Automotive Solutions

Die nächsten Tage werden wieder kühler, sagen die Meteorologen. „Mit der Kaltfront eines Tiefs über Nordeuropa fließen kältere Luftmassen nach Deutschland“ und „im Bergland fällt durchweg Schnee“, meldet der Deutsche Wetterdienst. Besonders an solchen Tagen ist es dann schön, wenn das Auto warm ist, bevor man einsteigt. Zum Glück gibt es auch dafür eine App: Mit dfreeeze® vom Telefónica-Kunden digades lässt sich die Standheizung ganz einfach per Smartphone einschalten. Unsere M2M-Kollegen entwickelten dafür eine besonders clevere Lösung, die wir heute vorstellen.

Fernbedienungen bieten Komfort und Bequemlichkeit. Sie sind deshalb auch ein wichtiges Kaufkriterium für Standheizungen im Auto, die für behagliche Temperaturen sorgen, wenn es draußen stürmt und schneit. Solche Geräte kommen zwar durchaus auf Reichweiten von einem Kilometer, doch sie stoßen eben auch an ihre Grenzen: Sobald das Fahrzeug weiter entfernt steht, nützt die Fernbedienung nichts.

Die Firma digades aus dem sächsischen Zittau ist weltweit der größte Hersteller von Funkfernbedienungen für Automobilstandheizungen. Ihre Mitarbeiter waren deshalb auf der Suche nach einer Lösung, die nicht nur unabhängig von der Entfernung zwischen Fernsteuerung und Auto funktioniert, sondern auch wirklich überall. Gerade beim Thema Mobilität kann eine Lösung nicht ausreichen, die an nationalen Grenzen endet. Außerdem muss die Steuerung als Fernbedienung ohne nennenswerte Zeitverzögerung arbeiten, damit sich der Fahrer durch sofortige Rückmeldungen darauf verlassen kann, dass es im Auto angenehm warm ist, wenn er losfahren will.

Standheizung: Mit SMS einschalten oder besser per USSD

Rüdiger Klein

Rüdiger Klein, digades

digades suchte das Gespräch mit allen großen Mobilfunkanbietern in Deutschland, um eine M2M-Lösung für die ortsunabhängige Fernbedienung der Autostandheizung entwickeln zu können.

Üblich für derartige Systeme ist eine Steuerung per SMS. Für das zeitabhängige Ein- und Ausschalten sowie die sichere Identifizierung reichen die 160 Zeichen einer solchen Kurznachricht vollkommen aus. Sie funktionieren in allen Mobilfunknetzen auf der Welt und stoßen auch beim Verbraucher auf hohe Akzeptanz.

Für die verlässliche Steuerung hat die SMS aber einen entscheidenden Nachteil: Wenn die Mobilfunknetze stark belastet sind, werden Kurznachrichten manchmal verzögert zugestellt. Solche Verspätungen sind aber kaum akzeptabel, wenn man sein Auto rechtzeitig vor der Abfahrt auf Wohlfühltemperatur schalten will. Von einer Fernbedienung sind die Benutzer gewöhnt, dass sie sofort umschaltet.

„Von Telefónica haben wir ein Angebot für unsere Lösung bekommen, das hervorragend auf unsere Anwendung passt. Kein anderer Anbieter hat sich so intensiv in unsere Aufgabenstellung hineingedacht und ist so kompetent und flexibel auf uns eingegangen.“
Rüdiger Klein, Entwicklungs- und Marketingleiter bei digades

dfreeeze System

dfreeeze System

Telefónica ging sehr viel besser als alle anderen Anbieter auf unsere Aufgabenstellung ein und entwickelte mit uns eine einzigartige Lösung“, sagt Rüdiger Klein, Entwicklungs- und Marketingleiter bei digades. „Wir bekamen kein Standardangebot, sondern ein für unsere Anwendung passendes. Telefónica bewies eine Flexibilität, die für so große Unternehmen selten ist.“

Telefónica schlug nämlich vor, einen üblicherweise für die netzinterne Signalisierung reservierten Kanal zu öffnen: Die Autostandheizung sollte per USSD gesteuert werden. Diese Abkürzung steht für Unstructured Supplementary Service Data und wird im GSM-Netz verwendet, um beispielsweise Prepaid-Guthaben abzufragen. Der Vorteil dieser Lösung: Die Steuerbefehle werden sofort versendet und kommen ohne nennenswerte Zeitverzögerung beim Empfänger an. Ein unschlagbarer Vorteil gegenüber einer Fernsteuerung per SMS. Außerdem funktioniert sie prinzipiell in allen Zielmärkten von digades.


Leistungsprofil: Telefónica als Partner der Automobil-Industrie

  • Eines der größten IP-Netzwerke der Welt und eigene Netze für Mobilfunk und Festnetz in 25 Ländern sowie Roaming-Abkommen in rund 200 Ländern
  • Global SIM für weltweite Erreichbarkeit
  • Flexibilität, auf spezielle Kundenanforderungen einzugehen
  • Bereitschaft zu neuen Lösungen
  • Ausgewiesene M2M-Kompetenz

SIM-Karte: Fest eingelötet und über jedes Netz erreichbar

Helmut Schnierle, Head of M2M Sales bei Telefónica in Deutschland

Helmut Schnierle, Telefónica

Zusätzlich bot Telefónica eine SIM-Karte an, die im Steuerungsmodul für die Standheizung eingelötet und fest verbaut wird. Die Global SIM ist über jedes Mobilfunknetz erreichbar, sodass sich der Besitzer weltweit keine Sorgen über mögliche Funklöcher des einen oder anderen Mobilfunkkonzerns zu machen braucht.

„Für den Autobesitzer macht es das sehr viel einfacher als bisher übliche Lösungen“, erklärt Helmut Schnierle, Head of M2M Sales bei Telefónica in Deutschland. „Üblicherweise muss er sich um einen Mobilfunkvertrag, um eine SIM-Karte für die Steuerung im Auto kümmern. Und er musste sicherstellen, dass beispielsweise noch genug Guthaben auf dem zugehörigen Vertrag verfügbar war, damit die Fernbedienung funktionieren konnte. All diese Aufgaben sind für ihn mit dem neuen System von digades auf einen Schlag erledigt.“

digades-Marketingleiter Klein freut sich über die neue Lösung, die für den Kunden so einfach zu bedienen ist. „Mit der Unterstützung von Telefónica konnten wir eine Fernbedienung mit echten Alleinstellungsmerkmalen entwickeln. Wir bieten sie mittlerweile unter dem Namen dfreeeze® direkt auf dem Markt an und stehen auch mit großen Unternehmen aus der Automobil-Industrie in Kontakt, die sich für unser System interessieren.“ Unter anderem ist das System ab sofort über alle Volkswagen-Händler als Zubehör erhältlich.


Kundennutzen: Robuste Echtzeit-Lösung funktioniert weltweit
Durch die Zusammenarbeit mit Telefónica konnte digades eine für den Nutzer einfach zu bedienende Fernsteuerung seiner Autostandheizung realisieren.

  • Der Nutzer kann seine Standheizung ganz einfach über das Smartphone oder eine Webseite steuern.
  • Verzögerungen, die den Komfort der Standheizung mindern würden, sind ausgeschlossen.
  • Durch den zwischengeschalteten Server lassen sich sehr komfortabel verschiedene Fahrer- und Nutzerprofile anlegen, ohne dass dadurch Widersprüche und Fehler in der Steuerung auftreten.
  • Der Nutzer braucht keinen Mobilfunkvertrag für seine Standheizung.
  • Die Steuerung funktioniert weltweit.
  • Ein manuelles Eingreifen am Steuergerät ist nicht erforderlich.
  • Die eingelötete Global SIM ist robust und arbeitet auch unter den teilweise stark schwankenden Umgebungsbedingungen im Auto zuverlässig.

Pluspunkt: Weitere Server-basierte Dienste integrierbar

App für dfreeeze®

App für dfreeeze®

Die dfreeeze®-Fernbedienung für die Standheizung läuft über einen zentralen Server und der Autofahrer stellt auf seinem iOS- oder Android-Smartphone seine Abfahrtzeit und die gewünschte Temperatur seines Fahrzeugs ein. Alternativ kann er auch das dfreeeze®-Webportal von allen Internet-fähigen Geräten wie PCs, Macs oder Tablets nutzen. Per Internetverbindung gehen diese Informationen an den zentralen dfreeeze®-Server. Dieser prüft deren Gültigkeit und sendet sie per USSD an das dfreeeze®-Steuerungssystem im Auto. Die Erfolgsmeldung verläuft in umgekehrter Reihenfolge.

Der zentrale Server übernimmt dabei nicht nur die Aufgabe von Zugangsprüfung und Informationsweiterleitung, sondern auch die Verwaltung von Nutzerprofilen und Konsolidierung der Daten. So wird verhindert, dass zwei Nutzer gleichzeitig widersprüchliche Steuerungsbefehle an die Standheizung senden.

Damit ein Autofahrer dfreeeze® für seine Standheizung nutzen kann, muss er das dfreeeze®-Steuerungsgerät in sein Fahrzeug einbauen lassen und eine Jahres-Nutzungslizenz kaufen. Sie finanziert die Datenkommunikation mit dem Steuergerät und Server-Dienste. Abgesehen von der Internetverbindung fürs Smartphone oder zum Webportal von dfreeeze® fallen dann keine zusätzlichen Kosten an, auch nicht im Ausland.

Gerade in der Kommunikation über einen zentralen Server sieht Rüdiger Klein einen ordentlichen Pluspunkt für digades und die Nutzer: „Damit sind wir bestens gerüstet, weitere Server-basierte Dienste zu entwickeln“, sagt der Elektrotechnik-Ingenieur und MBA. „Denkbar sind Dienste wie Fahrzeugortung, Alarmierung bei Diebstahl oder Notrufdienste. Die automatisierte Datenkommunikation vom Auto über unser Backend zum Nutzer und umgekehrt eröffnet hochinteressante Möglichkeiten, die mit Komfort und Sicherheit echte Mehrwerte bieten.“

Innovation von digades: Weltmarktführer kommt aus Sachsen

digades LogoDie digades GmbH entwickelt und fertigt maßgeschneiderte Elektroniklösungen mit hoher Flexibilität und Schnelligkeit, die sich durch eine Top-Performance hervorheben.

1991 gegründet, bietet das Unternehmen heute Systeme für die Automobilindustrie, die Gebäudetechnologie sowie Infrastrukturlösungen. Das Produktspektrum reicht von Bediensystemen über Funkfernbedienungen sowie Kommunikations- und Karosserieelektronik bis hin zu Zugangsberechtigungssystemen.

digades ist der weltweit größte Hersteller von Funkfernbedienungen für Automobilstandheizungen. Zu den Kunden zählen Automobilhersteller und Marktführer in der Gebäudetechnologie. Direkte, unkomplizierte Kommunikationswege und kurze Reaktionszeiten zeichnen das Unternehmen mit seinen 155 Mitarbeitern im sächsischen Zittau aus.

Als verlässlicher Entwicklungspartner stellt digades sicher, dass elektronische und mechanische Komponenten optimal zusammenwirken. Innovationen sichern den Erfolg. Diese Erkenntnis bestimmt seit über 20 Jahren das Denken und Handeln von digades – und das neueste Produkt dfreeeze® wird ermöglicht durch die clevere Lösung von Telefónica.

Weitere Informationen:

M2M bei Telefónica in Deutschland: m2m.telefonica.de
Kundenreferenz: digades GmbH
digades: Spitzenelektronik aus Sachsen

Produktinformationen:
Die dfreeeze® App: Standheizung per App steuern
Komponente für Ihr Fahrzeug: dfreeeze® Einbaukit
Amazon: dfreeeze® Standheizungssteuerung per App

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