20131225-Smarthone-Geraetetausch-teaser610-610x362cVom iPhone zum Samsung Galaxy S4, vom HTC One zum Sony Xperia Z: In diesem Jahr werden zu Weihnachten vermutlich so viele Smartphone verschenkt wie nie zuvor. Damit der Wechsel mit allen persönlichen Daten und Dokumenten reibungslos verläuft, haben wir einige Tipps zusammengestellt. Wer heute sein Smartphone wechselt, hat es – im Gegensatz zu früher – heute deutlich einfacher. Sowohl iOS von Apple (iPhone) als auch Android von Google sichern persönliche Daten auf Wunsch im Internet, quasi in der Cloud.

Dazu muss jedoch zunächst ein Konto im Internet angelegt und die entsprechenden Einstellungen im Betriebssystem des Smartphone müssen vorgenommen werden. So ausgerüstet lassen sich die Daten auf einem neuen Smartphone ohne große Mühen zurückholen.

Hier unsere Tipps für einen gelungenen Wechsel:

  • 1. Schritt: Konto im Internet anlegen. Falls bisher noch nicht geschehen, legt man auf der Seite der Suchmaschine Google kostenlos in wenigen Schritten ein persönliches Konto an. Über das Konto speichert das Betriebssystem des Smartphones später alle wichtigen Daten und Einstellungen des mobilen Alleskönners.
  • 2. Schritt: Aktivieren der automatischen Speicherung im Smartphone. In den Einstellungen im Punkt „Sichern & zurücksetzen“ wird das zuvor im ersten Schritt angelegte Sicherungskonto eingetragen und der Punkt „Meine Daten sichern“ aktiviert. Damit speichert das Betriebssystem Android ab sofort alle wichtigen Daten und Einstellungen automatisch außerhalb des Smartphones – natürlich nur, wenn auch eine Datenverbindung per Mobilfunk oder WLAN ins Internet existiert.
  • Dashboard3. Schritt: Kontrolle der Sicherung im Dashboard. Im Dashboard des Google-Kontos kann kontrolliert werden, ob das Smartphone die Sicherung ordnungsgemäß ausführt. So sollte unter dem Menüpunkt „Android“ die Geräte-Nummer des bisher genutzten Smartphones und das Aktivierungsdatum zu lesen sein. Ebenso finden unter „Kontakte“ alle Daten aus dem Adressbuch ihre Heimat im Konto. Unter dem Abschnitt „Apps“ listet Google alle installierten Apps auf. Sie lassen sich später sehr komfortabel auf das neue Gerät zurückholen.
  • 4. Schritt: Kopieren von Daten aus dem internen Speicher. Dieser Schritt ist notwendig, wenn bisher keine SD-Karte verwendet wurde und/oder als Standard-Speicherort im Smartphone der interne Speicher eingestellt ist. Dann nämlich hat Android alles dort abgelegt. Überprüfen lässt sich dies, indem man über „Einstellungen“ und „Speicher“ den Eintrag im Punkt „Standard-Speicherort“ kontrolliert. Ist dort „Interner Speicher“ eingetragen, sollten wichtige persönliche Daten wie Fotos (die Google nicht zwangsläufig automatisch in der Cloud sichert) vor dem Hardware-Tausch auf einen PC kopiert werden. Sie nutzen WhatsApp und wollen die Dialoge übernehmen? Dann müssen Sie auch diese Daten aus dem internen Speicher sichern, falls WhatsApp die Daten im Ordner „WhatsApp“ des Smartphones und nicht auf der SD-Karte gespeichert hat! Zuvor ist es erforderlich, aus der App heraus ein aktuelles Backup anzulegen. In der App findet man diesen Punkt im Menü unter „Chat Einstellungen“ und „Backup Chatverlauf“. Das Backup in Form des „WhatsApp“-Ordners kopiert man anschließend per PC auf die SD-Karte, um es später – im neuen Smartphone – in den gleichen Ordner im internen Speicher zurückzukopieren. Das neuinstallierte WhatsApp findet das Backup später bei der Installation automatisch.
  • 5. Schritt: Wechseln von SIM- und SD-Karte. Nun steht der Wechsel der beiden Karten an. Dazu müssen beide Smartphones ausgeschaltet sein, um weder die SIM- noch die SD-Karte beim Umstecken elektrisch zu beschädigen.
  • Screenshot_2013-12-11-15-23-256. Schritt: Wiederherstellen der Daten. Nach dem Einschalten des neuen Smartphones fragt dieses nach einem vorhandenen Google-Account. Das Einloggen in das Konto ist eine wichtige Voraussetzung, um alle Daten aus dem Google-Konto auf das neue Smartphone zu übertragen. Dies geschieht nach erfolgreicher Anmeldung bei Google automatisch. Zuvor gesicherte Einstellungen wie alle aus früherer Zeit bereits bekannten WLAN-Zugangspunkte und genutzten Apps lädt Google aus dem Play Store. Allerdings: Nicht bei allen Herstellern landen die Apps automatisch auf einem der Touchscreen-Bildschirme. Falls gewünscht, schiebt man die Apps „von Hand“ nach erfolgreicher Wiederherstellung auf die einzelnen Bildschirme. Lädt Android die Apps wider Erwarten nicht automatisch aus dem Google Play Store, kann dort nachsehen, welche Apps vorher installiert waren und diese unter „Meine Apps“ mit einem Klick manuell installieren.
  • 7. Schritt: Löschen der alten Daten. Zum Schluss sollte man die Daten – so fern alle Daten auf dem neuen Smartphone vorhanden sind – des bisher genutzten Smartphone löschen. Dazu sucht man in den Einstellungen nach dem Punkt „Auf Werkseinstellung zurücksetzen“. Die nun folgenden Fragen, unter anderem nach einer Formatierung des internen Speichers, unbedingt mit „Ja“ beantworten: Dann, und nur dann löscht Android alle Spuren im internen Speicher!
  • 8. und letzter Schritt: Einstellen des korrekten Speichers. Damit bei einem erneuten Hardware-Wechsel nicht wieder Daten über einen PC kopiert werden müssen, empfiehlt es sich, aus „Standard-Speicherort“ die SD-Karte auswählen.

Übrigens: Wer ohnehin auf ein neues Smartphone „umzieht“, sollte sein Gerät am besten von Anfang an gegen gegen Diebstahl absichern, indem die Daten auf dem Gerät verschlüsselt gespeichert werden. Das Google-Betriebssystem Android bietet diverse Einstellungen an, die einen unbefugten Zugriff auf das Gerät und die Daten verhindern können. Je nach persönlich gewünschter Sicherheitsstufe verschlüsselt Android entweder das gesamte Gerät oder einzelne Bereiche, beispielsweise die SD-Speicherkarte. Wer konsequent verschlüsselt, hat zumindest Gewissheit, dass Fotos, Kurzmitteilungen, Passwörter oder WhatsApp-Nachrichten nicht allzu neugierigen Menschen in die Hände fallen.

Eine automatische Sperre sollte ebenfalls zum Pflichtprogramm gehören. Ein Muss für jeden Smartphone-Besitzer ist die Sperre mit Hilfe von PIN-Eingabe, Passwort oder das Zeichnen eines Musters auf dem Bildschirm. Alle Geräte mit Android- oder iOS-Betriebssystem bieten dazu verschiedene Optionen an. Die höchste Sicherheit bietet die Vergabe eines Passworts, welches bei jedem Zugriff auf das Smartphone eingegeben werden muss. Auch wenn diese Maßnahme irgendwann lästig erscheinen mag – sie vermiest dem Finder wirkungsvoll einen Zugriff auf die persönlichen Daten.

Weitere Tipps rund um Smartphone, Handys und Tablets geben die Mobilfunkexperten der E-Plus Gruppe.

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