Wayra Demo Day 2015

„Wenn man die Chance bekommt, muss man sie ergreifen.“ Josef Brunner, erfolgreicher Investor und Gründer von JouleX, ermutigte die Zuhörer seiner Rede beim diesjährigen demoDay in der Münchner Wayra-Akademie dazu, an ihre Träume zu glauben. Am 27. Januar hatte das internationale Startup-Programm von Telefónica Jungunternehmer, Interessierte und potentielle Investoren zur Veranstaltungsreihe von Let it Rip in seine Hallen geladen.

Mehrere hundert Gäste folgten der Einladung von Wayra-Chef Garan Goodman in München. Mit ihm führte Jarmila Placha, Teil des Wayra-Teams in Prag, durch das Event und brachte gleich noch Jungunternehmer aus Tschechien, der Slowakei wie Polen mit. Bevor die Startups ihre Geschäftsidee vor gesammeltem Publikum präsentieren konnten, lauschten sie den Vorträgen von Josef Brunner und Jack Lang.

Großes Gründen: Es muss auch was mal schief gehen

Wayra Demo Day 2015Josef, gebürtiger Münchner, gründete sein erstes Unternehmen bereits mit 16 Jahren und verkaufte zuletzt seine Software-Firma JouleX für schlappe 107 Millionen US-Dollar an Cisco. Seine Message an alle Jungunternehmer da draußen lautet: „Probiert Dinge aus, dabei muss auch mal was schief gehen, damit am Ende was Großes entstehen kann.“

Jack Lang, Co-Founder der Raspberry Pi Foundation – die mit ihren günstigen Mini-Computern Kindern das Programmieren beibringen wollen – erzählte von seinen anfänglichen Hürden, die man als Unternehmer hat.

„Anfangs dachten wir etwas falsch zu machen, weil keiner an unserem Produkt interessiert war“, erinnert er sich. „Denn was wir schon fast vergessen hatten: Wir mussten auf unsere Kunden hören.“ Und genau das rate er jedem Jungunternehmer mit großen Visionen. Mittlerweile gehört Raspberry Pi zu den beliebtesten Computern für Bastler, die ihn als Media Center, Wetterstation, Mini-Rechner oder Heizungssteuerung einsetzen.

90 Sekunden: Der wichtigste Pitch Deines Lebens

Nach den beiden Vorträgen hieß es: Was ist die Idee hinter Deinem Startup? Was kann das Produkt und warum brauchen wir es? All diese Fragen mussten die teilnehmenden Jungunternehmer aus Deutschland, Tschechien, Polen und der Slovakei von Wayra in nur 90 Sekunden beantworten – Aufregung pur! Wir haben uns zwei Ideen heraus gegriffen.

parkpocket App

parkpocket App

Das kanadische Startup Neokami mit Sitz in München ist spezialisiert auf Sentiment-Analyse in Echtzeit. Erst 2014 von Ozel Christo und Andrei Ciobator gegründet, basiert Neokami auf selbstlernenden Algorithmen, die sich automatisch aktualisieren und wiederum von den analysierten Daten lernen.

CEO Ozel Christo erklärt: „Neokami ist ein flexibel einsetzbares Tool, das unter anderem die Empfindungen von Personen in Bezug auf ein bestimmtes Thema auf visuell unterschiedlichste Art und Weise abbilden kann. Dabei können die Daten aus unterschiedlichen Datenquellen kombiniert werden. Aktuell evaluieren unsere Algorithmen zum Beispiel Datensätze aus dem Kurznachrichtendienst Twitter.“ Vorteil dieser Unternehmensidee: Mit den Daten können Stimmungen für eine Marke weltweit verfolgt werden und die Ergebnisse Marketingstrategien optimieren.

Unser nächstes Startup hat sich über die aktuelle Parkplatzsituation Gedanken gemacht – und das ist vor allem in Deutschland ein großes Problem. „Im Durchschnitt suchen die Deutschen zehn Minuten am Tag in der Stadt nach einem Parkplatz“, so Stefan Bader, Geschäftsführer und Mitgründer von parkpocket. Diesem Übel wollen die Jungunternehmer ein Ende bereiten. parkpocket bietet ein digitales Parkleitsystem, über das Stellflächen in Parkhäusern in Echtzeit angezeigt werden – auch Parkplätze mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge. Stefan erklärt: „Wir wollen mit parkpocket eine größere Preistransparenz der Parkplätze schaffen und gleichzeitig die Städte entlasten, die durch Parkplatzsuchende viele Staus verzeichnen.“ Die parkpocket-App zeigt Autofahrern freie Stellplätze in Parkhäusern ihrer unmittelbaren Umgebung und ermöglicht es Preise ganz einfach miteinander zu vergleichen. Erhätlich ist die App ab dem 18. Februar für iOS und Android.

Wayra weltweit: Lieferdienste und Lehrervermittlung

Wayra Demo Day 2015Neben Neokami und parkpocket sind außerdem die Unternehmen Volo, Regionalmarkt.de und Meetnlearn in der Münchner Wayra-Akademie zu finden. Das Münchner Startup Volo ist ein lokaler Lieferdienst, der mehrere Restaurants auf seiner Homepage bündelt. Damit ist es jedem, der schnell Essen bestellen will, aber nicht so recht weiß, was es dieses Mal sein soll, leicht gemacht unter verschiedenen Restaurants Münchens auszuwählen, die keinen Lieferservice anbieten. In durchschnittlich nur 33 Minuten ist das Gericht dann vor der Haustür. Noch läuft Volo nur in München.

Ebenfalls aus München kommt der Onlinemarkt Regionalmarkt. Die Betreiber bieten ihren Kunden frische Lebensmittel, direkt vom Bauernhof aus ihrer Umgebung. Dabei achten sie auf die transparente Lieferkette sowie einwandfreie Qualität der Produkte. Last but not least ist das slowakische Startup Meetnlearn Teil der Wayra-Akademie. Der Online-Nachhilfevermittler ist bisher nur in der slowakischen Start Trnava verortet.

Wie man anhand der Startup-Ideen sieht, sind Wayras Jungunternehmer voller Tatendrang und haben sich der Tipps von Josef Brunner und Jack Lang angenommen: Niemals den Kunden aus den Augen verlieren!

Weitere Informationen

Zuwachs in München: Vorstellung der fünf neuen Start-ups
Über Wayra: www.wayra.co
Pressemappe: Wayra
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