Smart Meter - M2M SIM-Karte

Wer heute von Innovationen spricht, kommt nicht am Internet der Dinge oder der Industrie 4.0 vorbei. Aber sind das nur Schlagwörter für große Konzerne? Wie kann auch der Mittelstand diese Entwicklungen nutzen? Solche Fragen beantwortet der Digital Innovation Day von Telefónica. Am 30. September treffen sich Experten und Unternehmer in München um zu erfahren, wie sie innovative Technologien in neue Geschäftsmodelle übertragen können. Denn darauf kommt es heute an.

Immer mehr neue Wettbewerber stellen bisher etablierte Geschäftsmodelle in Frage. Unbekannte oder wenig beachtete Unternehmen drängen plötzlich mit innovativen Ideen auf den Markt. Sie sind erfolgreich, weil sie sich intensiv mit den technischen und unternehmerischen Möglichkeiten der Digitalisierung auseinander gesetzt haben. Wer ihnen nicht nur nacheifern, sondern selbst die Zukunft gestalten will, muss bereit sein, sogar Bewährtes in Frage zu stellen und Chancen des Neuen zu erkennen. Dabei hilft besonders der Blick in die Praxis von bereits erfolgreich digitalisierten Unternehmen.

Digital Innovation Day 2015:

Der erste Digital Innovation Day im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Mehr als 100 Kunden, Partner und Medienvertreter kamen, um mehr über die M2M-Angebote von Telefónica zu erfahren. Deshalb wird die Veranstaltung 2015 in einem größeren Rahmen wiederholt.  

Die Eröffnungsrede wird  Thorsten Dirks halten, der CEO von Telefónica in Deutschland und Präsident des Hightech-Branchenverbandes Bitkom. Auch die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und stellvertretende Ministerpräsidentin, Ilse Aigner, hat sich angekündigt und wird einen Vortrag halten.

Auf der Agenda stehen Diskussionen und Vorträge über Themen wie die Digitale Transformation der Geschäftsmodelle oder Der Wandel im Energiemarkt, die von führenden Managern und Experten aus der Branche gehalten werden. Die Liste der Zusagen für den 30. September 2015 ist bereits jetzt dreimal so groß wie im Vorjahr. Doch in diesem Jahr ist der Veranstaltungsort größer und letzte Anmeldungen sind noch hier möglich.

Aber der Weg in die Industrie 4.0 ist nicht immer einfach. Die Digitalisierung hat zwar längst alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft erfasst. Doch während sich im Privatleben das Smartphone als ständiger Begleiter etabliert hat, fällt es Unternehmen immer noch schwer, bei den jüngsten Entwicklungen mitzuhalten. Die deutsche Wirtschaft hinke international hinterher, warnte deshalb auch der Münchner Kreis vor einigen Monaten in seiner Studie zur Digitalisierung.

McKinsey: Große Mehrheit sieht Industrie 4.0 als Chance

M2M LösungenDie Unternehmensberatung McKinsey bestätigt dies in ihrer Untersuchung Industry 4.0 – How to navigate digitization to the manufacturing sector: Erst sechs von zehn Unternehmen in Deutschland fühlen sich auf Industrie 4.0 gut vorbereitet.

91 Prozent nehmen die Digitalisierung der industriellen Produktion allerdings durchaus als Chance wahr. Im Durchschnitt erwarten deutsche Unternehmen dadurch eine Produktivitätssteigerung von mehr als 20 Prozent.

Dass die Digitalisierung die Karten im Geschäftsleben neu verteilt, ist vielen Firmenlenkern bewusst: Jedes zweite Unternehmen in Deutschland geht davon aus, dass branchenfremde Konkurrenz, beispielsweise aus dem IT-Sektor, sein Kerngeschäft angreifen wird. In den USA erwarten dies sogar fast alle Firmen: 92 Prozent ergab die McKinsey-Studie, für die mehr als 300 Industrie-Entscheider aus Deutschland, USA und Japan befragt wurden.

Umwälzungen: Digitalisierung mischt immer mehr Märkte auf

connected car report m2mIn immer mehr Branchen zeigen neue Unternehmen, wie schnell sie mit frischen Ideen ganze Märkte auf den Kopf stellen. Der Zahlungsdienstleister Paypal führt beispielsweise den Banken und Kreditkartenunternehmen vor, wie einfach und schnell der Geldtransfer funktionieren kann. Währenddessen stellt MyTaxi die Bedeutung von Taxizentralen in Frage und Uber sogar das ganze Gewerbe. Keine dieser Firmen ist älter als 15 Jahre.

Und selbst ein volkswirtschaftliches Schwergewicht wie die Automobilbranche wird von Hightech-Unternehmen wie Tesla, Google oder Apple herausgefordert. Trotz ihrer Erfahrung aus über hundert Jahren und Milliardeninvestitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion könnten traditionelle Hersteller den Anschluss verlieren, wenn es ab jetzt um Elektroantrieb, Connected Cars oder autonomes Fahren geht. Wer solchen neuen Herausforderungen gewachsen sein will, darf sich nicht nur auf bisherige Stärken verlassen. „Viele Unternehmen schleppen ihre Fachsicht mit sich herum und kommen nicht hieraus“, mahnt auch Professor Arnold Picot vom Münchner Kreis. „Die Digitalisierung erfordert aber ein Neudenken und ein Neugestalten angestammter Prozesse und Wertschöpfungen.“

M2M: Vorteile durch Vernetzung für alle Branchen

Kinderplanet-Spielzeug

M2M bei Kinderplanet: Spaß für Kinder, Umsatz für den Handel

Dieses Neudenken muss gar nicht kompliziert sein oder das ganze bisherige Geschäftsmodell in Frage stellen. Fast jedes Unternehmen kann beispielsweise Vorteile aus der automatischen Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) ziehen, wie beispielsweise die Kinderplanet GmbH.

Der Hersteller von Kinderunterhaltungsgeräten vernetzt seine Kiddie-Rides in Form von Lokomotiven, Polizeiautos oder Fantasie-Figuren per M2M intelligent mit einer Software-Plattform. Das ermöglicht ihm nicht nur einen besseren Überblick über den Betrieb seiner Geräte, sondern es hilft auch, die Ausfallzeiten zu senken und dadurch die Einnahmen zu erhöhen. In kürzester Zeit haben sich die M2M-Investition für den Geschäftsführer Nils Miksch bezahlt gemacht.

In anderen Branchen setzt sich M2M bereits auf breiter Front durch, beispielsweise auf dem Energiemarkt. Dort haben regulatorische Auflagen, Energiewende, aber auch Komfortwünsche der Kunden, wie sie Smart-Home-Anwendungen erfüllen, bereits für einen kräftigen Digitalisierungsschub gesorgt. Auch darüber wird beim Digital Innovation Day berichtet. Telefónica hat sich besonders bei Energieversorgern als kompetenter und engagierter Partner etabliert.

Telefónica: Technologie-Partner für Energieversorger

Smart Meter RF Mesh

Digital vernetzt: Industrie 4.0

Das Unternehmen hat nicht nur in Großbritannien den bislang größten Auftrag für Smart-Metering erhalten, sondern arbeitet auch in Deutschland mit vielen kleinen und großen Energieversorgern, mit Stadtwerken und Technologie-Anbietern zusammen. Beispielsweise mit der Energieversorger-Kooperation Trianel oder den Stadtwerken in Reutlingen und München.

Zum Erfolgsrezept von Telefónica zählt dabei unter anderem die Offenheit, auch technologische Entwicklungen abseits der bekannten Lösungen einzubinden. „Wir haben in ersten Smart-Meter-Projekten in Großbritannien, aber vor allem in Deutschland festgestellt, dass der Mobilfunk nicht immer ausreicht, um eine 100-prozentige Konnektivität am Zähler zu gewährleisten“, erklärt Sven Koltermann, Leiter Energy M2M bei Telefónica in Deutschland. „Doch wir haben eine pfiffige Lösung für diese Herausforderung gefunden.“

Zum Einsatz kommt die Funktechnik RF Mesh: Die Geräte bauen bei Bedarf kleine selbstkonfigurierende Datennetze auf, in denen sie sich die Verbrauchsinformationen gegenseitig übertragen. Jedes Gerät hat eine SIM-Karte eingebaut und sobald einer dieser Zähler ein ausreichend starkes Mobilfunknetz findet, überträgt er automatisch die Daten aller Teilnehmer seines Ad-Hoc-Netzwerkes an das Versorgungsunternehmen. So lässt sich der Verbrauch jedes Kunden mehrmals pro Tag ablesen und die Digitalisierung der Energiewirtschaft kommt einen großen Schritt voran.

Gesundheitswesen: Neue Lösungen durch M2M und Global SIM

Auch im Gesundheitssektor, wo das Patientenwohl an erster Stelle steht, sorgt die Entwicklung für Fortschritte. In einer alternden Gesellschaft mit Pflegekräftemangel wird es immer schwerer, Menschen mit Betreuungsbedarf angemessen zu versorgen. Nicht zuletzt deshalb gewinnen Notrufsysteme immer mehr an Bedeutung. Doch während bislang übliche Lösungen auf die Anwendung zu Hause ausgelegt waren, hat das Münchner Unternehmen Libify sein System GeoCare entwickelt, das der gestiegenen Mobilität älterer Menschen Rechnung trägt. Genau deswegen funktioniert es über Mobilfunk und nutzt dafür eine spezielle SIM-Karte von Telefónica, die sich in jedem Land immer automatisch in das stärkste Netz einbucht, auch wenn es nicht zum Unternehmen gehört.

Libify

Libify kann durch Telefónica eine Kombi-Lösung aus Notruf und Ortung anbieten

Libify-Geschäftsführer Tim-Julian Hartmann sieht vor allem in der Kombination von M2M und Telefon-Funktionen, welche die SIM-Karte ermöglicht, einen großen Vorteil: „Die Global SIM von Telefónica sorgt gerade auch in schwierigen Situationen für die Verbindung zur Nothilfe. Dass über die SIM-Karte für unsere M2M-Anwendung auch eine Sprachkommunikation möglich ist, bringt unseren Kunden zusätzlich Sicherheit.“

Gerade der Gesundheitssektor zeigt, welche ungewöhnlichen Lösungen heute möglich sind. So hat beispielsweise das amerikanische Unternehmen GTX Corp eine Anwendung entwickelt, bei der man kaum noch von M2M sprechen mag: eine Einlegesohle für Schuhe, die überraschende Fähigkeiten besitzt. Die GPS Smart Sole setzt auf Satelliten-Ortung per GPS und die Global SIM von Telefónica. Damit kann sie automatisch eine Nachricht senden, wenn der Einlagenträger ein bestimmtes Gebiet verlässt und dadurch in Gefahr gerät. Die kluge Sohle wird bereits zum Schutz von Demenz-Kranken genutzt. Verwirrte Patienten müssen damit nicht mehr umherirren. Durch eine kurze Positionsabfrage werden sie schnell von Angehörigen oder Pflegekräften gefunden und können sicher in ihre gewohnte Umgebung gebracht werden.

Die Digitalisierung krempelt also wirklich jeden Wirtschaftsbereich um und kommt dabei immer schneller voran, auch wenn die Autoren der McKinsey-Studie im März noch von einem „schrittweisen Übergang zur Industrie 4.0“ sprachen. Für den deutschen Mittelstand 4.0 ist jetzt der optimale Zeitpunkt erreicht, um schnell auf diesen anfahrenden Zug aufzuspringen. Was den Fortschritt in den nächsten Jahren antreiben wird, erfahren Unternehmer, Geschäftsführer und Manager aller Branchen in der kommenden Woche beim Digital Innovation Day.

Weitere Informationen:

Der 2. Digital Innovation Day von Telefónica findet am 30.09.2015 statt.

M2M bei Telefónica in Deutschland: m2m.telefonica.de

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