GPS- und Mobilfunktechnik machen einfachen Notruf und positionsgenaueOrtung des Hilfebedürtigen möglich

Geocare: GPS und Mobilfunk für Notruf und Ortung von Patienten

Die automatische Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) ist das größte Wachstumsfeld in der Telekommunikation. Schon in vier Jahren soll es 35 Milliarden vernetzte Geräte weltweit geben und drei Viertel davon werden vernetzte Maschinen sein. Auch im Gesundheitswesen kann die M2M-Kommunikation sehr effizient dafür sorgen, Sicherheit, Versorgung und Betreuung von Patienten zu verbessern. Einige Kunden von Telefónica Deutschland haben sehr interessante Lösungen dafür entwickelt, die wir heute vorstellen.

Pflegenotstand. Dieses Schlagwort bestimmt schon seit vielen Jahren die Diskussionen in der Gesundheitspolitik. Und als tägliche Realität belastet es Patienten und Fachkräfte im Gesundheitswesen. Besserung ist nicht in Sicht. Die deutsche Bevölkerung altert – und damit steigt der Anteil der Menschen, die professionelle Pflege benötigen.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung geht davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von 2,6 Millionen im Jahr 2013 auf 3,5 Millionen im Jahr 2030 steigt. In der Pflege müssten dann laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) 40.000 bis 70.000 zusätzliche Stellen geschaffen und besetzt werden – je nach Entwicklung in der Medizin und nach Produktivitätsfortschritten in der Pflege. Doch die Digitalisierung kann auch in diesem Bereich große Fortschritte ermöglichen, durch die ältere Menschen selbstständiger leben können, während die Notwendigkeit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung und der Pflegebedarf sinken.

Geocare: Hausnotruf für unterwegs von Libify

Aufmacher-Libify-960x540Bereits jetzt unterstützen viele Smartphone-Apps ein gesundes Verhalten: Sie messen den Blutdruck, zeichnen sportliche Betätigungen auf, protokollieren Messwerte und erlauben so eine gute Dokumentation von Patientendaten.

Der Haken daran: Bislang sind Gesundheits-Apps vor allem auf jüngere, aktive Nutzer ausgelegt. Für ältere Menschen sind sie oft zu kompliziert. Viele Senioren trauen sich den Umgang mit modernen Smartphones nicht zu. Verwirrte oder demente Patienten können damit oft gar nicht umgehen.

Doch innovative Unternehmen entwickeln genau dafür einfache und zuverlässige Lösungen. Beispiel Geocare: Das Münchner Start-up Libify hat ein System entwickelt, welches das wichtigste Problem aller Hausnotrufsysteme löst: Sie funktionieren nur zu Hause oder in einem eng begrenzten Umfeld, weil sie ihre Notrufe in der Regel über den Festnetzanschluss oder per Funk mit nur geringer Reichweite absetzen. Libify hat mit Geocare ein kleines, handliches Mobilgerät entwickelt, das über das Mobilfunknetz die Notfallzentrale benachrichtigt und gleichzeitig die Positionsdaten der in Not geratenen Person übermittelt.

Ausgestattet mit einer Global SIM von Telefónica vergrößert Geocare so den Funktionsbereich eines Notrufsystems technisch auf die gesamte Welt: Die Global SIM von Telefónica kann sich rund um den Globus in Mobilfunknetze einbuchen und die Notfallinformationen senden. „Von besonderem Vorteil ist für uns dabei, dass über die Global SIM nicht nur die M2M-Daten für die Ortung gesendet werden, sondern auch ein Sprachkanal genutzt werden kann“, erklärt Tim-Julian Hartmann, Mitgründer und Geschäftsführer von Libify. „So kann der Hilferufende direkt vom Mitarbeiter in der Notrufzentrale angesprochen und wichtige Informationen können über das aufgetretene Problem ausgetauscht werden. Das persönliche Gespräch führt zur Beruhigung des Verunglückten und ist bereits eine gute Hilfeleistung.“

SmartSole: M2M-Einlegesohle für Demenz-Patienten

GPS SmartSole

GTX Corporation: SmartSole mit GPS

Die amerikanische GTX Corporation geht sogar noch einen Schritt weiter in der Einfachheit der Anwendung: Das Unternehmen baut sein Ortungs- und M2M-Kommunikationsmodul gleich in die Schuhe ein. Seine sogenannten SmartSoles können genau wie andere Einlegesohlen mit jedem Schuh genutzt werden.

Für verwirrte und demente Menschen bringt das den Vorteil, dass sie sich gar nicht um die Technik zu kümmern brauchen. Sie können ihr Ortungssystem nicht vergessen, weil sie es beim Anziehen ihrer Schuhe zwangsläufig mitnehmen.

Den Betreuenden oder Pflegenden gibt das die Gewissheit, dass sie ihren Angehörigen oder Patienten sehr leicht über eine geschützte Anwendung im Internet wiederfinden können. Statt lange hilflos umherzuirren, können sie schnell wiedergefunden werden – und zwar weltweit, denn die SmartSole ist wie Geocare ebenfalls mit einer Global SIM von Telefónica ausgestattet.

Bluttransport: Schneller am Ziel durch M2M und Global SIM

Bluttransport FrischAuch andere Mobilitätsanwendungen, die auf M2M basieren, können Leben retten. Beispielsweise beim Unternehmen Bluttransport Frisch.

Der Speziallogistiker dokumentiert mit einer Onboard-Unit in seinen Fahrzeugen nicht nur lückenlos die Kühlkette für seine sensible Fracht, sondern optimiert per M2M-Kommunikation über eine Global SIM von Telefónica auch die Fahrwege, damit die notwendigen Blutkonserven ohne Verspätung im Krankenhaus ankommen.

„Das Potenzial für Digitalisierung und M2M-Kommunikation im Gesundheitswesen ist enorm“, sagt Helmut Schnierle, Head of M2M Sales bei Telefónica in Deutschland. „Wir von Telefónica bringen gerne unsere Netz- und Kommunikationskompetenz in neue kreative Lösungen ein.“ Gemeinsam mit Kunden und Partnern ermöglichen die M2M-Experten von Telefónica wirkliche Fortschritte: in der Produktivität, indem neue Lösungen den Betreuungs- und Pflegeaufwand senken, und in der Qualität, indem sie beispielsweise mehr Bewegungsfreiheit für Patienten schaffen und ihnen ein würdiges Leben bis ins hohe Alter ermöglichen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten:

Telefónica M2M-Team
Mit Telefónica in die Zukunft: Die Telefónica M2M World
Telefon: 0800 – MACHINE oder 0800 622 44 63 (Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr)
telefonica@bs-m2m2.de

GEOCARE®: Das mobile Notruf- und Ortungssystem
GEOCARE®: Funktionen und Merkmale

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