Claudia von Bothmer, Telefonica Deutschland

Claudia von Bothmer
Head of Corporate Responsibility bei Telefónica Deutschland

Bildung ist ein zentrales Thema für Länder wie Deutschland, die sich auf dem Weg in die Wissensgesellschaft befinden. Auf der bedeutendsten deutschen Fachkonferenz zum Thema Bildung – dem Vision Summit – diskutieren einmal jährlich Lehrer und Schüler mit Bildungsexperten, Philosophen, NGO- und Unternehmensvertretern über die Zukunft des Bildungssystems in Deutschland.

Auf dem Kongress in Berlin geht es dabei um konkrete Chancen für die Weiterentwicklung der Bildungsangebote in Deutschland. Telefónica steuerte in diesem Jahr wichtige Erkenntnisse über die Jugend in Deutschland bei: Claudia von Bothmer, Head of Corporate Responsibility, präsentierte auf deutschlands innovativer Bildungskonferenz die Ergebnisse der Telefónica Global Millennial Studie – die weltweit größte Studie über die sogenannte „Millennial-Generation“ und sprach auch über die Erfahrungen, die Telefónica Deutschland mit dieser Zielgruppe in dem Jugendprogramm Think Big macht.

Wie die junge Generation tickt und welchen Stellenwert digitale Technologie für sie einnehmen, das hat für Telefónica als internationales Telekommunikationsunternehmen einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund hat der Konzern in diesem Jahr erstmals die Telefónica Millennial Survey durchgeführt. Die Inhalte der Studie fügten sich nahtlos in das Fachprogramm des Vision Summit 2013 ein: Themenschwerpunkt in Berlin war nämlich „EduAction – Lernkultur Potenzialentfaltung“.

Soziale Kompetenzen Schlüssel für beruflichen Erfolg

Dr. Richard David Precht

Philosoph und Vordenker
Dr. Richard David Precht bei seiner Keynote auf dem Vision Summit 2013

Bereits in der Eröffnungsrede wies Philosoph Dr. Richard David Precht darauf hin, dass wir uns mitten in einer Bildungsrevolution befinden. Diese ist unter anderem getrieben von der Digitalen Revolution und somit unvermeidlich. Die Anforderungen an die heutige Jugend im 21. Jahrhundert sind andere als noch vor einigen Jahren. Auch Visionär und Vordenker Prof. Dr. Gunter Dueck bereicherte mit seinem Vortrag den Vision Summit 2013. Der frühere Technik-Vorstand von IBM fragte in seiner Keynote: „Welche Kompetenzen brauchen wir angesichts der Digitalisierung traditioneller Arbeit?“ und begeisterte mit seinem Vortrag das Publikum. Berufliche Karrieren gründen sich künftig immer weniger auf Auswendiglernen, denn Informationen stehen dank Smartphones und Google überall zur Verfügung. Künftiger beruflicher Erfolg basiert vielmehr auf lebenslangem Lernen und sozialen wie kreativen Kompetenzen.

Diese Aussagen untermauert auch das Ergebnis der Telefónica Millennials Studie. „Aufgewachsen um die Jahrtausendwende, sind die heute 18- bis 30-Jährigen die erste Generation, die mit digitalen Medien aufgewachsen ist“, sagte Claudia von Bothmer von Telefónica bei der Vorstellung der Studienergebisse. „Sie nutzen Smartphones und Tablets wie ihre Eltern Papier und Stift und schätzen die Möglichkeiten, die Technologien ihnen bieten.“ Die Telefónica-Expertin zeigte bei der Präsentation der Studienergebnisse zudem auf, dass junge Menschen im Jugendprogramm Think Big ihre Ideen mithilfe der digitalen Technologien umsetzen und groß machen können. „Jugendliche haben Lust etwas mit neuen Technologien zu gestalten und die Welt ein wenig besser zu machen“, sagte sie. „Dabei beobachten wir, dass es für sie wichtig ist, ein Risiko eingehen und auch mal scheitern zu dürfen.“ Genau dies sei auch ein wesentliches Merkmal der Millennials als Basis für Unternehmertum und Eigeninitiative.

Vision Summit 2013 Dr. Heike Kahl, DKJS (3. von rechts)

Dr. Heike Kahl, DKJS (3.v.r.) diskutierte auf dem Vision Summit
u.a. mit Mathematiker, Autor und Philosoph Gunter Dueck (links)

Die Bedeutung der Telefónica Studie unterstreicht auch Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS): “Die Studie füllt eine Lücke in der internationalen Studienlandschaft. Bisher gibt es zu wenige Vergleichsdaten zu den jungen Erwachsenen und ihren Perspektiven. Die Ergebnisse liefern daher wertvolle Anknüpfungspunkte für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie zeigen, dass wir gemeinsam dafür sorgen müssen, den Gestaltungwillen und Mut zu Veränderung dieser Generation zu nutzen. Das ist die zentrale Ressource für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.”

„Dass die anstehenden Herausforderungen im Bildungswesen nur gemeinschaftlich gelöst werden können, wurde auch beim Vision Summit deutlich. Neben Schülern und Lehrern diskutierten Vertreter aus Unternehmen und Zivilgesellschaft und versuchten, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, so Kahl.

Insgesamt reisten 1.350 Teilnehmer zur Konferenz nach Berlin. Weitere 500 nahmen an den vorgelagerten Tagesworkshops teil. Statt abstrakter Bildungsreformdiskussionen diskutierten sie auch auf Basis der Erkenntnisse aus der Telefónica Millennials Studie über konkrete Beispiele und Angebote für besser gelingende Bildung.

Den Text auf englisch anzeigen.

Eindrücke vom Vision Summit 2013

Telefónica Deutschland mit der Millannials Studie auf dem Vision Summit 2013 in Berlin
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