Live-Stream: Wanderfalken - die Küken erblicken das Licht der Welt

Live-Stream: Wanderfalken – die Küken erblicken das Licht der Welt

Aufregung zu Ostern bei unseren Wanderfalken: Das zweite Küken ist schon geschlüpft. Zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz ermöglicht Telefónica in Deutschland den frisch gebackenen Eltern ihren ruhigen Nistplatz. In 48 Metern Höhe haben die schnellsten Vögel sich ein gemütliches Familienleben auf einem LTE-Funkmast aufgebaut. Im Internet kann man dank einer am Brutkasten angebrachten Kamera, die Tiere hautnah über unseren Live-Stream beobachten.

Weil ein Wanderfalkenpärchen seine Ruhe vor dem Münchner Trubel haben wollte, hat es sich in einem Nistkasten an unserem LTE-Funkmast zum Brüten niedergelassen. Den Brutkasten haben die Vögel als Heim zur Zwischenmiete ausgesucht, welches schon voll mit Geäst, Moos und Blättern ausgestattet war. Die Wandervögel haben die Eigenheit, dass sie sich kein eigenes Nest bauen. Früher ließen sie sich zwischen Felsen oder in Schluchten zum Brüten nieder. Doch durch die Urbanisierung wählen Sie alternativ die gebauten Brutkästen oder verlassenen Nestern.

Nachwuchs: Wanderfalken-Geburt in 48 Metern Höhe

Schon mal zwei weiße Plüschknäuel in 48 Meter Höhe gesehen? Eigentlich sind die Wandervögel ja schiefergrau und zwischen 40 und 50 cm groß. Im live-Stream sieht man bei unseren beiden Wanderfalken-Küken genau das Gegenteil: Sie sind klein und weiß.

Mitte April wurde Mama Frida plötzlich nervös. Kurz darauf knackte es. Und das gleich zwei Mal hintereinander. Mühsam schälten sich am 13. und 15. April die ersten beiden Wanderfalken-Küken aus dem Ei. Man glaubt kaum, dass die weißen Plüschknäuel schon bald zu den schnellsten Vögeln der Welt gehören werden. Noch streiten sie sich um einen Platz unter dem warmen Bauch der Mutter.

…gleich einmal live ins Nest schauen:
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Jetzt warten die Elterntiere zusammen mit den heimlichen Zuschauer vor der Webcam auf das dritte Geschwisterchen. Wenn es in die heiße Phase geht, wird man das den Eltern wieder schnell anmerken. Sie werden dann immer sehr nervös und ändern jede Minute ihre Position beim Brüten. Dabei herrscht immer Gleichberechtigung im Nest: Denn die Wanderfalkeneltern wechseln sich beim Brüten ab. Doch momentan übernimmt Mutter Frida die Brutzeit und die Nahrungsversorgung läuft über Papa Fridolin. Mehrere Male am Tag bringt er seinen Schützlingen einen Fleischbrocken im Nest vorbei.

Vogelschutz: Wanderfalken wären fast ausgestorben

Die Wanderfalken haben es in der heutigen Welt sehr schwer. Sie sind eine sehr bedrohte Tierart. Noch 1950 war der Wanderfalke mit etwa 900 Brutpaaren in ganz Deutschland verbreitet. Doch 30 Jahre später waren es nur noch 60 Paare. Nur in Süddeutschland war der Wanderfalke damals noch zu beobachten – in West-, Nord- und Ostdeutschland war er schon ausgerottet. Umso mehr freut es uns, dass wir den beiden Wanderfalken Frida und Fridolin unter unserem LTE-Funkmast die nötige Ruhe beim Brüten bieten können.

Live-Stream: Wanderfalken, die Küken erblicken das Licht der Welt

Live-Stream: Wanderfalken, die Küken erblicken das Licht der Welt

Nach der Brut gehen ihre Kinder auf Wanderung: Etwas Wehmut wird bald mitschwingen, wenn wir den Live-Stream anschauen. Denn schon nach ein bis zwei Monaten wird die ganze Familie in Aufbruchstimmung sein. Dann verlassen die Vögel den Brutkasten und gehen wieder auf Wanderung. Mama und Papa bleiben zusammen, aber die Kinder gehen ihre eigenen Wege. Doch in ein paar Jahren wird der Kreis sich schließen. Dann werden die Jungvögel genau an den Ort zurückkehren, an dem sie geboren wurden. Und wenn gerade Platz in unserem Nistkasten ist, werden sie dort ihre eigene Familie gründen. Aber bis dahin bleibt noch Zeit. Jetzt warten wir erst einmal gespannt, wann der letzte Wanderfalke aus seinem Osterei schlüpft.

Aufnahmen der vergangenen Wochen

Mehr Informationen über die O2 Untermieter

Wanderfalken brüten auf O2 LTE-Mast –Blogbeitrag vom 8. April 2014
Landesbund für Vogelschutz (LBV)

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