20141223-Umtausch-nach-Weihnachten-775x362Am Abend des 24. Dezember wechseln erneut unzählige Smartphones und Tablets ihren Besitzer. Eigentlich ein Grund zur Freude für den Beschenkten. Doch was gilt es zu beachten, wenn nach Weihnachten wider Erwarten doch ein Umtausch oder eine Rückgabe erforderlich wird?

Gründe für einen Umtausch gibt es einige: Vielleicht ist es das falsche Modell oder das Smartphone gefällt der oder dem Beschenkten aus anderen Gründen nicht. Möglicherweise fehlen einige Features, die der Beschenkte aber unbedingt benötigt? Oder das Smartphone oder Tablet funktioniert schlichtweg nicht wie erwartet.

Umtausch ist nicht gleich Umtausch

Nun gibt es einige Grundregeln für einen Umtausch: Zunächst muss unterschieden werden, auf welchem Wege das Gerät erworben wurde. Bei einem Online-Kauf, beispielsweise über base.de oder smartkauf.de, besteht gemäß bürgerlichem Gesetzbuch (BGB 312b) ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Oftmals räumen Online-Shops wie Amazon oder Zalando ihren Kunden sogar eine darüberhinausgehende, erweiterte Rückgabemöglichkeit an – Fristen von 30 oder sogar 100 Tagen sind hier eher die Regel als eine Ausnahme. Wieder andere dehnen das Rückgabefenster nur für eine begrenzte Zeit aus – beispielsweise vor bestimmten Anlässen wie Weihnachten.

Kulante Regelungen auch im Handel

Anders sieht es aus, wenn ein Smartphone oder Tablet in einem Shop vor Ort, im sogenannten stationären Handel, gekauft wird. Hier besteht meist nicht die Möglichkeit einer Rückgabe, solange das Gerät einwandfrei funktioniert, die gekaufte Ware also in Ordnung ist. Doch auch, wenn der Gesetzgeber eine Rückgabe wegen Nichtgefallens nicht explizit vorsieht, muss dem nicht jeder Händler auch folgen. Und so finden sich wiederum oft auch im stationären Handel kulante Regelungen im Sinne der Kunden. Allerdings: Ist ein Gerät direkt nach dem Kauf defekt, gilt dies alles nicht – hier hat der Kunde sehr wohl einen Anspruch auf Nachbesserung und der Händler ist gesetzlich verpflichtet, diesem Verlangen im Sinne der Gewährleistung auch nachzukommen. Beispielsweise, in dem er das Gerät vor Ort gleich gegen eine funktionierendes austauscht oder es an den Hersteller oder eine damit beauftragte Reparaturwerkstatt einschickt.

In diesen Fällen kann ein Umtausch schwierig werden

Beachten sollte man dabei allerdings, dass nahezu jeder Händler eine Rückgabe immer dann ausschließt, wenn das Siegel der Umverpackung des Smartphones oder Tablets bereits geöffnet wurde. Gar nicht mehr möglich ist eine Rückgabe oder ein Umtausch, wenn das Gerät darüber hinaus in Betrieb genommen oder bereits der Akku aufgeladen wurde. Dann nämlich ist das Smartphone aus rechtlicher Sicht kein Neugerät mehr, sondern gilt als Gebrauchtware, für die auch ein Händler bei einem erneuten Verkauf nicht mehr den ursprünglichen Verkaufspreis verlangen könnte.

Auch Kunden, die ein Gerät in einem BASE Shop erworben haben, können ein schadhaftes Smartphone zurückgeben und erhalten umgehend ein neues Gerät im Austausch. Doch Achtung: Dies ist nur innerhalb einer Frist von sieben Tagen ab Kaufdatum möglich. Nach Ablauf dieses Zeitfensters schickt BASE das fehlerhafte Smartphone oder Tablet zur Reparatur oder Nachbesserung (§439 III BGB) ein.

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