Smart Meter - M2M SIM-Karte

Die automatische Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) ist das nächste große Wachstumsfeld der Telekommunikation. Schon in vier Jahren soll es 35 Milliarden vernetzte Geräte auf der Erde geben und drei Viertel davon werden Maschinen sein. Es entsteht ein Internet der Dinge, in dem sich die Geräte selbst organisieren und ihre Arbeitsschritte allein koordinieren. Die Industrie 4.0 ist der nächste Schritt der Digitalisierung – und Unternehmen wie Telefónica stellen die Grundlage dafür bereit.

Ohne Netz gibt es kein Internet und auch keinen Mobilfunk. Deshalb investierten allein in Deutschland die Telekommunikationsunternehmen in den vergangenen Jahren mehr als 100 Milliarden Euro in ihre Breitbandnetze. Besonders der schnell vorankommende Ausbau des LTE-Mobilfunks ist eine wichtige Basis dafür, dass sich das Internet der Dinge überall nutzten lässt. Die Vorteile der neuen Technik erkennen auch immer mehr mittelständische Unternehmen: M2M hat die Experimentierphase verlassen und seinen Weg ins Tagesgeschäft gefunden. Die interessantesten Beispiele gab es erst neulich beim Digital Innovation Day von Telefónica zu sehen. In unserem Interview berichtet Helmut Schnierle, Head of M2M Sales bei Telefónica in Deutschland, aus der Praxis.

M2M: Business Case steht heute im Mittelpunkt

Helmut Schnierle, Head of M2M Sales bei Telefónica in Deutschland

Helmut Schnierle, Head of M2M Sales

Es wird oft kritisiert, dass die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung hinterherhinkt. Wie kommt es dazu?

Vielen Unternehmen fällt es noch schwer, sich mit der durchgängigen Digitalisierung, dem Internet der Dinge und M2M anzufreunden oder die Chancen zu erkennen, die sich daraus ergeben. Was für ihre Verwaltung vielleicht schon Standard ist, gilt noch längst nicht für das Geschäftsmodell. Doch es gibt Fortschritte. Aus meiner täglichen Erfahrung kann ich sagen, dass das Thema bei den CEOs, bei den Geschäftsführern und Eigentümern angekommen ist.

Wie äußert sich das?

Wenn wir zu Kunden gehen, diskutieren wir heute wesentlich intensiver den Business Case, in dem M2M-Technik zum Einsatz kommen soll. Es geht immer häufiger darum, dass wir von Telefónica als Kommunikationsdienstleister nicht nur unsere Services anbieten, sondern vielmehr als Partner das Wachstum in ein dynamisches Marktumfeld zum Vorteil von beiden Seiten vorantreiben.

Digitalisierung: Vorteile fürs Geschäftsmodell erkennen

Welchen Weg zur Digitalisierung empfehlen Sie Ihren Gesprächspartnern?

Darauf gibt es ebenso wenig eine Standardantwort, wie es eine Standardlösung für Digitalisierung und M2M gibt. Es kommt immer auf den individuellen Fall, die spezielle Anwendung, das eigene Unternehmen an. Aber natürlich kann man von dem lernen, was andere machen. Die Entwicklung von neuen Services und neuen Geschäftsmodellen geschieht in der Regel nicht über Nacht. Vielmehr nimmt man das eigene Geschäft unter die Lupe, sieht sich Lösungen von Wettbewerbern an, informiert sich über technische Entwicklungen und Kundenverhalten. Wer das intensiv macht, der entdeckt schließlich auch das für sein Unternehmen ganz konkrete Potenzial der Digitalisierung seines Geschäftsmodells.

Wie hilft Telefónica dabei ganz konkret?

Grundsätzlich helfen wir unseren Kunden natürlich durch unser Account-Management und den Service unserer Techniker. Sie unterstützen Unternehmen dabei, die für sie passende M2M-Lösung zu entwickeln. Doch wir geben auch praxiserprobte Impulse: Beim Digital Innovation Day kamen viele Unternehmensvertreter und Experten, die ihren Weg in die Digitalisierung bereits gefunden haben. Sie berichteten beispielsweise, was sie gelernt haben und wie man Fehler vermeiden kann.

Bei unseren Veranstaltungen geht es vor allem darum, von anderen zu lernen, um Schritt mit der Entwicklung zu halten und vielleicht auch selbst zu einem Impulsgeber der Digitalisierung zu werden. Als Telekommunikationsanbieter bieten wir dafür nicht nur die passenden technischen Plattformen, sondern unterstützen auch auf der unternehmerisch-kaufmännischen Seite.

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