift. Bemerkenswerter Randaspekt: Selbst zehn Prozent der Smartphone-Nutzer gehen davon aus, dass ihr Gerät nicht fürs mobile Internet gedacht ist – ein Informationsdefizit, das sich durch eine entsprechende Informationskampagne leicht beheben lässt.

Verbleiben noch 30 Prozent der Nicht-Nutzer, die den Zugang zum mobilen Internet immer noch als zu teuer empfinden. Hier muss allerdings weiter differenziert werden: Teure Highspeed-Zugänge, wie sie im Zusammenhang mit LTE derzeit von einigen Anbietern beworben werden, sind ein wesentliches Hindernis für eine größere Akzeptanz mobiler Webnutzung in Deutschland. Dagegen ist das Preisniveau mit Allnet-Flats für unbegrenztes Telefonieren in alle Netze auf unter 20 Euro im Monat gefallen. Hier gilt es, Aufklärungsarbeit zu leisten – günstiger sind nur noch sehr wenige Tarife, die überdies keinen Internetzugang enthalten.

Über den Mobilfunkmonitor:

Der Mobilfunkmonitor 2013 basiert auf einer bundesweiten, bevölkerungsrepräsentativen Umfrage durch TNS Infratest im Auftrag der E-Plus Gruppe. Befragt wurden 2.013 Haushalte über das CATI-Verfahren (Computer Assisted Telephone Interview). Unter den Befragten waren 1.682 Mobilfunknutzer. Die Befragung wurde im Februar 2013 durchgeführt.

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