Screenshot Navigant Research

Bis 2020 sollen weltweit 800 Millionen Smart Meter im Einsatz sein, zeigt eine neue Studie von Navigant Research im Auftrag von Telefónica Digital. Unser Innovationsbereich ließ dabei untersuchen, wie der Einsatz der intelligenten Energiezähler sich in den kommenden Jahren entwickelt. Schon in acht Jahren werde es in Europa fast nur noch Smart Meter geben, zeigt die Untersuchung. Ihr Anteil soll dann bei 86 Prozent liegen.

Telefónica gehört zu den Vorreitern dieser Entwicklung: Im September unterzeichneten beispielsweise unsere Kollegen in Großbritannien einen Vertrag mit der Regierung für die Installation von 53 Millionen Smart Meters in den kommenden sechs Jahren. Dieses Geschäft hat ein Volumen von 1,78 Milliarden Euro. Telefónica UK baut die Kommunikationsinfrastruktur für intelligente Energiezähler und für die Übertragung der Daten kommt das O2 Mobilfunknetz zum Einsatz – oder auch moderne Mesh-Netze, die sich selbst organisieren und die Versorgung an schwerer zu erreichenden Stellen übernehmen.

Europa: Anteil der Smart Meter steigt auf 86 Prozent

Screenshot Smart Meter Network Und wie sieht es in anderen Ländern aus? Auf dem Smart Metering UK & Europe Summit in London veröffentlichten Navigant Research und Telefónica Digital in der vergangenen Woche die neuesten Zahlen, worüber auch Heise Online ausführlich berichtete.

Europa und Asien zeigen demnach ein gesundes Wachstumspotenzial. Allein auf unserem Kontinent soll der Anteil der Smart Meters in den kommenden acht Jahren von 14 auf 86 Prozent steigen. Das liegt vor allem an den Bestimmungen der EU, nach denen 80 Prozent der europäischen Haushalte bis 2020 einen Smart Meter nutzen sollen.

Höher ist der erwartete Anteil nur in Nordamerika, wo es schon seit Jahren gesetzliche Anreize für die Installation von Smart Meters gab, die einen regelrechten Boom von 2009 bis 2012 verursacht hatten. In den kommenden Jahren soll die Zahl der Installationen in dieser Region kontinuierlich steigen, sodass bis 2022 ein Anteil von 91 Prozent erwartet wird.

Ganz anderes verhält es sich in Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika, wo eine viel geringere Marktdurchdringung erwartet wird. Auch in Asien konzentriert sich das Wachstum vor allem auf den größten Staat: Mehr als die Hälfte der neuen Smart Meters soll in China installiert werden. Insgesamt geht die Prognose für den asiatisch-pazifischen Raum von einer Marktdurchdringung von 68 Prozent bis 2022 aus.

China: Mehr als die Hälfte der Zähler in der Volksrepublik

Smart Meter sind entscheidende Bausteine für das Connected Home der Zukunft, das ein wesentlicher Bestandteil unseres Connected Living wird“, erklärt Rob Searle, Smart Metering Industry Lead bei Telefónica Digital. „Sie werden unseren Übergang in eine nachhaltigere Wirtschaft beschleunigen und den Umgang mit unseren Geräten, der Umwelt und unseren Mitmenschen revolutionieren.“

Screenshot Smart Meter PenetrationVon den 800 Millionen Smart Meters, die Navigant bis 2020 erwartet, dürften allein 435 Millionen in China im Einsatz sein. Auf den weiteren Plätzen folgen die USA mit 132 Millionen, Japan mit 58,7 Millionen und Frankreich mit 35 Millionen. Auch Großbritannien und Spanien seien auf einem guten Weg, um die EU-Vorgaben bis 2020 zu erfüllen.

„Unsere Studie mit Navigant Research bestätigt, dass Smart Meters ein integraler Bestandteil unseres täglichen Lebens werden“, sagt Rob Searle. „Die Untersuchung zeigt wichtige globale Trends auf, auf die sich die gesamte Branche sich einstellen muss, um effektiv zu planen und die großen Chancen für einen nachhaltigen Lebensstil und Kostensenkungen für die Verbraucher zu nutzen.“

Denn Smart Meter sind nicht nur für Energieversorger vorteilhaft. Auch Endkunden bekommen dadurch wertvolle Informationen über ihre Energienutzung, die ihnen helfen, den Verbrauch zu überwachen und zu reduzieren. In Großbritannien können die Nutzer beispielsweise Einsparungen von fünf bis 15 Prozent bei ihren Rechnungen erwarten. Die Energieversorger können wiederum ihre Personalkosten senken, weil das Ablesen der Zählerstände automatisch funktioniert. Auch das illegale Abzapfen von Strom, das in manchen Ländern ein Problem darstellt, lässt sich mit Smart Meters leichter aufdecken. Die Kommunikation zwischen den Versorgern und Verbrauchern ist damit keine Einbahnstraße mehr und die Kundenbeziehungen werden gefestigt.

Telefónica stellt die richtigen Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette bereit.

Studie – Smart Meter Choices

Weitere Informationen

Energiewende: 800 Millionen intelligente Stromzähler weltweit bis 2020

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