Engagement Report, Digital Natives

69 Prozent der Jugendlichen sehen in digitalen Medien ein neues Mittel, um die Welt für alle besser zu machen, zeigt die Telefónica Global Millennial Studie. Wie Jugendliche diese neuen Techniken für gute Sachen nutzen können und welche Erlebnisse ihr digitaler Alltag bereithält, steht in dem neuesten Engagement-Report von Telefónica in Deutschland und dem betterplace lab.

Unter dem Titel Jugendliche Digital behandelt der Report viele Themen, die heute die Jugendlichen bewegen. Der Engagement-Report wendet sich nicht nur an Schulen, Universitäten, Nichtregierungsorganisationen Stiftungen und Ministerien. Er ist hauptsächlich für junge Leute da, die heute ganz selbstverständlich als Digital Natives durch Leben gehen. Telefónica unterstützt Jugendliche schon seit Jahren durch das Aktionsprogramm Think Big, bei dem sie ihre Zukunft selbst mitgestalten und Einblicke in die digitale Welt bekommen. Besonders im vergangenen Jahr konnte Think Big viel helfen. Das ging von 400-Euro-Projekten bis zu Reisen nach Südafrika.

Statt Facebook: Whatsapp, Snapchat, Instragram, …

Der Engagement-Report bringt einige überraschende Einsichten. So zeigt zum Beispiel das Interview mit Vico (18) und Charlotte (18), wie schnell sich heute die Mediennutzung wandelt. Facebook scheint bei ihnen schon wieder out zu sein. “Eigentlich schreibt da niemand mehr”, lautet das knappe Fazit über das größte Sozialnetzwerk der Welt. Die beiden Jugendlichen haben gerade die Schule beendet und eine Zeit ohne Internet oder Handy haben sie nie erlebt. Sie sind Digital Natives, setzen längst schon auf die nächsten Trends und kommunizieren ganz anders als die Generationen davor.

Vico:

Charlotte, ich kenne Dich eigentlich nur mit dem Handy vor der Nase. Nicht nur, wenn Du in der S-Bahn sitzt oder auf jemanden wartest, auch wenn Du mit Freunden zusammen bist und im Gespräch eine kurze Pause entsteht, zückst Du alle paar Minuten Dein Handy.

Charlotte:

Ja, eigentlich schau ich immer drauf, wenn es irgendwie möglich ist. Dann check ich, was neu auf Instagram gepostet wurde, oder ob jemand einen Snapchat geschickt hat.

Vico:

Voll viele sind ja ständig bei Facebook. Wie ist das bei dir?

Charlotte:

Früher war ich viel auf Facebook, aber heute gehe ich da nur drauf, wenn ich echt mies Langeweile habe. Facebook ist sehr lame geworden. Eigentlich schreibt da niemand mehr. Stattdessen sind alle meine Freunde auf Instagram. Facebook benutzen eigentlich nur noch die, die kein Whatsapp haben oder Leute, die ich nicht so gut kenne. Auf Facebook habe ich einfach zu viele Freunde – wer ist schon an Nachrichten von 400-600 Leuten interessiert?

Vico:

Stimmt. Irgendein Achtklässler hat den Highway-Madness-Score seines Kumpels getoppt? Sehr interessant. Das einzige, was bei Facebook noch funktioniert, sind die Fotos – oder?

Engagement Report 2013 TitelCharlotte:

Ja, aber eigentlich ist Instagram besser. Die Effekte lassen Menschen einfach cooler aussehen, so dass es mehr Spaß macht, die Bilder durchzugucken. Und außerdem: Hier kann ich ganz von vorne anfangen und genau die Menschen hinzufügen, die jetzt in meinem Leben wirklich wichtig sind. Auf Instagram gibt es keine lästigen Kontaktanfragen wie bei Facebook. Man bestimmt selbst, wem man folgen will ohne blödes Bestätigen der Anfragen. Ich kann auch fremden Leuten und Promis folgen, mit denen ich im echten Leben nichts zu tun habe. Zum Beispiel Rosie Huntington-Whiteley (Model), Snoopdog (Rapper) oder Jimi Blue Ochsenknecht (Schauspieler). Das ist witzig und gibt mir Einblicke, die ich vorher nicht hatte.

Vico:

Alle sind ja immer auf der Suche nach witzigen Fotos, die man sich hin- und herschicken kann. Wenn man sich früher ein Foto mit Whatsapp geschickt hat, dann war das schnell auch auf sechs anderen Handys. Schon mal passiert?

Charlotte:

Klar. Das kann einem mit Snapchat* jetzt aber nicht mehr passieren. Das ist super privat, weil die Photos gleich wieder zerstört werden. Snapchat gibt Fotos etwas Besonderes, weil nur eine Person für wenige Sekunden das Privileg hat, sie anzusehen. Theoretisch kannst du mit Leuten auch heimlich in Kontakt sein. Ich muss keine Angst haben, dass die Fotos, die ich meinem Freund aus der Badewanne schicke, andere sehen. Und es ist auch ganz gut, dass er sie sich nur einmal ansehen kann, denn keine Ahnung, was der später mal damit machen könnte.

* Anmerkung der Redaktion: Bitte überlegen Sie immer genau, welche Fotos Sie über Dienste wie Snapchat verschicken. Zwar werden diese Bilder nach kurzer Zeit automatisch gelöscht, doch für technisch versierte Nutzer ist das Speichern von Snapchat-Fotos kein großes Problem.

Mehr Informationen unter:

Think Big im Engagement Report 2013 gemeinsam mit betterplace.

Video: Engagement Report

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