SarahSmartphones sind immer mehr in unseren Alltag integriert. Sie sind auch von Schülerinnen und Schülern längst treue Begleiter geworden, fast wie ein bester Freund. Täglich werden sie morgens bis abends genutzt. Zusammen mit unserer Schülerpraktikantin Sarah Leitl fragen wir uns: Wer beherrscht hier eigentlich wen?

Wir wachen auf. Neben uns am Bett liegt es. Unser Smartphone. Es weckt uns, mehr oder weniger sanft, mit unserem Lieblingssong. Der Flugmodus wird abgestellt, die ersten Nachrichten – oder die letzten vom Vortag – werden gecheckt. Gerade sind nur kurze Antworten möglich, man muss rechtzeitig fertig werden. Nach dem Bad ein kurzer Check, wie das Wetter wird, damit man für die Schule das Richtige anzieht und dann ab auf den Schulweg. Natürlich mit Kopfhörern und Musik über das Smartphone streamen. Napster, Youtube und Spotify machen es möglich. Beim Laufen zu schreiben ist auch schon eine neue Grundfähigkeit, die man sich als Jugendlicher erlangt.

Nur für Brave: Handyverbot in der Schule

Kaum trifft man seine Freunde, hat auch schon einer aus der Gruppe sein Smartphone in der Hand. Handyverbot im Unterricht? – Natürlich! Aber das hält noch lange nicht auf. Eine kurze Nachricht geht schnell und unbemerkt. Es dient gut zur Unterhaltung in langweiligen Schulfächern, oder ist auch hilfreich bei der Lösungsfindung von Aufgaben. Google und Wikipedia wissen schließlich einfach mehr.

Damit auch kein Lehrer etwas merkt gibt es verschiedene „Geheimrezepte“ eines Schülers:
Wenn ein Schüler eine Mütze auf hat, denkt der Lehrer er habe Ohrenschmerzen. Die Wahrheit ist aber, dass der Schüler mit seinen Ohrenstöpsel Musik hört. Und was denkt der Lehrer, wenn eine Schülerin in ihre Tasche schaut? Sie sucht wahrscheinlich nach einem Taschentuch. Die Wahrheit ist jedoch, dass sie mit ihrer Freundin über ihre Nachmittagsplanung schreibt.

o2 Tower Zentrale - Fotografin: Fernanda Vilela

Ganz im Trend ist auch das Versteckspiel mit den Büchern. Muss man mal wieder in einer langweiligen Lektüre lesen, versteckt sich bei den meisten zwischen den Seiten das Mobiltelefon. Der Lehrer denkt zwar, jeder würde brav mitlesen, jedoch surfen die Schülerinnen und Schüler lieber im Internet oder chatten mit den Klassenkameraden.
Noch drastischer wird es bei den jüngeren Nutzern. Denn auch schon die Fünftklässler sieht man mit dem iPhone in der Hand rumlaufen. Das findet sogar unsere Generation noch ein wenig ungewohnt. Denn früher war man schon glücklich das alte Klapphandy der Schwester bekommen zu haben, um damit telefonieren zu können. Jetzt hat sich das geändert. Und die Jüngeren werden immer flinker.

Mädchen für alles: Manchmal auch im Unterricht

Aber es gibt natürlich auch einige nützliche Punkte. In vielen Bereichen erleichtert es unser Schulleben. Eine praktische Stundenplan- und Hausaufgaben-App, eine Übersicht über alle Noten, Organisation der anstehenden Schulaufgaben und Projekte, sowie der Fahrplan für die öffentlichen Verkehrsmittel, damit man den schnellsten Weg nach Hause findet.

Alles im Smartphone, welches immer in der Hosentasche und deswegen schnell zugänglich ist. Im Gegensatz zu früher, muss man nicht mehr lange in der Tasche kramen, um sein Hausaufgabenheft oder Stundenplan zu finden. Es ist ein gutes und einfaches Hilfsmittel!

Dass das Smartphone den Alltag von Schülerinnen und Schülern beherrscht, steht außer Frage. Das Handy ist der wichtigste Bestandteil in ihrem Leben. Und das nicht nur als vermeintliche Ablenkung. Dass es aber durchaus einen praktischen Wert hat, darf man nicht vergessen. Durch die immer bessere Entwicklung und Modernisierung kann man sagen, es ist zu einem „Mädchen für Alles“ geworden: Wecker, Lexikon, Lernhilfe, Fotoapparat, Kalender, Radio, usw…

Der Tipp von Sarah: Handynutzung selbst kontrollieren. Es sollten klare Richtlinien gesetzt werden, damit das Handy beim Essen auch einfach mal in der Tasche bleibt. Gerade beim Lernen ist es wichtig, dass das Handy lautlos gestellt und möglichst weit weggelegt wird. Nur so kann die Konzentration gewährleistet werden.

Doch eines bleibt sicher: Wie weit man sich selbst von dem mobilen Gerät beherrschen lässt, hat einfach jeder selbst in der Hand.


Foto der O2 Zentrale: Fernanda Vilela
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