M2M Machine-to-Machine

Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) ist der Schlüssel für moderne Mobilitätskonzepte. Sie hilft nicht nur, den Verkehr am Fließen zu halten, sondern macht ihn auch wirtschaftlicher und umweltfreundlicher – und kann Leben retten. Davon berichtet unsere heutige Reportage.

Wenn Martin Frisch seine Mitarbeiter auf die Straße schickt, geht es immer ums Überleben. Sein Unternehmen hat sich auf den Transport von Blutkonserven aller Art spezialisiert und übernimmt Aufträge für Pharmaunternehmen, Kliniken, Krankenhäuser und Blutspendedienste. Lieferungen müssen nicht nur richtig temperiert, sondern auch pünktlich ihr Ziel erreichen. Auch wenn seine 13 Fahrzeuge mit moderner Kühl- und Heiztechnik für Temperaturen zwischen -30 und +30 Grad Celsius ausgestattet sind – lang im Stau stecken dürfen sie nicht.

Wegen Verkehrsinfarkt: Lückenlose Dokumentation mit M2M

Doch beim wachsenden Verkehrsaufkommen wird das immer schwerer. Allein im vergangenen Jahr zählte der ADAC 415.000 Staus auf deutschen Autobahnen – ein absoluter Rekordwert. Besserung ist kaum in Sicht: In ihren Planungen geht die Bundesregierung davon aus, dass sich der Verkehrsleistung von 2004 bis 2025 um knapp 18 Prozent erhöht. Es kommen mehr Fahrzeuge auf die Straße bei gleichzeitig steigender Kilometerleistung. Der Verkehrsinfarkt droht. Offensive Investitionsprogrammein in die Infrastruktur sind nicht in Sicht. Andere Lösungen müssen her, soll Deutschland nicht einen Verkehrsinfarkt erleiden.

Bluttransport FrischUnternehmer wie Martin Frisch müssen das in ihren Planungen berücksichtigen. Als er eine Lösung suchte, mit der er gegenüber seinen Kunden nachweisen, dass die empfindlichen Blutprodukte auch bei Verzögerungen stets richtig temperiert transportiert wurden, entschied er sich für eine zukunftssichere M2M-Lösung.

„Entscheidend bei der Wahl des richtigen Anbieters war für uns, dass wir die Temperatur im Fahrzeug jederzeit und von überall aus kontrollieren beziehungsweise auslesen und die Kühlberichte und damit den Nachweis der Kühlkette schnell und unkompliziert an die Kunden übermitteln können“, berichtet Frisch.

Den richtigen Technologiepartner dafür fand er in Masternaut, dem europäischen Marktführer für Fahrzeugortung und Telematikanwendungen, der mit Telefónica für den O2 Fleet Store kooperiert. Mit ihm konnte er eine Lösung einführen, die nicht mehr nur dem Fahrer per Datenlogger alle fünf Minuten Temperaturdaten übermittelt, sondern auch einen Report schnell und einfach ausdrucken lässt. Vor allem aber kann Frisch jetzt in Echtzeit auf sämtliche Fahrzeugdaten über die Onlineplattform Geonaut zugreifen. „Alles ist nun einfacher und effizienter. Disponenten benötigen keine Ortskenntnis mehr, um die Abwicklung zu planen oder die Fahrer zu dirigieren. Wir haben plötzlich ganz andere Möglichkeiten, die Fahrzeugdaten auszulesen oder Lieferungen zurückzuverfolgen und bekommen nun auch wesentlich detailliertere Berichte„, freut sich Frisch.

Zukunftslösung: Fahrzeugtelematik in Verbindung mit M2M

Flotten-Management-Lösung-o2 Fleet StoreEntscheidend für den Erfolg einer solchen Lösung, sind im Wesentlichen die automatisierte Erfassung und Verarbeitung von Fahrzeugdaten durch Machine-to-Machine-Kommunikation sowie deren einfache Verwaltung und Analyse. Dafür müssen Technologieanbieter und Kommunikationsnetzbetreibern eng kooperieren.

Fahrzeugtelematik in Verbindung mit M2M gehört die Zukunft“, ist Nick Walker, Geschäftsführer der Masternaut GmbH, überzeugt. „Durch unsere Partnerschaft mit Telefónica bekommen die Kunden eine komplette Telematiklösung mit Software, Hardware und Mobilfunk aus einer Hand. Die Verbindung von Telematik und M2M-Anwendungen eröffnet Unternehmen neue, innovative Wege zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und gibt ihnen die richtige Technologie für künftiges Wachstum an die Hand.“

Schlagwörter wie Smart City, Connected Car und Flottenmanagement beherrschen die aktuellen Diskussionen über Mobilität und Logistik. Alle Marktteilnehmer erwarten von der intelligenten Verknüpfung mobiler Systeme einen Gewinn an Flexibilität, Mobilität und Wirtschaftlichkeit sowie für den Klimaschutz: Die Vernetzung unterschiedlicher Systeme wie individuellen Autoverkehr mit Bus und Bahn kann verstopfte Innenstädte entlasten. Zentral gesteuerte Transportsysteme, die Lade- und Bewegungsdaten in Echtzeit melden, lassen sich leichter managen, um beispielsweise Umwege oder Leerfahrten zu vermeiden. Damit rechnen sich M2M-Systeme im Bereich Mobilität sehr schnell: Kann eine Spedition beispielsweise zehn Prozent ihrer Spritkosten einsparen, macht das bei einer Fahrzeugflotte von 50 Lkw mit einem Kraftstoffverbrauch von je 100 Litern am Tag, 25 Werktagen pro Monat und einem Dieselpreis von 1,36 Euro pro Liter eine Ersparnis von 200.000 Euro im Jahr.

Ceva: Zeitung kommt pünktlich durch O2 Fleet Store

CEVA LogistikNicht so einfach ausrechnen lassen sich die Wettbewerbsvorteile, die Unternehmen für ihr ganz individuelles Geschäftsmodell durch M2M und Flottenmanagement erzielen können. Wie etwa bei der britischen Ceva, dem viertgrößten Supply-Chain-Unternehmen der Welt. Einer der Großaufträge umfasst die Zustellung landesweiter Tageszeitungen an Einzelhändler – von denen jeder für jeden Standort ein kleines Lieferfenster von nur 20 Minuten hat.

Mit der Kombination von Telematik in den Auslieferungsfahrzeugen und deren Vernetzung mit dem Flottenmanagement, wie es Telefónica mit Masternaut im O2 Fleet Store anbietet, konnten Transportwege aufeinander abgestimmt und unvermeidliche Wartezeiten reduziert werden. „Zeit ist in unserem Geschäft ein wichtiger Faktor. Nichts ist annähernd so zeitkritisch wie Tageszeitungen“, sagt Mark O’Connor, Divisional Director bei Ceva. Die umfassende Sichtbarkeit der Fahrt aller Ceva-Fahrzeuge bringt hier einen echten Vorsprung an Qualität und proaktiver Information für die eigene Disposition und die Kunden – und macht die zeitkritische Lieferung von Tageszeitungen so erst möglich.

Britvic: 10% weniger Fahrzeit durch Flottensteuerung

Britvic LogistikUnd Britvic, führender britischer Getränkelieferant für große Unternehmen, kann mit seinem Flottenmanagement seinen Kundenservice beschleunigen. Für die zügige Behebung von Problemen an Getränkeautomaten bei Kunden unterhält das Unternehmen eine ganze Mannschaft von Automatentechnikern, die ständig unterwegs sind. Sie schnell zum Kunden zu bringen, damit sie Fehler beheben können, ist für gute Kundenbeziehungen und die Vertrauenspflege unverzichtbar.

Durch die Implementierung einer modernen Lösung zur Fahrzeugortung konnte Britvic die umfassende Sichtbarkeit seines Fuhrparks erhöhen und auf Grundlage der Fahrzeuginformationen den Einsatz der Servicetechniker besser aufeinander abstimmen. „Wir haben bereits eine Verringerung der Fahrzeiten um zehn Prozent erreicht, was den ökonomischen Nutzen einer flottenweiten Einführung dieses Dienstes unterstreicht“, sagt Mike King, Technical Service Planning Manager von Britvic. „Die kürzeren Fahrzeiten tragen nicht nur zur Senkung der Kraftstoffkosten bei, sie verringern auch die Emissionen und haben zu deutlich besseren Reaktionszeiten und zu einer höheren Kundenzufriedenheit geführt.“

Von solchen Vorteile profitiert auch Martin Frisch mit seinem Bluttransportdienst. Mittlerweile hat er die Nutzung seiner Telematik-Lösung über die anfängliche Dokumentation der Kühlkette erweitert und begonnen, seine Fahrzeuge zu tracken, um die Disposition zu vereinfachen. Seine Fahrer müssen nun nicht mehr telefonisch nach ihrem jeweiligen Standort befragt werden, sondern der Disponent kann diesen ganz bequem vom Büro aus auslesen. „Anfänglich ging es uns nur darum, die Temperaturdaten möglichst einfach und effizient messen und überwachen zu können, um eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette zu gewährleisten“, erklärt Frisch. „Nun haben wir gesehen, welche Möglichkeiten uns die Technologie bieten kann und möchten die Lösung sukzessive ausbauen.“ Die bessere Disposition macht es leichter, Transportwege zu optimieren, Staus zu umfahren und seine Fahrzeuge schneller ans Ziel zu bringen. Bei dringend benötigten Blutkonserven lassen sich damit sogar Leben retten.

Weitere Informationen:

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Zu allen Fragen rund um das Thema Machine-to-Machine von Telefónica schreiben Sie bitte eine E-Mail an:
telefonica@bs-m2m.de

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