Stanislav, Daniel und Anna-Sophie von Telefónica vor Soccer City auf der OYW 2013

Stanislav, Daniel und Anna-Sophie waren gemeinsam
mit unserer Blog-Autorin Katrin für Telefónica auf der OYW 2013

Bis zum Samstag lief in Johannesburg die One Young World (OYW). Die größte Jugendkonferenz der Welt kam in diesem Jahr nach Afrika und ich konnte Telefónica Deutschland zusammen mit meinem Kollegen Stanislav Uschpol als Delegierte vertreten. Gemeinsam mit zwei Teilnehmern des Jugendaktionsprogramms Think Big erlebten wir eine quirlige Konferenz für Young Global Leaders, auf der Friedensnobelpreisträger Kofi Annan seine Ideen für eine gerechtere Welt präsentierte und der Starkoch Jamie Oliver laut darüber nachdachte, wie verrückt unsere Welt ist: Viele Menschen müssen hungern und dennoch leiden immer mehr Leute an Fettleibigkeit. Wie geht das zusammen? Aber der Reihe nach…

Für Telefónica ist nicht erst seit der im Sommer vorgestellten Global Millennials Studie wichtig, wie die junge Generation tickt. Der stetige Wandel ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Das müssen besonders Unternehmen beachten, wenn sie auch morgen noch erfolgreich sein wollen – und die jungen Menschen stehen ganz besonders für den Wandel. Das ist auch ein Grund, warum wir in Südafrika dabei sein konnten: Auf der Konferenz in #Joburg ging es darum, wie die junge Generation die Welt verändert. Diesen jugendlichen Geist kann man schwer beschreiben – man muss ihn erleben. Und wo geht das besser als auf einer Konferenz, auf der tausende junge Menschen aus mehr als 180 Ländern zusammen kommen?

Kofi Annan: Gerechtigkeit ist in allen Ländern ein Thema

Kofi Annan bei der Eröffnungszeremonie der One Young World 2013 - Foto (c) One Young World

Kofi Annan bei der Eröffnungszeremonie der One Young World

Für uns war es eine großartige Erfahrung, so viele berühmte und inspirierende Redner erleben zu dürfen. Ein Höhepunkt folgte auf den anderen: Kofi Annan (sieben Jahre lang Generalsekretär der Vereinten Nationen), Sir Richard Branson (Milliardär und Ballon-Weltumsegler aus England), Sir Bob Geldorf (Rockmusiker und Initiator Live Aid-Konzerte), Prof. Muhammad Yunus (Miterfinder der Mikrokredite und auch ein Träger des Friedensnobelpreises) – und das sind nur einige Beispiele.

Doch es wurde nicht nur von der Bühne geredet. Die Plenarsitzungen wechselten sich ab mit handfesten Diskussionen und kleineren Arbeits-Workshops zu spezifischen Themen. Die #OYW lieferte einen Überblick über die großen Herausforderungen unserer Welt, die man zwischen den Sessions und am Abend auch gleich mit Jugendlichen aus Saudi Arabien, Kenia, Südafrika, Mexiko oder Indien besprechen konnte. Die One Young World ist eines der wenigen Events, auf dem man mit Leuten von jedem Kontinent an einem Abend sprechen kann.

Unsere vielen Erlebnisse während der vier Tage lassen sich kaum in den wenigen Zeilen eines Blog-Artikels zusammenfassen. Deshalb greife ich einmal die Themen heraus, die mich am meisten bewegten:

Jamie Oliver schaltete sich per Livestream zur One Young World und diskutierte mit

Jamie Oliver schaltete sich per Livestream zur One Young World und diskutierte mit

  • In Jamie Olivers Skype-Session über die Food Revolution erfuhren wir, dass wir möglicherweise die erste Generation sind, die kürzer als ihre Eltern leben wird. Dafür soll unsere Ernährung verantwortlich sein.
  • Stark besucht waren auch die Plenarsitzungen zu den Themen Bildung und Menschenrechte. Der emotionalste Moment war für mich, als Amanda aus den USA von ihrer Vergewaltigung erzählte und ihren weiteren Werdegang beschrieb. Sie forderte uns alle auf, das Thema mutig anzusprechen und nicht einfach totzuschweigen. Allein in den USA soll eine von fünf Frauen das Opfer von groben sexuellen Übergriffen sein.
  • Bei der Breakout Session im Waisenheim Goleen Ark in Soweto entwickelten wir einen Business Plan für eine Bäckerei, die sie dort eröffnen wollen. Das war ein guter Kontrast zu den Konferenzräumen, weil wir endlich selbst mit anpacken und gleich konkret etwas bewegen konnten.
  • Bei der Special Session von Decoded ging es um die Frage: Welche Programmiersprachen gibt es eigentlich? Sie zeigte uns auf, welche Entwicklungen bereits möglich sind und was alles noch kommen wird. Das ist extrem wichtiges Wissen, wenn man die digitale Revolution auch selbst mitgestalten will.
  • Business Beyond Profit: Darum ging es bei der Plenarsitzung über die globale Wirtschaft. Die Unternehmen müssen heute einfach erkennen, dass auch sie einen Beitrag leisten müssen und eine große Verantwortung für die Gesellschaft tragen.

Eröffnung in Soccer City: Vuvuzela in der Arena

Anna-Sophie Braun war ebenfalls als Delegierte von Telefónica auf der One Young World: „Zur Eröffnungszeremonie in Soccer City waren viele Schulkinder eingeladen – sie machten ordentlich Lärm mit ihren Vuvuzelas – so kam gleich zu Beginn ein bisschen WM-Atmosphäre auf. Anna Sophie Braun

Von den Themenschwerpunkten auf der Konferenz fand ich Bildung und Menschenrechte am interessantesten: Dort wurden viele interessante Projekte vorgestellt. Und fast durch alle Themen hindurch wurde betont, wie wichtig die Förderung von Mädchen und Frauen ist. Besonders gefallen hat mir dabei, dass sich auch Männer für die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern stark gemacht haben.

Absolut einmalig waren für mich die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Leuten und Jugendlichen aus allen erdenklichen Ländern. Viele haben bereits wahnsinnig tolle und innovative Projekte ins Leben gerufen und sie motivierten uns andere Teilnehmer dazu, eigene Projekte zu starten.“

Telefónica setzt sich mit verschiedenen Programmen dafür ein, die Zukunftsperspektiven für die junge Generation zu verbessern. So fördert Think Big die Ideen und Kompetenzen junger Menschen, die im Programm die Chance bekommen, ihr Potenzial mit Hilfe digitaler Medien zu entfalten und in eigenen kleinen Projekten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten konkret anzuwenden.

Über das Talentum-Programm setzt das Unternehmen auf junge Menschen und bietet ihnen internationale Entwicklungschancen. Und über den Startup-Accelerator Wayra unterstützt der Konzern junge Startup-Unternehmen und unterstützt sie in der schwierigen Anfangsphase mit Kapital, Know-How und Kontakten. Damit diese Förderung zielgerichtet erfolgt, hat der Konzern mit der Global Millennials Studie in diesem Jahr erstmals untersucht, was junge Menschen antreibt und wer die Treiber des Wandels sind. Mehr dazu steht hier.

One Young World: Die Kraft, die Welt zu verändern

The power to change the world

Live-Abstimmung im Plenarsaal: 79 Prozent der Anwesenden
waren der Meinung: Die junge Generation hat die Kraft, die Welt zu verändern.

Die Konferenz kann nur der Start sein, jetzt geht es darum, selbst weiter aktiv zu werden und die großen Reden und Diskussionen in Taten umzusetzen.

Und was nehme ich von der #OYW für mich und für Telefónica mit?

Über Lösungsansätze zu reden ist gut, doch auf die Umsetzung kommt es an. „Einfach machen!“, lautet deshalb unser Motto bei Telefónica in Deutschland. Das bedeutet: Schnell loslegen, ohne die Prozesse zu kompliziert zu gestalten. So lassen sich schneller Resultate erzielen.

Gemeinsam geht das natürlich alles besser. Gleichgesinnte und ein gutes Netzwerk helfen ungemein, wenn man den Wandel vorantreiben möchte. Dabei helfen vor allem frische Gedanken, deshalb sollten die Entscheider in Politik und Wirtschaft uns jungen Menschen mehr Vertrauen schenken. Denn gemeinsam haben wir die Kraft, die Welt zu verändern.

Noch ist übrigens offen, wer 2014 für Telefónica zur Young One World nach Dublin fahren wird. Wir möchten wieder Mitarbeiter und Jugendliche von Think Big entsenden. Vielleicht fährst … Du mit?

One Young World: Fotos aus Südafrika

Fotos von Katrin, Anna-Sophie und Daniel sowie offizielle Impressionen von der One Young World 2013
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