Telefónica unterstützt Startups mit Wayra

Das Wayra-Startup NFWare startet durch. Der Anbieter von virtualisierter Netzwerk-Software für Telekommunikationsanbieter gewann in den vergangenen Tagen gleich drei Investoren für sich: Maxfield Capital, Almaz Capital und Telefónica über sein Startup-Programm Wayra. Das junge Gründer-Team aus der Münchner Wayra-Akademie sammelt damit eine sechsstellige Euro-Summe für die Entwicklung und Erweiterung seiner Geschäftsidee ein.

Telefónica ist eines der führenden digitalen Telekommunikationsunternehmen der Welt. Um die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen, geht der globale Konzern neue Wege und sucht nach innovativen Lösungen. Das Investment bei NFWare, welches nah an dem Kerngeschäft des Netzbetreibers liegt, ergab sich beispielsweise durch das eigene Startup-Programm: Wayra ist ein Teil der Open-Future-Initiative von Telefónica.

NFWare: Netz-Komponenten als Software virtualisieren

Team des Wayra-Startups NFWare

Team des Wayra-Startups NFWare

NFWare stellt Telekommunikationsanbietern virtuelle Netzwerkfunktionen für IP/Packet-Core-Netzwerke bereit, mit denen sie auch höchste Traffic-Spitzen auf herkömmlichen Servern bewältigen können.

Die Lösung erreicht Verfügbarkeiten im Carrier-Grade-Bereich, die sich bisher fast ausschließlich mit dedizierter Hardware erreichen ließen. Doch bei NFWare wird keine spezielle Hardware dafür benötigt, denn es handelt sich um eine Software-Lösung, welche die Netzkomponenten virtualisiert.

Weil der Dienst als Pay-per-Use abgerechnet wird, können Netzbetreiber ihre Kosten damit maßgeblich senken und gewinnen ein hohes Maß an Flexibilität, denn bei Bedarf können sie ihre Leistung schnell an neue Anforderungen anpassen. NFWare war deshalb mit seiner Lösung für Virtual CG-NAT in diesem Jahr bereits an mehreren Pilotprojekten und Feldversuchen bei europäischen Netzbetreibern beteiligt. Eine starke Leistung für ein Startup! Und Wayra macht es möglich.

Investoren: Maxfield Capital, Almaz Capital und Wayra

NFWare ProsMaxfield Capital ist eine Risikokapitalgesellschaft, die weltweit in junge Technologieunternehmen investiert, mit Niederlassungen in New York, Tel Aviv und Moskau.

Die Investoren sind kontinuierlich auf der Suche nach einzigartigen Ideen, visionären Unternehmern und neuen Marktnischen. Dabei zielen sie auf globale Erfolgsgeschichten ab, welche die Lücke zwischen hochwertigen Ingenieurleistungen und kaufmännischer Abwicklung schließen.

Auch Almaz Capital investiert vor allem in Early-Stage-Technologieunternehmen. Zu den Investoren ihre Fonds gehören Cisco, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und die International Finance Corporation, die ein Mitglied der Weltbank-Gruppe ist. Die Liste seiner Exits ist ebenfalls beachtlich: nScaled wurde 2014 von Acronis gekauft, Vyatta 2012 von Brocade übernommen und Qik 2011 von Skype. Im selben Jahr ging auch Yandex an die Börse und ist bis heute an der Nasdaq gelistet.

NFWare stellt sich vor

„Wir freuen uns sehr, dass wir so wählerische Investoren von unseren Stärken überzeugen konnten“, sagt Alexander Britkin, Mitgründer und CEO von NFWare. „Maxfield Capital, unter deren Führung das Geschäft abgeschlossen wurde, sowie Almaz Capital Partners und Wayra, stehen weltweit im Ruf, bei der Auswahl durchschlagender technologischer Ideen über ein ganz außergewöhnliches Gespür zu verfügen.“

NFWare We build Hardware in SoftwareSchon 2016 möchte sein Unternehmen erste Projekte in Europa durchführen und es plant, bereits 2017 auch in globale Märkte zu expandieren.

„Durch seine innovative Technologie und das hochmotivierte Team passt NFWare perfekt in unser Portfolio“, erklärt Alexander Turkot, Gründer und General Partner bei Maxfield Capital.

„Für uns ist offensichtlich, dass dieses Unternehmen schon in naher Zukunft in internationale Märkte vorstoßen wird. Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit.“

Nach den Berechnungen der Telko-Marktforscher von Analysys Mason wird der weltweite Umsatz mit virtuellen Lösungen für Telekommunikationsnetze im kommenden Jahr 2,4 Milliarden Dollar betragen und bis 2023 sogar auf 29 Milliarden steigen.

Virtualisierung: Chance für neue Netzwerk-Anbieter

NFWare virtualDas große Potenzial der Virtualisierung von Netzwerkfunktionen (NFV) wird schon am Beispiel des Telefónica-Konzerns schnell erkennbar: „Für Telefónica, wie auch für alle Telekommunikationsanbieter, eröffnen die Virtualisierung und die Nutzung von Cloud-Computing bei Netzwerk-Komponenten enorme technische Möglichkeiten“, sagt Cayetano Carbajo Martin, CTO von Telefónica in Deutschland.

„Sie erlauben es, die Telekommunikationsnetze auf neue Weise und dabei agiler, zuverlässiger und zu geringeren Kosten zu betreiben“, erklärt der Netzwerk-Chef. „Es ist auch eindeutig erkennbar, dass die Virtualisierung eine Chance für neue Lieferanten ist. Sie wird die Anbieterlandschaft in den nächsten Jahren verändern.“ Ein weiterer Vorteil: Weil solche virtuellen Systeme ortsunabhängig sind, kann NFWare seinen Kunden auf der ganzen Welt dieselben Funktionen anbieten.

Wayra: Hervorragendes Gespür für beste Technologien

Garan Goodman, Geschäftsführer von Wayra in Deutschland

Garan Goodman, Geschäftsführer von Wayra in Deutschland

„Wir haben wieder ein hervorragendes Gespür für vielversprechende Technologien bewiesen“, sagt Garan Goodman, Managing Director von Wayra in Deutschland. „Dabei hatten wir auch sofort erkannt, dass die einzigartige Vision sowie das Potenzial der Innovationen von NFWare eine wertvolle Investition für Telefónica darstellen.“

Wayra ist ein globales Pionierprojekt der Open-Future-Initiative, in der alle Zweige externer Innovationen und Risikokapital-Investitionen der Telefónica Group zusammenlaufen. Bei den Bewerbungsrunden für die Wayra-Akademien in zwölf Ländern wurden bereits mehr als 30.000 Geschäftsideen für digitale Projekte eingereicht, sodass heute mehr als 500 Startups zu Open Future gehören. Bis jetzt hat die Initiative bereits mehr als 300 Millionen Euro in die Unterstützung und Finanzierung digitaler Projekte in der ganzen Welt investiert.

Fotos: (c) NFWare

Weitere Informationen:

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