Telefonica Millennial Studie Chancen erkennen und Chancen wahrnehmen ist oft nicht dasselbe. Das zeigt auch die Telefónica Global Millennial Studie. In Politik und Wirtschaft stehen zwar viele Türen offen, sagen die Befragten in Deutschland. Aber es fehlt offenbar Motivation, solche Gelegenheiten zu nutzen. Ihre Gründe nennen die Befragten auch. Sie sollten nicht nur von Politikern gehört werden, denn schließlich wird im Herbst der Bundestag gewählt.

Die Zahlen sprechen für sich: Zwei Drittel der jungen Erwachsenen in Deutschland sind der Meinung, in ihrem Land etwas bewegen zu können. Das sind gute Nachrichten und mit ihrer Haltung schneiden die deutschen Millennials im internationalen Vergleich damit relativ gut ab. In Westeuropa sind nämlich weniger Befragte dieser Meinung (59 Prozent). Gleichzeitig gibt mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland an, sich nicht an politischen Prozessen zu beteiligen. Immerhin: Für ihr Engagement in Politik und Gesellschaft suchen sie neue Wege mithilfe von Technologie.

Deutsche Millennials: Politik repräsentiert uns nicht

Telefonica Millennials Study 2013 - Government does not reflect my values

Telefónica Millennials Studie 2013 – Die Politik vertritt nicht meine Interessen

Einen Grund für die geringe Beteiligung am politischen Diskurs liefern sie in der Befragung gleich mit: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) sehen sich vom politischen System in Deutschland nicht ausreichend repräsentiert. Zwei Drittel geben an, manchmal oder nie an politischen Prozessen wie Wahlen teilzunehmen. Im weltweiten Vergleich ist die Unzufriedenheit der europäischen Millennials damit am höchsten (Grafik rechts). In Staaten mit hoher Jugenarbeitslosigkeit mag das nicht so verwunderlich sein, aber in einem Land wie Deutschland ist die Zahl schon fast erschreckend – sind Jugendliche hierzulande doch deutlich weniger von den Auswirkungen der Schuldenkrise betroffen als Schüler und Studenten in Spanien oder in Portugal.

Am Informationsangebot kann es nicht liegen: 76 Prozent der befragten Millennials in Deutschland fühlen sich mittels Technologie besser über die politischen Vorgänge im Land informiert. Mehr als die Hälfte findet, die Regierung sei durch Technologie transparenter geworden. Für 72 Prozent spielen Soziale Medien eine wichtige Rolle bei aktuellen politischen Ereignissen und Bewegungen im Land.

Präferenz: Lieber angestellt als Unternehmer

Telefonica Millennials Studie 2013 - Opportunity to become entrepreneur

Telefonica Millennials Studie 2013 – Chancen und Bedingungen für Gründer

In Fragen der Wirtschaft sehen Jugendliche in Deutschland viele Möglichkeiten für das Unternehmerdasein, tatsächlich ist es ihnen aber gar nicht so wichtig: 73 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland glauben, dass sie die Möglichkeit haben, in ihrem Land ein Unternehmen zu gründen. Ähnlich viele Junge Menschen in Nordamerika, Asien und Lateinamerika sind dieser Ansicht (siehe Grafik). Damit sticht Deutschland gegenüber seinen Nachbarländern deutlich heraus: In ganz Westeuropa sind nämlich nur 55 Prozent dieser Meinung. Allerdings – und hier sind wir wieder bei der anfangs erwähnten Chancenverwertung – ist es nur für jeden dritten jungen Deutschen (30 Prozent) überhaupt wichtig, unternehmerisch tätig zu sein. Weltweit sind es fast doppelt so viele (55 Prozent).

Auch das mag ein Grund dafür sein, dass die Startup-Szene in anderen Ländern oft besser entwickelt ist. Nicht zuletzt deswegen trägt Telefónica mit dem Startup-Programm Wayra dazu bei, das Unternehmertum und technische Innovationen unter jungen Gründern auch in Deutschland zu fördern. Denn dort entstehen die Arbeitsplätze von morgen.

Fakten über Millennials als Infografik:

Telefonica Millennial Studie 2013: Infografik Millennial Leaders Germany

Embed Code für die Infografik „Millennials in Deutschland“:

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