20140305-samsung-galaxy-note-3-775x362cGroße, helle Displays und Quad-Core-Prozessoren mit hohen Taktfrequenzen sowie eine deutlich höhere Bauteildichte im Vergleich zu früheren Geräten verlangen den kompakten Energiespeichern moderner Smartphones einiges ab. Damit der Akku dennoch möglichst lange durchhält, haben wir einige Energiespar-Tipps gesammelt. Vor zwanzig Jahren hielten die Akkus der ersten Generation von Mobiltelefonen maximal einen Tag lang. Anschließend folgte die Steckdosen-Suche, das Telefon musste zurück ans Ladegerät.

Und heute? Auch moderne Smartphones schaffen in der Regel selten länger als einen Tag. Und das, obwohl sich die Akkutechnologie in den vergangenen Jahre erheblich weiterentwickelt hat. So sind heutige Akkus trotz ihrer flachen und leichten Bauweise zwar in der Lage, deutlich mehr Energie abzugeben als noch vor zwei Jahrzehnten.

Dass sie aber dennoch im Schnitt nur einen Tag lang Energie liefern, ist dem hohen Energiebedarf der Smartphones geschuldet. Mit Hilfe einiger Einstellungen kann man den Energiehunger der mobilen Alleskönner ein wenig zügeln und so die Akkulaufzeit verlängern. Allerdings gilt es hier, einen vernünftigen Kompromiss zu finden: viele Einsparungen gehen zu Lasten der Bedienfreundlichkeit. Daher sollte am Ende immer die individuelle Abwägung zwischen Stromsparen und Bedienkomfort stehen.

„Du, mein Akku ist gleich leer!“

Das Display gehört zu den größten Energiefressern und belastet den Akku

Das Display gehört zu den größten
Energiefressern und belastet
den Akku

Das im Augenblick meistverbreiteste Betriebssystem Android bietet bereits auf einfache Weise zahlreiche Möglichkeiten der Energieeinsparung: im Menü „Einstellungen“ findet sich der Punkt „Energiesparmodus“. Schnell und auf einen Klick wird die CPU-Leistung begrenzt, der Bildschirm automatisch auf den Schongang umgestellt und das haptische Feedback – also die Vibration des Gerätes nach einem Berühren des Touchscreens – abgeschaltet. Alternativ justiert man manuell energieintensive Punkte wie Vibrationen bei eingehenden Anrufen oder das haptische Feedback unter dem Menüpunkt „Ton“.









Energiesparoptionen sinnvoll nutzen

Der Zugriff auf das WLAN lässt sich sinnvoll einschränken - auf Wunsch auch zeitgesteuert.

Der Zugriff auf das WLAN lässt sich
sinnvoll einschränken – auf Wunsch
auch zeitgesteuert.

Der größte Verbraucher ist in vielen Fällen das große Display, also ist hier bei einem normalen Gebrauch des Smartphones auch das größte Einsparpotential zu erwarten. Schon einfache Maßnahmen wie das Heruntersetzen des Bildschirm-Timeouts und das Dimmen der Helligkeit auf ein Minimum begrenzen den Energiehunger und verlängern somit die Akkulaufzeit deutlich. Wer nach einem Ortswechsel – zum Beispiel von der dunklen Wohnung ins helle Tageslicht – die Helligkeit des Displays nicht ständig justieren möchte, schaltet den Bildschirm in den Einstellungen auf „Automatische Helligkeit“. Praktisch: Ein Lichtsensor erkennt die Helligkeit der Umgebung und optimiert das Display an die Lichtverhältnisse der Umgebung.

Neben dem Display zählen auch Verbindungen wie das WLAN, Tethering oder die Ortung per GPS zu den eher energieintensiven Komponenten eines Smartphones. Die Funkanbindung benötigt selbst dann Energie, wenn man sie nicht dauerhaft nutzt. Also entweder abschalten oder zumindest eingrenzen. Letzteres ist möglich im Menü „WLAN“ unter „Erweitert“: Mit „WLAN im Standbymodus eingeschaltet lassen“ wählt man zwischen dauerhaft eingeschaltet („Immer“), nie oder nur, wenn das Ladekabel eingesteckt ist.

„Kleinvieh macht auch Mist“

Das Abschalten von nicht andauernd benötigten Funktionen wie NFC oder S-Beam (Samsung) kann sinnvoll sein, bringt aber nicht all zu viel. Ebenso verbraucht Bluetooth im Ruhezustand kaum Energie und leistet daher keinen großen Beitrag zum Energiesparen.

Wer auf nette Gimmicks wie das automatische Drehen des Bildschirms oder animierte Live-Hintergründe verzichten kann, sollte diese ebenfalls abschalten.

Tschüß, Welt: Offline ist nicht immer sinnvoll

Viele Apps und Konten synchronisieren sich im Hintergrund mit dem Internet.

Viele Apps und Konten synchronisieren
sich im Hintergrund mit dem Internet.

Apropos Abschalten: Das Smartphone synchronisiert in der Regel ständig Daten im Hintergrund, fragt E-Mail-Konten ab und sucht nach Updates. Wer folglich viele Apps auf seinem Gerät installiert, veranlasst das Smartphone damit zum intensiven Datenaustausch – selbst dann, wenn es gerade nicht benutzt wird. Um die Synchronisation nur zu festgelegten Zeiten zuzulassen, muss man allerdings in den Android-Einstellungen lange suchen. Unter „Verbindungen“, „Datennutzung“ verbirgt sich ein weiteres Menü, welches sich über die Menütaste am Gerät aktivieren lässt. Über „Hintergrunddaten einschränken“ funktionieren bestimmte Apps und Dienste nur, wenn sich das Gerät im Bereich eines WLAN befindet. Der Punkt „Autom. Synchronisieren deaktivieren“ unterbindet die Abfragen der einzelnen Konten im Hintergrund (Google, Apps, Gmail, Kalender, Kontakte usw.) – und stellt auf den manuellen Betrieb um. Wer diesen Punkt wählt, spart zwar Energie, muss aber von Zeit zu Zeit selbst daran denken, die einzelnen Konten zu synchronisieren. Wer für jedes Konto bzw. jeden Synchronisierungspunkt einzelne Parameter festlegen möchte, macht dies über „Einstellungen“, „Allgemein“, „Konten“ und das Anklicken des Google-Kontos. In der angezeigten Liste lässt sich nun jeder einzelne Eintrag aktivieren oder deaktivieren.

Ausdauer und Kondition der Spitzengeräte

Unter den derzeitigen Top-Geräten von Samsung (Galaxy S4), LG (G2), HTC (One), Apple (iPhone 5s), Sony (Xperia Z1) und Nokia (Lumia 925) hat das G2 von LG in Bezug auf die Akkulaufzeit die Nase vorn – immerhin 8:30 Stunden beträgt die typische Ausdauer im Nutzungsmix Telefonieren, Mailen, Surfen, Musik hören und Videos betrachten. Es folgen das Sony Xperia Z1 (7:16h), Apple iPhone 5s (7:07h), Galaxy S4 (6:53h), HTC One (6:51h) und Nokias‘ Lumia 925 mit 6:30 Stunden.

Abonnieren
Blogbeiträge per E-Mail
Blog-Archiv