Neue Online-Studie der E-Plus Gruppe

20140827-bild_fremdgehen_teaser-774x362cGehen Smartphone-Nutzer häufiger fremd? Im Rahmen einer Online-Studie befragte die E-Plus Gruppe rund 1.500 Personen zum Einfluss des mobilen, digitalen Lebens auf Dating und Partnerschaft. Das Ergebnis: Der Einfluss des Smartphones macht sich auch beim Thema Liebe bemerkbar. Feste Prinzipien gibt es dennoch.

Früher galt der Besuch von Clubs, Diskotheken, Kneipen oder Konzerten nicht nur der reinen Unterhaltung – er diente vielen auch zur Partnersuche. Heute dagegen geschieht die Partnersuche oft von der heimischen Couch aus: Die Suche nach dem idealen Partner und das Dating via Internet ist bequem, spart Zeit und ist angesagt wie nie zuvor.

Früher noch eher peinlich, haben Elitepartner, Parship & Co. diesen Weg zu sozialer Akzeptanz geführt. Noch einfacher funktioniert das Dating per Smartphone mit Apps wie Tinder. Der Aufwand ist minimal, die Einbindung des Facebook-Profils genügt. Doch ist dieser Weg eine ganz normale Entwicklung in Zeiten moderner Medien? Gehört der Partnersuche per Social Web die Zukunft? Beeinflussen und verändern soziale Medien das Suchverhalten? Welche Rolle spielen heute Emotionen und welchen Stellenwert hat die klassische, romantische Partnersuche?

Jeder Vierte sucht nach Partnern via Smartphone

BASE-6408_Head_ABereits fast 27 Prozent aller festen Beziehungen entstehen unter Smartphone-Nutzern heutzutage über alltäglich genutzte Social Media-Plattformen wie Facebook, Xing oder WhatsApp – entweder aktiv und absichtlich (14 Prozent) oder mehr zufällig (13 Prozent). Bei elf Prozent hat sich zwar bisher noch nicht der gewünschte Erfolg eingestellt, aber wenn es so käme, fänden sie es okay. Die unter 29-Jährigen präsentieren sich als besonders ausgeschlossen, wenn es darum geht, über die sozialen, mobilen Medien einen Partner oder eine Partnerin kennenzulernen. Fast jeder Zweite (39 Prozent) hat bereits Erfahrung damit oder kann sich diesen Weg der Partnersuche vorstellen.

Darüber hinaus kommen Dating-Apps mehr und mehr in Mode, so das Ergebnis der E-Plus-Studie: Mehr als jeder sechste Smartphone-Besitzer (17 Prozent) hat über diesen Weg bereits mindestens einmal den Kontakt aus sexuellen Gründen aufgenommen. Sieben Prozent waren dabei allerdings nicht besonders erfolgreich, mehr als fünf Prozent haben über diesen Weg eine neue Liebe fürs Leben gefunden. Weitere vier Prozent nutzen die einschlägigen Apps, wenn sie dazu in Stimmung sind.

Soziale Medien erleichtern das Fremdgehen

BASE-6408_Head_BOb es dabei immer um feste Beziehungen geht oder nur um sexuelle Abenteuer, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Abenteuer per Smartphone – nicht nur die klassische Partnersuche wird einfacher, sondern auch die Möglichkeiten zum Fremdgehen. Das Smartphone ist Verführer und Beschleuniger in einem: Unabhängig von Alter und Geschlecht sind annähernd 18 Prozent aller deutschen Männer und Frauen bereit, ein sexuelles Abenteuer via Internet einzugehen, sollte es sich ergeben.

Im Vergleich zwischen den Geschlechtern ergibt sich dagegen ein differenziertes Bild: Während jeder vierte deutsche Mann (mit Smartphone) mit einem attraktiven Facebook- oder WhatsApp-Kontakt fremdgehen würde, ist nur jede zehnte Frau bereit, sich über die sozialen Medien zum Fremdgehen verführen zu lassen. Das klingt nach „typisch Mann“, doch erst jeder Zwölfte hat es tatsächlich schon getan.

Nicht nur beim Geschlecht, auch unter den unterschiedlichen Altersgruppen gibt es den „feinen“ Unterschied. Während jeder fünfte Smartphone-User bis 29 Jahre (21 Prozent) zu einem Seitensprung bereit ist, sind es bei den Mid-Agern (30 bis 49 Jahre) noch 18 Prozent, bei den über 50-Jährigen allerdings nur noch elf Prozent.

Ein deutliches „Nein“ zum Fremdgehen per Smartphone geben 79 Prozent zu Protokoll, unabhängig von Alter und Geschlecht. Hier ist unter anderem die glückliche Beziehung oder Ehe der Hinderungsgrund Nummer eins.

Beziehungskiller Smartphone?

25 Prozent[1] der Deutschen sind auf das Smartphone des eigenen Partners eifersüchtig. Kein Wunder, sind sie doch aus der „getippten“ Kommunikation ausgeschlossen. Hier steht die Gruppe der Vielnutzer, die unter 29-Jährigen, ganz oben. Nahezu 40 Prozent, also fast jede(r) Zweite, fühlt sich zurückgesetzt durch die viele Zeit, die der Partner mit dem liebgewordenen Spielzeug verbringt. Doch auch ältere Bürger ärgern sich darüber, wenn der langjährige Partner auf einmal mehr Zeit mit der Technik verbringt als mit der Partnerschaft. Neue Freunde und „Follower“ bieten eben nahezu unreflektiert schnelle Zustimmung und somit Bestätigung.

Kommt es dabei zum Äußersten, wovon könnten sich die deutschen Smartphone-Besitzer eher trennen – vom Partner oder vom Smartphone? Laut der E-Plus-Studie ist 85 Prozent der Befragten grundsätzlich der Partner wichtiger als das Smartphone (15 Prozent). Doppelt beruhigend – hier unterscheiden sich „Männlein“ und „Weiblein“ so gut wie nicht. Etwas größer ist der Unterschied zwischen den Generationen. Jüngeren Konsumenten ist erwartungsgemäß das Smartphone etwas wichtiger als älteren Befragten mit längerer Beziehungserfahrung. In der Altersgruppe der Konsumenten unter 29 Jahre sind es 17 Prozent.

Über die E-Plus Studie:

Studie von best research e.K., Bielefeld in Kooperation mit GMI Deutschland im Auftrag der E-Plus Gruppe. Durchgeführt im März 2014. Befragt wurden 1.504 Mobilfunkkunden, die ein Smartphone oder Handy nutzen.

[1] siehe http://www.stern.de/digital/telefon/streitgrund-smartphone-ich-oder-dein-handy-2069528.html

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