Screenshot-Advanced-Data-Analytics-960x540Die digitale Transformation verändert unsere Gesellschaft und unser Leben – und das nicht erst in einer fernen Zukunft, sondern schon heute. Für viele ist das Smartphone längst die Schaltzentrale ihres digitalen Lebens. Doch was passiert mit den immer größeren Datenmengen, die dabei anfallen? Welche Chancen bietet Big Data zur Lösung gesellschaftlicher Probleme? Telefónica Deutschland will einen Diskurs zur Nutzung und zum Nutzen von Daten schaffen und hat dazu eine neue Themenseite zur smarten Datenanalyse gestartet.

Auf der Themenseite finden Interessierte nicht nur Hintergrundberichte über den Einsatz von Datenanalysen beim Umweltschutz oder über Anonymisierungsverfahren. Es werden auch unterschiedliche Standpunkte aufgezeigt – aus der Sicht von Philosophen, Journalisten bis zu einer Feministin setzen sich Vordenker und Autoren mit dem Thema Big Data auseinander. Ziel ist dabei, eine breite gesellschaftliche Debatte anzustoßen.

Wie wollen wir unser Leben in der digitalen Gesellschaft organisieren?

Thorsten Dirks

Thorsten Dirks, Chief Executive Officer (CEO)

„Wir brauchen einen grundlegenden Konsens in unserer Gesellschaft. Einen Konsens, wie wir prinzipiell mit Daten umgehen wollen“, schreibt Telefónica Deutschland CEO Thorsten Dirks in einem Gastbeitrag zum Start der Seite. „Wie wollen wir unser Leben in der digitalen Gesellschaft organisieren?“

Dabei macht Dirks deutlich, dass Telefónica Deutschland, mit 43 Millionen Kunden größter Mobilfunkanbieter in Deutschland, keine Antworten vorgeben, sondern die Erfahrungen des Unternehmens weitergeben und einen offenen Dialog befördern möchte. Schließlich sei die digitale Transformation für alle „Neuland“, sagt Dirks.

Die Philosophin: Daten können Lebensbedingungen verbessern

Dass Big Data weder ein Heilsversprechen für eine neue Wissensgesellschaft ist noch für einen Überwachungsstaat stehen muss, wie Befürworter und Gegner in der oft polarisierenden Debatte behaupten, betont auch die Münchener Philosophin Larissa Wallner. Moderne Datenanalysen könnten „ein zukunftsweisender Schritt sein, der die Lebensbedingungen Einzelner aber auch breiter Gesellschaftsschichten verbessert“.

Als Beispiel nennt sie die Analyse von Bewegungsströmen, mit der Kommunen den Nahverkehr oder die Versorgung mit Ärzten und Kindergärten besser planen können. Allerdings, mahnt die Philosophin, müsse den „besonderen rechtlichen, politischen und ethischen Anforderungen“ Rechnung getragen werden. Deutlich werde dies etwa bei Gesundheitsdaten. Durch entsprechende Analysen ließen sich zwar Krankheiten voraussagen. In den Händen von Krankenkassen könnten solche Daten allerdings auch zu einem „Gesundheitspaternalismus“ führen. Wallners Fazit: „Daten per se sind weder nützlich noch schädlich. Es ist das Verfahren, das sicher und transparent sein muss und die konkrete Verwendung der Analysen, aus dem sich Nutzen stiften lässt.“

Die Feministin: Das Unerwartete und Authentische wahren

Einen anderen Aspekt der Debatte beleuchtet die Journalistin und Feministin Rita Hirsch. In ihrem Essay stellt sie die Frage in den Raum, ob manche Menschen möglicherweise die „Vereinfachung“ ihres Alltags, der durch smarte Datenanalyse möglich ist, gar nicht wollen. „Wir kennen das Gefühl, als Tourist abseits der Trampelpfade eine Stadt zu erkunden und sich überraschen zu lassen. Das Unerwartete und Authentische scheint etwas zu sein, nach dem sich viele sehnen“, schreibt Hirsch. Wie sollen Menschen künftig aus der „Utopie des berechenbaren Kunden“ ausbrechen?

Die Kunden haben die Hoheit über ihre Daten

Screenshot-2-Advanced-Data-Analytics-960x540Für Telefónica Deutschland, die mit Advanced Data Analytics Lösungen rund um die Datenanalyse entwickelt, ist die Antwort klar: Unter dem Motto Deine Welt. Deine Wahl. setzt sich das Unternehmen dafür ein, dass die Kunden die Hoheit über ihre Daten behalten. Kunden haben heute bereits die Möglichkeit, über eine Webseite der Nutzung ihrer anonymisierten Daten zu widersprechen.

Ebenso wichtig ist für Telefónica Deutschland der Schutz der Kundendaten und Privatsphäre. Auf der Themenseite erhalten Besucher dazu Hintergrundinformationen über das Anonymisierungsverfahren, das Telefónica Deutschland in Abstimmung mit der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit entwickelt hat. Über die sogenannte Data Anonymization Platform (DAP) werden die Daten in einem dreistufigen Verfahren komplett anonymisiert und jeglicher Personenbezug entfernt.

Smarte Datenanalyse für den Umweltschutz

Auch wenn es in der Debatte über Big Data unterschiedliche Positionen gibt, in einem Punkt sind sich die Autoren einig: „Bei einem verantwortungsvollen und gerechten Umgang können Digitalisierung und Data Analytics zahlreiche Chancen bieten“, schreibt die Philosophin Larissa Wallner, „und insbesondere zu einer ökonomischen Effizienzsteigerung führen, zur Verbreitung von Wohlstand und Lebensqualität“.

Ein Beispiel ist das Projekt Nürnberg, das die Themenseite vorstellt: Gemeinsam mit den Partnern Teralytics und South Pole hat Telefónica Deutschland ein neues Verfahren entwickelt, bei dem die lokale Luftverschmutzung über die Auswertung von Mobilfunkdaten ermittelt werden kann. Der Vorteil: Die Kommune weiß schneller und genauer, wo Belastung mit CO2, Feinstaub und Stickstoffoxiden entsteht, und kann die Verkehrspolitik entsprechend ausrichten. Aus smarter Datenanalyse wird in Nürnberg Klimaschutz.

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