20130918-bpb_wom_startseite_btw2Nach Monaten des Wahlkampfes nähert sich nun endlich der große Tag: Diesen Sonntag, am 22. September, findet die Bundestagswahl 2013 statt. Doch haben die Kandidaten und Parteien in ihren Debatten und Infoveranstaltungen die Bürger ausreichend aufgeklärt? Viele Wähler sind noch unentschlossen. Eine Unterstützung zur Meinungsbildung bieten nützliche Wahl-Apps.

Fragen über Fragen

Jedes Mal zur Wahlzeit bietet die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) auf ihrer Website den Wahl-O-Mat an. Und den gibt es auch als praktische App für Smartphone und Tablet! Flächendeckender Mindestlohn? Autobahn-Maut? Gesetzliche Frauenquote? Beliebig oft kann man in der Anwendung Aussagen zu aktuellen politischen Themen zustimmen, nicht zustimmen oder als neutral bewerten. Der Wahl-O-Mat ermittelt anhand der Beantwortung, welche Partei tendenziell am besten zu einem passt. Denn genau denselben Fragenkatalog haben alle zur Bundestagswahl 2013 zugelassenen Parteien auch beantwortet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAManuell kann ausgesucht werden, welche Parteien in der Auswertung berücksichtigt werden sollen. Am Ende wird prozentual angezeigt, wie gut oder schlecht der eigene Standpunkt mit dem der jeweiligen Partei übereinstimmt. Dabei ist der Wahl-O-Mat nicht als Wahlempfehlung zu betrachten – lediglich als Unterstützung beim Finden einer passenden Partei. Dazu bietet die App neben dem „Meinungs-Test“ auch umfangreiche Informationen zu den Kandidaten und Parteien sowie ein „Wahllexikon“. So können sich die App-Nutzer ein genaueres Bild zu den Kandidaten machen und sind auch sonst rundum bestens informiert und für die am Wochenende anstehende Wahl vorbereitet.

Und täglich grüßt der virtuelle Stimmzettel

Ein wenig anders als der Wahl-O-Mat geht das Wahlbarometer an das Thema Bundestagswahlen 2013 heran. In dieser App kann der Nutzer täglich ein Kreuzchen auf dem virtuellen Stimmzettel für seinen favorisierten Kandidaten beziehungsweise seine Lieblingspartei setzen. So können während des Wahlkampfs Trends abgebildet werden. Gab es Skandale um eine Partei oder einen Politiker? Oder eine besonders gute Argumentation eines Kandidaten? Viele Faktoren beeinflussen täglich die Meinung der Wähler, bevor diese am 22. September endgültig ihre Entscheidung fällen und ihr tatsächliches Kreuz setzen. Das Wahlbarometer gibt diese Meinungsentwicklung (nicht ganz repräsentativ) wider. Und auch Meinungsbildung ist den Entwicklern der App wichtig: Zwischen den Wahlgängen wird einiges an Werbung gezeigt.

Wählen (zu) leicht gemacht

Kleine Spielereien helfen über den Wahlkampf-Dschungel hinweg und lassen Politik einmal ganz einfach aussehen: Wer trotz der vorgestellten Apps immer noch keinen Lieblingskandidaten auserkoren hat, der sollte den Kanzler-Baukasten von Arte ausprobieren – mit ihm gibt es immerhin virtuell den persönlichen idealen Kandidaten. Und ein bisschen Hoffnung auf mehr Entscheidungsfreudigkeit am Sonntag.

Wer sich noch weiter über die Wahlen 2013 informieren möchte, sollte einmal im BASE_camp in Berlin vorbeischauen, das derzeit zum BASE_wahlcamp umgestaltet wurde.

Für die politische Bildung und Wahlentscheidung helfen diese Apps weiter – funktionieren tun sie allerdings nur auf einem Smartphone oder Tablet mit passendem Datentarif. Und da steht BASE ganz oben mit auf der Liste der Kandidaten.

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