Thomas Gottschalk Medientage

Telefónica in Deutschland hat die Chancen der Digitalisierung erkannt und sich zum Ziel gesetzt, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zu werden. Auch andere Branchen müssen sich mit dem digitalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzen, daher ist das diesjährige Motto der Medientage München keine große Überraschung.

Unter dem Thema „Digitale Disruption – Medienzukunft erfolgreich gestalten“ wird in München auf insgesamt rund 90 Panels noch bis morgen über die Zukunft der Medien diskutiert.

Nachdem letzte Woche bei der Eröffnung der Hauptstadtrepräsentanz von Telefónica in Deutschland bereits zahlreiche Debatten über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung geführt wurden, setzt sich die Diskussion nun bei den Medientagen fort. Dabei war neben der Zukunft des Fernsehens vor allem der Umgang mit Daten ein großes Thema am ersten der insgesamt drei Kongresstage.

Ilse Aigner: Mensch und Maschine arbeiten zusammen

Ilse Aigner CSU Medientage 2015

Ilse Aigner, CSU

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner stellte in ihrer Rede zur Eröffnung der Veranstaltung fest, dass es zukünftig wohl nur noch zwei Typen von Mitarbeitern gibt: die einen, die den intelligenten Maschinen sagen, was sie zu tun haben, und die anderen, die von den intelligenten Maschinen gesagt bekommen, was sie zu tun haben.

Zum Auftakt diskutieren dann die Senderchefs unter der Moderation von Thomas Gottschalk darüber, „wie das Kräftespiel zwischen Glotze, Netz und Nutzer unser Fernsehen verändert“.

In seiner Keynote zum Thema „Wirtschaftspolitik und digitaler Wettbewerb“ stellte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wie zuvor auch schon seine bayerische Kollegin Aigner fest, dass immer mehr internationale Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzen und nannte als Beispiele den Fahrdienst Uber und das Konzept von Airbnb.

Bedürfnisse erfüllen: Smart Devices, Smart Data, Smart Life

Sigmar Gabriel Medientage Muenchen

Sigmar Gabriel, SPD

Wie das Internet der Dinge unser Leben verändern kann, wurde in einer von vielen Veranstaltungen am Nachmittag deutlich. Durch connected devices und Datenanalysen können zukünftig meine Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden.

Im Bereich Gesundheit kann die Auswertung meiner Tracking-Daten beispielsweise eine viel genauere Diagnose erstellen als die herkömmlichen Methoden eines Arztes. Es wird bald mehr verbundene Geräte auf der Welt als Menschen geben. Für die M2M-Kommunikation leisten Telekommunikationsunternehmen einen entscheidenden Beitrag, denn mit unseren Hochgeschwindigkeitsnetzen liefern wir die Infrastruktur, auf der das Internet der Dinge Realität wird.

Zuletzt wurde auf dem Infrastrukturgipfel unter anderem über die Zukunft der Netze debattiert. Dabei waren die Finanzierungsprobleme der stetig wachsenden Infrastruktur und die Herausforderung des bedarfsgerechten Ausbaus ein Thema. Die Netze müssen gut für die wachsenden Anforderungen wie 5G ausgebaut werden. Zudem wurde das wachsende Ungleichgewicht von Aufwand und Nutzen im Vergleich von den Infrastrukturgebern zu den OTTs diskutiert. Letztendlich ist die Infrastruktur essenziell für die digitale Transformation, denn nur mit entsprechend leistungsfähigen Netzen ist die Wirtschaft für die Digitalisierung gerüstet.

Abonnieren
Blogbeiträge per E-Mail
Blog-Archiv