20141021-teaser_recycling_775-775x362cJeder Dritte hortet sein abgelegtes Gerät – für den Notfall. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der E-Plus Gruppe unter 1.500 Mobilfunkkunden. Sinnvoller wäre es, ausgediente Altgeräte dem Recycling zuzuführen.

Laut einer Einschätzung des Branchenverbands BITKOM lagern inzwischen mehr als 100 Millionen Mobilfunkgeräte in deutschen Haushalten. Diese Zahl ist gigantisch: alle Geräte aufeinandergelegt ergäbe einen Stapel von etwa 1.000 Kilometern – oder einen Container-Zug mit annähernd 150 Waggons und einer Länge von 1,8 Kilometern. Was aber sind die Gründe für die Sammelwut der Deutschen?

In einer Umfrage der E-Plus Gruppe geben mehr als ein Drittel der Befragten (38 Prozent) an, sie würden ihr altes Smartphone für Notfälle aufbewahren. Unter den Handybesitzern sind es etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent). Als „Notfall“ gilt dabei in erster Linie das tagtäglich genutzte Mobiltelefon, für das ein schneller Ersatz benötigt wird. Beispielsweise, weil es nach einem Sturz oder Wasserschaden nicht mehr funktioniert. Wieder andere holen das alte Gerät hervor, weil sie ihr Gerät nach einem Diebstahl oder Verlust ersetzen müssen. Eine zweijährige Nutzungsdauer vorausgesetzt, wandern auf diese Weise hochgerechnet jährlich weitere etwa 15 Millionen Mobiltelefone in die Keller oder Küchenschubladen der deutschen Haushalte. Die wenigsten davon werden tatsächlich je wieder gebraucht.

Smartphones sammeln oder verkaufen

Link-Tipps vom 08.04.2011Immerhin etwas weniger als ein Drittel der Deutschen, knapp 32 Prozent, erkennt den Restwert eines Smartphones und macht es daher über verschiedene Wege zu Geld. Beispielsweise per Verkauf im Internet, im Rahmen von Online-Auktionen oder Kleinanzeigen. Wiederum jeder Fünfte (22 Prozent) denkt an andere Menschen und die Umwelt – und verschenkt es. Noch einmal 17 Prozent der Smartphone-Nutzer legen ihr Altgerät an eine Stelle, an der sie es wiederfinden – sie platzieren das Zweitgerät mit einer SIM-Karte im Handschuhfach des Autos oder nutzen das „angestaubte“ Gerät für Anrufe aus dem Urlaub.

Bereits jeder Dritte recycelt

Eben weil es sich oftmals lohnt, bereits abgelegte Smartphones auf andere Weise weiter zu verwenden oder zu veräußern, führt nur jeder Zehnte ein solches Gerät einem geordneten und zertifizierten Recyclingprozess zu.

Renaturierungsprojekt Untere Havel

Renaturierungsprojekt Untere Havel

Weitaus höher liegt diese Zahl hingegen bei den Handybesitzern: fast 30 Prozent glauben nicht an eine sinnvolle Zweitverwertung im eigenen Umfeld und geben das Altgerät somit lieber gleich zum Recycling. Und das ist gut so: allein im Rahmen einer seit dem Jahr 2011 bestehenden Kooperation zwischen dem Naturschutzbund Deutschland e. V. (kurz: NABU) und E-Plus wurden im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Geräte gesammelt.

Trotz des bisherigen Sammelerfolgs verdeutlicht diese Zahl aber auch: viel mehr Geräte könnten einen Umweltbeitrag leisten. Viel zu viele seltene Rohstoffe bleiben einer Wiederverwertung entzogen, die künstliche Verknappung macht neue Geräte auf lange Sicht teurer. Das aber muss nicht sein – Anbieter wie E-Plus oder Telefónica unterstützen die Rückgabe der Altgeräte. Um die fachgerechte und kostenfreie Entsorgung alter Handys und Smartphones kümmern sich zertifizierte Partner.

Über die E-Plus Studie:

Studie von best research e.K., Bielefeld in Kooperation mit GMI Deutschland im Auftrag der E-Plus Gruppe. Durchgeführt im März 2014. Befragt wurden 1.504 Mobilfunkkunden, die ein Smartphone oder Handy nutzen.

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