20140713-la_ola_775x362-775x362cKaum eine andere Großveranstaltung löst derzeit so viele Emotionen aus wie die Fußball-WM in Brasilien: Überall in Deutschland wird gemeinsam mitgefiebert und mitgezittert. ‚Rudelgucken‘, wie das Public Viewing auch bezeichnet wird, ist ein Fußballerlebnis der besonderen Art. Doch nicht nur das: Während der abendlichen Spiele, zur Hauptzeit der Weltmeisterschaft in Brasilien, wurden auch am meisten Daten über die Mobilfunknetze übertragen – natürlich per Smartphone.

Soziale Netzwerke in der Offensive

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Das Halbfinalspiel der Fußball-WM zwischen
Brasilien und Deutschland ist das meistdiskutierte Sportevent
aller Zeiten auf Twitter mit 35,6 Millionen Tweets. (Quelle: Twitter)

WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. sind in unserer Welt der Digitalisierung nicht mehr wegzudenken, sie zu nutzen gehört für die meisten Menschen zum Alltag. Mobilfunkanbieter wie die E-Plus Gruppe haben darauf in den zurückliegenden Jahren mit aufwändigen Netzausbau-Programmen reagiert. Wenn aber das WM-Fieber steigt und die Fans vor einem Spiel mit deutscher Beteiligung zum Smartphone greifen, muss das Netz besondere Belastungen verkraften. Dann nämlich entwickeln sich die sozialen Netzwerke im Sinne eines „Second Screens“ innerhalb kürzester Zeit zu beliebten Newstickern: Verabredungen treffen, die neuesten Fußballnachrichten sowie Bilder und Videos vor dem Anpfiff an Freunde senden und Meinungen über die Kompetenz der Trainer und Schiedsrichter kundtun – kein Spieltag der deutschen Nationalmannschaft vergeht ohne ‚Selfies‘, jeder Menge Statements und dem Austausch von Bildern im Netz. Den größten Anlass zum posten und twittern bot der sensationelle Sieg im Halbfinale gegen Brasilien: mit 200 Millionen Interaktionen auf Facebook und 35,6 Millionen Tweets auf Twitter ist er das wohl am meisten diskutierte Sportevent aller Zeiten – rekordverdächtig!

Ansturm auf das mobile Netz

Deutlich zu erkennen während des Spiels Brasilien gegen Deutschland: Der Datenverkehr im Netz (Upload) nimmt zum Spielbeginn ab und steigt erst wieder zur Halbzeitpause. Die grüne Kurve zeigt den Datenverkehr an einem WM-Spieltag, die rote und blaue Linie zwei alternative Tage.

Deutlich zu erkennen während des Spiels Brasilien gegen Deutschland:
Der Datenstrom im Netz nimmt zum Spielbeginn ab und
steigt erst wieder zur Halbzeitpause und nach Spielende.

Dieses Phänomen spiegelt sich auch im E-Plus-Netz wieder: Das Nutzungsverhalten der E-Plus Kunden zur WM-Zeit gleicht einer La Ola-Welle. Es ändert sich immer schlagartig, sobald ‚Jogis Jungs‘ auf dem Platz stehen. Die Netztechniker der E-Plus Gruppe erkennen anhand des über das Netz geleiteten Datenvolumens sehr deutlich die Unterschiede. An Tagen ohne WM kommt es vermehrt in den frühen Morgenstunden sowie zur Mittagspausenzeit zu Download- und Upload-Aktivitäten, die bis in die Abendstunden kontinuierlich weiter zunehmen und gegen 21 Uhr ihren Höhepunkt erreichen. Nur eine Stunde später, ab etwa 22 Uhr, fällt der Verkehr auf den E-Plus-Datenautobahnen allmählich ab – für die meisten Menschen beginnt jetzt die Zeit der Nachtruhe.

Steht allerdings die deutsche Elf in Brasilien auf dem Platz, zeigt das Datenaufkommen im Netz ein völlig anderes Verhalten: das Smartphone als Second Screen mit den sozialen Medien, Streaming-Diensten und Live-Tickern lässt den Download-Verkehr während der Spielzeit kräftig ansteigen. Bilder, Kommentare und Meinungen teilen die Deutschen hauptsächlich vor dem Spiel und während der Halbzeitpause sowie nach dem Schlusspfiff. Dieses Verhalten ist an Ausschlägen, den sogenannten „Peaks“, auf den Datenautobahnen zu erkennen. Der W-förmige Verlauf der durchs Netz fließenden, gigantischen Datenströme kommt einer La-Ola-Welle gleich: die Kurve zeigt deutlich die intensive Smartphone-Nutzung vor und nach dem WM-Auftritt der Nationalelf. Während der Spielzeit verfolgen die Fans gebannt das Spiel der deutschen Mannschaft. Insgesamt registriert das E-Plus-Netz einen Anstieg des Datenverkehrs um fast 40 Prozent im Spielzeitraum.

Gleichzeitig erfährt aber auch die altbewährte SMS ein kleines Comeback: der Verkehr des Kurznachrichten-Services schwillt binnen eines Spiels auch hier um einige Prozent sichtbar an.  Lediglich auf das Telefonieren scheinen die Deutschen bei einem WM-Spiel ihrer Elf weitestgehend verzichten zu können: der sogenannte ‚Voice-Traffic‘ schrumpft zur Spielzeit um etwa 30 Prozent. Euphorische Mitteilungsbedürfnisse werden auf digitalem Wege befriedigt – schließlich sagen Bilder ja auch mehr als tausend Worte.

(Bildquellen: Wikipedia.org/Stefan K., twitter.com)
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