20131129-kopie-von-preisverleihung-des-schreibwettbewerbs-des-bundesverbandes-alphabetisierung-und-grundbildung-25112013-0728-610x362cIn dieser Woche ehrte der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. gemeinsam mit der E-Plus Gruppe die drei Gewinnerinnen des Schreibwettbewerbs 2013. Der jährliche Schreibwettbewerb wurde vom Bundesverband mit Unterstützung der E-Plus Gruppe initiiert. Zuvor waren bundesweit Erwachsene Lernende aus Lese- und Schreibkursen aufgerufen, zu dem Motto „Das kann ich jetzt“ Bilder und Texte einzureichen.

Die Preisträgerinnen Peggy, Rosemarie und Marianne kommen aus Oldenburg, Herten und Berlin. Sie konnten mit ihren Geschichten nicht bloß die Jury, sondern auch das Publikum auf facebook begeistern.

Aus der Nische ins Rampenlicht

20131129-preisverleihung-des-schreibwettbewerbs-des-bundesverbandes-alphabetisierung-und-grundbildung-25112013-0844-1024x683

Funktionale Analphabeten können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, nicht jedoch zusammenhängende Texte verstehen. Die Thematik wird noch immer als Nischenproblem angesehen, obwohl mehr als vierzehn Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung betroffen ist. Nur etwa 20.000 von ihnen besuchen Lese- und Schreibkurse. Mit dem Schreibwettbewerb werden Lernende dazu motiviert, sich mit ihren eigenen Erzählungen als Autoren zu betätigen.

Die Jury, bestehend aus dem Kinderbuchautor und ehemals Betroffenen Tim-Thilo Fellmer, Schauspieler Heio von Stetten und Harald Geywitz von der E-Plus Gruppe, hatte die schwierige Aufgabe die fünf besten Texte aus allen Einsendungen auszuwählen. Die letzte Entscheidung traf dann die Online Community: Auf der Facebook-Seite des Bundesverbandes wurden die drei Preisträgerinnen ermittelt.

Bei der feierlichen Auszeichnung im BASE_camp beeindruckten die Gewinnerinnen das Publikum nicht nur mit ihren Texten, sondern auch mit ihren bemerkenswerten Lebensgeschichten. So hatte sich die Berlinerin Peggy erst vor einem Jahr entschlossen, die Hürde zu meistern und lesen und schreiben zu lernen. Heute stellt sie sich der Öffentlichkeit. Mit ihrer Geschichte will sie anderen Betroffenen Mut machen, sich der Herausforderung Lesen und Schreiben zu lernen zu stellen und sich die eigenen Wünsche zu erfüllen.

Sprachrohr für Alphabetisierung

20131129-preisverleihung-des-schreibwettbewerbs-des-bundesverbandes-alphabetisierung-und-grundbildung-25112013-0854-1024x683Trotz der hohen Zahl der Betroffenen gilt Alphabetisierung in Deutschland oft noch als Tabuthema. Um mit der Thematik eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, setzt der Schreibwettbewerb auf starke Unterstützung.

„Prominente Schauspieler, die sich für die Alphabetisierung engagieren, mutige Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer, die in die Öffentlichkeit gehen, aber auch Unternehmen, die sich für Grundbildung einsetzen, können einen Beitrag leisten, dass Erwachsene zum Lernen motiviert werden“, so Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung.

Schauspieler Heio von Stetten ist ein Unterstützer des Schreibwettbewerbs. Texte zu verstehen und zu verarbeiten gehört zu seinem Alltag. Seit vielen Jahren setzt er sich für die Reduzierung der Zahl von Analphabeten in Deutschland ein. Für sein besonderes Engagement war von Stetten zuvor auf der diesjährigen zentralen Veranstaltung zum Weltalphabetisierungstag der Vereinten Nationen vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung zum „Botschafter für Alphabetisierung 2013“ ausgezeichnet worden. Das Jurymitglied trug auch in diesem Jahr die Siegertexte vor und konnte diese beeindruckend in Szene setzen.

Unterstützung aus der Politik

Unterstützung fand der Schreibwettbewerb schließlich aus der Politik: Erfreulicherweise hatte in diesem Jahr erneut das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Schirmherrschaft für den Schreibwettbewerb übernommen. Auch die beiden Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert (SPD) und Oliver Kaczmarek (SPD) waren erschienen, um die politische Bedeutung des Themas Alphabetisierung hervorzuheben. „Mein Respekt vor dem Mut und der Lernleistung der Preisträgerinnen“, erklärte Rawert. „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, zu unterstützen. Hier liegt auch eine Aufgabe der Wirtschaftsunternehmen und der Arbeitgeber, aber auch der Betriebs- und Personalräte vor Ort, sich hier zu engagieren. Niemand darf ausgegrenzt werden, ein jeder Mensch hat Talente“, so Rawert.

Das Engagement der E-Plus Gruppe

Lesen und Schreiben sind Grundvoraussetzung, um mobile Kommunikationstechnologien nutzen zu können: Die E-Plus Gruppe unterstützt den jährlichen Schreibwettbewerb, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Engagement und die Fortschritte der Lernenden zu lenken. Ziel des Unternehmens ist es, in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung funktionale Analphabeten dabei zu unterstützen, durch die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben miteinander in Verbindung zu treten und an den Vorteilen der mobilen Kommunikation teilhaben zu können. Gewonnen haben die Preisträger jeweils ein aktuelles BASE Lutea Smartphone sowie ein Wochenende in Berlin inklusive Übernachtung im Luxushotel Concorde Berlin.

Abonnieren
Blogbeiträge per E-Mail
Blog-Archiv