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Sofia Schönberger

Alle sagen, wenn man jung ist, dann ist man unbeschwert. Doch ich war unsicher. Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Gute Frage! Ich war doch gerade erst 19 Jahre alt. Nach dem Schulabschluss war ich einfach noch nicht bereit, mich für einen Studiengang zu entscheiden. Doch dann startete mein dreimonatiges Praktikum bei Telefónica in Deutschland. Das hat mich auf den Weg gebracht.

Ich wusste schon immer, dass ich Sprachen mag und gern schreibe. Also entschied ich mich für die Münchner Kommunikationsabteilung der globalen Firma Telefónica, um endlich einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen.

Doch gleich meine erste Berufserfahrung machte mich sprachlos: „Was erwartest du von diesem Praktikum?“, fragt einer der Chefs bei unserem ersten Gespräch im 31. Stock des 300 Millionen Euro teuren O2 Tower. Ich schaue auf meine Sneakers und denke: „Na toll, ich habe keine Ahnung, was ich antworten soll.“ Meine Antwort fällt mir heute gar nicht mehr ein.

Erster Tag: Willkommen in der Erwachsenenwelt

o2 Tower in München. Foto: Fernanda Vilela

o2 Tower in München. Foto: Fernanda Vilela

Zehn Tage später war dennoch mein erster Arbeitstag. Ich war ziemlich unsicher und fühlte mich kaum vorbereitet, um der Arbeitswelt gegenüberzutreten. Doch es lief besser als erwartet.

Die Kollegen gingen sehr nett auf mich zu, stellten sich vor und gaben mir die ersten kleinen Aufgaben. Ich spürte schnell, dass sie mich nicht als die kaum erfahrene Praktikantin behandelten, sondern als Kollegin. Das hat mich sehr fasziniert.

In der internen und der externen Kommunikation nahm man sich viel Zeit, mir alles zu erklären und interessante Aufgaben für mich zu finden. Alle waren sehr geduldig, wenn ich nicht gleich etwas verstand. Deshalb kroch ich langsam aus meinem Schneckenhaus und merkte, dass die Erwachsenenwelt gar nicht so beängstigend ist, wie sie mir früher oft erschien.

Wichtigste Erfahrung: Vertrauen und Zuversicht für die Zukunft

Sofia-Schoenberger-0-IMG-4102-960x540Mit der Zeit bekam ich immer anspruchsvollere Aufgaben, beispielsweise eine Seite im Mitarbeiter-Portal zu bauen oder einen Blogartikel über den Verkaufsbeginn des Samsung Galaxy S6 zu schreiben. Meine Berichte über die Brut der Wanderfalken gehörten sogar zu den meistgelesenen, als sie erschienen.

Ich durfte bei interessanten Meetings dabei sein und den Techniker-Chat betreuen, als eine Mitarbeiterveranstaltung in die verschiedenen Standorte übertragen wurde. Das muss alles wie am Schnürchen laufen und das Video darf nicht ruckeln. Man sieht also gleich: Ich hatte sehr viel Abwechslung und bekam Einblicke in verschiedenste Bereiche von Telefónica in Deutschland, obwohl ich doch gerade erst von der Schule kam.

Besonders auf menschlicher Ebene habe ich sehr viel gelernt. Ich konnte sehen, was es bedeutet, im Team zu arbeiten. Es war sehr interessant, zu einem großen Organismus zu gehören, der nur funktioniert, wenn jeder Einzelne seinen Beitrag leistet. „Was hattest du von diesem Praktikum erwartet?“ Darauf habe ich immer noch keine richtige Antwort. Auf jeden Fall war es weniger, als ich dann schließlich bekam. Ich nehme sehr viele Erfahrungen von Telefónica mit und habe jetzt viel mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten. Zusätzlich habe ich gelernt, wie wichtig Respekt, Geduld und Motivation in einem Team sind. Und was für mich am aller Wertvollsten ist: Vor drei Monaten schaute ich unsicher in die Zukunft, doch jetzt freue mich darauf und bin zuversichtlich.

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