20130814-roaming-tarife-1411-775x362cNoch vor wenigen Jahren galt das Telefonieren und Surfen mit dem Mobiltelefon im Ausland – das sogenannte Roaming – fast als Luxus, inzwischen möchte jedoch kaum ein Reisender auf den Komfort eines mobilen Begleiters verzichten. Diese Kehrtwende ist einem gesellschaftlichen Wandel, aber auch dem Preisverfall der vergangenen Jahren zu verdanken. Immer neue Angebote der Anbieter und der Eingriff in die Preisgestaltung durch die EU-Regulierung haben die Kosten im Ausland für Prepaid- und Vertragskunden in den vergangenen Jahren deutlich reduziert.

Ein Blick in die Fußgängerzone oder an die nächste Bushaltestelle offenbart es. Kaum jemand möchte in der heutigen Zeit auf den Komfort eines modernen Smartphones verzichten. Als Allrounder haben sich die handlichen und nützlichen Geräte inzwischen in allen Gesellschaftsschichten etabliert.

Fotografieren, Mails schreiben, Nachrichten und Wetter in Echtzeit abrufen und die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel prüfen. Oder unterwegs in den sozialen Netzwerken nachsehen, wo die Freunde stecken: das sind nur einige wenige der vielen Dienste, auf die kaum jemand unterwegs verzichten mag. Auch im Ausland werden diese Applikationen inzwischen zunehmend und wie selbstverständlich genutzt. Damit nützliche Funktionen wie die Online-Navigation per Smartphone auf Mallorca allerdings nicht unerwartete Löcher in die Urlaubskasse reißen, haben sowohl Anbieter als auch EU-Regulierer in den vergangenen Jahren vorgesorgt. Mit sogenannten Daten-Roaming-Limits („Cut-Off-Limit“), die das mobile Surfen im Internet automatisch blockieren, wenn eine voreingestellte Kostengrenze erreicht ist, kann das Smartphone inzwischen weltweit sorglos genutzt werden. Darüber hinaus erlauben es weitere Extras, wie das von BASE im Roamingtarif „TOP Reisevorteil Plus“ angebotene, kostenlose 10 Megabyte-„Schnupper-Datenvolumen“, das Internet-Surfen nicht an einer Staatsgrenze innerhalb der EU zu beenden.

Roamingpreise sinken weiter

Auch im Urlaub immer online: Das Hochladen von Fotos in sozialen Netzwerken aus dem Ausland wird bei Reisenden immer beliebter.

Auch im Urlaub immer online: Das Hochladen von Fotos in
sozialen Netzwerken aus demAusland wird bei
Reisenden immer beliebter.

Das allerings war nicht immer so: Tatsächlich gab es eine Zeit, in der es deutlich kostspieliger war, mit dem Handy oder Smartphone in den Urlaub zu fahren. So bezahlten Mobilfunkkunden im Sommer 2007 für ein fünfminütiges Telefonat innerhalb der EU maximal 2,90 Euro. Nur sechs Jahre später hat sich der Preis bereits mehr als halbiert: heute bezahlen Verbraucher für ein 5-Minuten-Gespräch aus einem EU-Reiseland wie Spanien oder Italien nach Hause höchstens 1,40 Euro.

Weitaus stärker fiel der Preis in den vergangenen Jahren für das mobile Internet im Ausland. Von etwas mehr als sechs Euro für ein Megabyte (2008) sanken die Preise wenige Jahre später auf nur noch 49 Cent. Und wer gezielt in der Hauptreisezeit nach Angeboten sucht, wird schnell fündig und kann den Preis pro Megabyte nochmals reduzieren. So bieten Mobilfunkmarken wie BASE spezielle „EU-Reisepakete“ für Smartphone-Nutzer an. Das darin enthaltene und für einen Zeitraum von acht Tagen geltende Datenvolumen von 150 bzw. 300 Megabyte reicht aus, um die Bedürfnisse der Mehrheit der Verbraucher im Ausland abzudecken. Mails checken, auf Facebook posten oder übliche Nachrichten-Apps wie Spiegel online oder tagesschau.de aufrufen – all das ist mit den Volumenpaketen möglich und kostet umgerechnet nur 7 Cent pro Megabyte. So günstig war es nie. Bei diesen Preisen lohnt sich, das Smartphone auch im Urlaub weiter zu nutzen.

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