Wayra demoDay 2016

Nichts ist mehr in aller Munde als das „Internet of Things“ (IoT) oder „Big Data“. Beim diesjährigen demoDay der Wayra-Akademie drehte sich vieles um die Themen, die beim Mobile World Congress so heiß diskutiert wurden. 17 Startups aus Spanien und Deutschland bekamen eine Bühne, um ihre Geschäftsidee vor internationalen Investoren zu präsentieren und für eine Finanzierung zu begeistern.

Bereits zum dritten Mal lud Wayra-Chef Garan Goodman zum demoDay in die Münchner Akademie ein und hunderte Gäste kamen, um den Pitches der Jungunternehmer zu lauschen. „Dieser Tag ist für unsere Startups sehr wichtig, weil sich jetzt die harte Arbeit der letzten sechs bis zwölf Monate auszahlt. Und sie alle verfolgen ein Ziel: sie wollen erfolgreich sein“, so Garan.

Intelligentes zuhause: Glühbirne kommuniziert mit Wasserkocher

Team von netbeast

Team von netbeast

In ihren 180-Sekunden-Pitches gaben die Jungunternehmer alles, um von ihren Geschäftsideen zu überzeugen. So zum Beispiel die Software-Plattform Netbeast, die es ermöglichen will, dass unser zuhause nicht nur intelligent vernetzt ist, sondern Haushaltsgeräte miteinander kommunizieren.

Da kann es schon vorkommen, dass die Glühbirne mit dem Wasserkocher spricht. „Smart homes are stupid“, sagt Jon Senra Dearle, CEO und Mitbegründer von Netbeast und stellt die Frage „Was nützt es mir, wenn ich mit einer App die Lampe anmache, mit einer anderen das Radio steuere?“

Alles sollte aufeinander abgestimmt sein und von allein funktionieren. Der Wecker klingelt morgens und wir stehen auf, das Licht in der Küche ist schon an, das Wasser kocht bereits und im Fernsehen laufen die Nachrichten – das bietet die Open-Source-Software von Netbeast, die sogar auf Geräten wie dem Raspberry Pi und dem BeagleBone anwendbar ist. Und Deutschland biete hier sehr viele Möglichkeiten, schließlich ist es der weltweit drittgrößte Markt für IoT- und insbesondere Smart-Home-Lösungen.

Digitale Services und Big Data: Ideenreichtum ohne Grenzen

Team des Wayra-Startups NFWare

Team des Wayra-Startups NFWare

Neben Netbeast waren noch 16 weitere Startups mit von der Partie. Darunter auch NFWare, Anbieter virtualisierter Netzwerk-Software für Telekommunikationsanbieter, oder das Geo-tracking Tool Avuxi.

NFWare stellt Telekommunikationsanbietern virtuelle Netzwerkfunktionen für IP/Packet-Core-Netzwerke bereit, mit denen sie höchste Traffic-Spitzen auf herkömmlichen Servern bewältigen können.

Die Lösung erreicht Verfügbarkeiten im Carrier-Grade-Bereich, die sich bisher fast ausschließlich mit dedizierter Hardware erreichen ließen. Doch bei NFWare wird dafür keine spezielle Hardware benötigt, denn die Software-Lösung virtualisiert Netzkomponenten. Weil der Dienst als Pay-per-Use abgerechnet wird, können Netzbetreiber ihre Kosten damit maßgeblich senken und können bei Bedarf ihre Leistung schnell an neue Anforderungen anpassen.

Avuxi für Hotels: Geo Big Data ist sexy

avuxi-historyAuch das spanische Startup Avuxi überzeugte beim Pitch. Mit seinem GeoPopularity Algorithmus berechnet es in Echtzeit die just in diesem Augenblick beliebtesten Gegenden der Welt und stellt diese visuell dar.

„Geo Big Data ist sexy“, fasste CEO Alex Battle die Vorteile des Systems bei dem Pitch für sein Unternehmen zusammen. Avuxi nutzt mehr als 60 Quellen wie Twitter, Facebook, Yelp oder Foursquare, um daraus die Popularität von Orten zu berechnen.

Das ist vor allem bei der Hotelbuchung von besonderem Interesse: Bei Avuxi kann man mit wenigen Klicks auswählen, ob man lieber die Nähe vieler Bars und Restaurants, oder doch den kürzesten Weg zu den besten Clubs der Stadt bevorzugt. In der Reisesuchmaschine Kayak hat Avuxi bereits einen wichtigen Partner gefunden.

Erfolg mit Wayra: Foodora und parkpocket gehen ihren Weg

Wayra demoDay 2016

Volles Haus beim demoDay 2016

„Bei Wayra dabei zu sein hat uns viele Türen geöffnet, von Branchenkontakten bis hin zu Gesprächen mit potentiellen Investoren – von der finanziellen Unterstützung und dem Coaching ganz zu schweigen“, sagt zum Beispiel Miguel Sánchez rückblickend auf die Anfänge seiner Firma momit bei Wayra im Jahre 2013.

momit bietet intelligente Lösung für Kosten- und Energieersparnis bei Heizungs- und Kühlanlagen und konnte sein Geschäft mittlerweile weltweit ausbauen.

Und auch Garan Goodman ist zufrieden, wie sich seine Startups entwickelt haben. „Im letzten Jahr wurde der Lieferservice Volo, heute Foodora, von Rocket Internet gekauft und startet gerade europaweit durch. Ebenso erfolgreich ist parkpocket, das erst vor kurzem den prominenten Investor GFT Technologies für sich gewinnen konnte. Auf solche Entwicklungen sind wir natürlich unglaublich stolz.“

Stichtag 11. April: Neue Startups für Wayra gesucht

Wayra Team

Wayra Team mit Garan Goodman (v.r.) und Johanna Braun (2.v.r.)

Auf einen wichtigen Termin machte Vice Director Dr. Johanna Braun aufmerksam: Am 11. April 2016 startet wieder der Aufruf an alle Startups dieser Welt, sich bei Wayra zu bewerben.

„Als Teil des Programms Open Future von Telefónica stehen den Startups bei Wayra sehr viele Möglichkeiten offen“, erklärt Johanna. „Bei Wayra Deutschland suchen wir insbesondere nach disruptiven Geschäftsideen in den Bereichen IoT und Big Data.“

Der Wayra demoDay wird voraussichtlich schon Ende des Jahres wieder die Bühne frei machen – dann für die neuen Startups, die ihre Idee einem breiten Publikum vorstellen und den Markt kräftig aufmischen.

Telefónica Open Future

Open Future_ ist das offene Innovationsprogramm von Telefónica, das seit 2014 globales Engagement für Entwicklung und Unterstützung von Talent und Unternehmertum zusammen bringt. Durch soziales Unternehmertum und Initiativen wie Think Big und Talentum, Crowd-Arbeitsräume, Wayra, Telefónica Ventures und Amérigo Investmentfonds, investiert Telefónica in tragfähige Technologie-basierte Projekte, Ideen und Menschen. Mit einem Portfolio von mehr als 850 Start-ups und Niederlassungen in 17 Ländern in Lateinamerika, Europa und Asien, unterstützt Telefónica Open Future_ dabei, dass aus innovativen Ideen erfolgreiche Unternehmen werden.

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