Valentina Daiber, Telefonica

Keynote von Valentina Daiber, Telefónica Deutschland

Wie innovativ ist die deutsche Telekommunikationsbranche? Wie können die TK-Branche und ihre Innovationen helfen, hochspezialisierte Erfindungen und gesellschaftliche Lebensmodelle mit zu entwickeln? Diese Fragen standen im Fokus des traditionellen VATM-Abends auf der CeBIT. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten hatte in das Alte Rathaus von Hannover eingeladen – und Telefónica in Deutschland war einer der Hauptsponsoren dieser Veranstaltung.

Die rund 230 Gäste aus Politik und Wirtschaft wurden vom VATM-Vizepräsident David Zimmer begrüßt. In seiner Rede ging er auf die in diesem Jahr anstehenden richtungsweisenden Ereignisse für die Telekommunikations-Branche ein und betonte, dass die Branche dafür Sorge tragen müsse, Investitionen nachhaltig in Deutschland zu halten. Valentina Daiber, Director Corporate Affairs von Telefónica Germany sowie Präsidiumsmitglied des VATM, betonte in ihrer Keynote die enormen Chancen der zunehmenden Digitalisierung für die TK-Branche. Die Branche sei jetzt gefordert, den digitalen Wandel aktiv mit zu gestalten.

Level Playing Field: Politik und Regulierung sind gefordert

VATM-AbendDurch die zunehmende Nutzung von Handys und Smartphones ermöglichen die Netzbetreiber wie Telefónica den Menschen Zugang zur Digitalisierung ihrer Lebenswelt.

Politik und Regulierung seien dabei gefordert, der TK-Branche entsprechenden Rückenwind zu verschaffen, betonte Valentina Daiber, indem zum Beispiel ein Level Playing Field zwischen OTTs und TK-Branche geschaffen und die Netzneutralität nicht zu eng reguliert werde.

Bei der anschließenden Statement-Runde mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik zum Thema „Innovation, Wachstum und globaler Zugang“ ging es darum, Best-Practice-Beispiele aus der Wirtschaft darzustellen und den Blick über Deutschland hinaus auf andere Märkte wie China und Skandinavien zu richten.

Mehr Mut zeigen: Autonomes Fahren auf der A9

Diskussionsrunde

von links: Brigitte Zypries, Moderatorin Kerstin Stromberg-Mallmann,
Dr. Ari Huczkowski, Stefan Koetz, Valentina Daiber, Peter Hartz

Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ericsson Deutschland, lobte das Technikverständnis der Schweden und plädierte dafür, auch in Deutschland neue Technologien frühzeitig auszuprobieren. Ein gutes Beispiel dafür sei das Projekt „Autonomes Fahren“ auf der A9. Auf die Frage, was man in Deutschland für mehr Innovation tun könne, war seine klare Empfehlung: Mehr Mut zeigen.

Peter Hartz, ehemaliger VW-Personalvorstand, stellte ein innovatives Konzept der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit vor, bei der es um ein innovatives Alterskonzept mit generationsübergreifender Vernetzung in der Bohei-Bucht in China ging.

Dr. Ari Huczkowski, CEO der Finnish Otaniemi Markting LTd company, beschrieb das Verhältnis seiner Landsleute zum Internet mit der Aussage „In Finnland braucht man Breitband wie Luft oder Wasser.“ Dr. Tamara Zieschang vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt hob hervor, dass Investoren nur mit einer guten Infrastruktur gewonnen werden können, wozu sie neben Breitband auch Forschungsklima und Fachkräfte zählte.

Am Ende der Statement-Runde äußerte sich Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über die Möglichkeiten, seitens der Politik Innovationen zu fördern. Dabei könne der Staat immer nur Anreize geben, die Innovation ginge aber immer nur vom Menschen aus. Im Anschluss stand wieder der traditionelle Dialog zwischen den Gästen und das Networking beim VATM-Abend im Vordergrund – mit all den vielfältigen Themen, die die Telekommunikations-Branche am Rande der CeBIT zu bieten hat.

Impressionen der Veranstaltung am 16. März 2015

Fotos: Frank Ossenbrink

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