Schüler lassen Klassenfoto sprechen

Schüler lassen Klassenfoto sprechen

Die Digitalisierung bietet jungen Menschen völlig neue Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu beteiligen. Rund 90 Schüler haben im Telefónica BASECAMP dafür digitale Technik ausprobiert. Welche Tools Jugendliche benötigen, damit sie die Welt mitgestalten können und wie die Bundesregierung und Unternehmen Ihnen dabei helfen können, diskutierten im Anschluss Bettina Bundszus (Abteilungsleiterin „Kinder und Jugend“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Politikjournalist & YouTuber Tilo Jung (Jung & Naiv), Valentina Daiber (Director Corporate Affairs, Telefónica Deutschland) und Daniel Bayer (Projektmacher bei Think Big). Trotz unterschiedlicher Ansätze, waren sich am Ende alle über einen Punkt einig: Jugendliche können mit kleinen digitalen Projekten Großes bewirken. Die Politik und Unternehmen wie Telefónica Deutschland unterstützen sie dabei.

Am 28. Juni wurde das Telefónica BASECAMP zum außerschulischen Lernort. Denn die Think Big Tour 2016 machte Halt in Berlin. Drei Schulklassen aus der Hauptstadt konnten dort das Internet der Dinge nicht nur erleben, sondern auch aktiv mitgestalten. „Das war der beste Schulausflug, den wir jemals hatten“, berichtet der Elftklässler Lukas Resch aus Berlin begeistert. „Ich kannte bisher nur Workshops mit alten Betreuern, die so tun, als wären sie schon bei der Erfindung des Rads dabei gewesen. Hier war das anders: Alle jung, technikbegeistert und wussten genau was uns Jugendliche interessiert.“

Jugendliche gestalten ihre digitale Zukunft

Schüler diskutierten mit den Podiumsteilnehmern über digitale Möglichkeiten

Schüler diskutierten mit den Podiumsteilnehmern über digitale Möglichkeiten

In Workshops erfuhren die Jugendlichen, was das Internet der Dinge ist, experimentieren mit dem Roboter Raspberry Pi und programmieren Lehrerroboter. In einem „Inspirationsbereich“ tauchten sie mit VR-Brillen (Samsung Gear) in virtuelle Realitäten ein. Inspiriert von der digitalen Technik entwickelten sie im Anschluss eigene Projekte und präsentierten die Ergebnisse stolz den anwesenden Vertretern von Politik, Wirtschaft und Presse. Lukas Resch und zwei Klassenkameraden ließen zum Beispiel ein Klassenfoto sprechen.
„Toll, welche Ideen die Jugendlichen heute in kürzester Zeit mithilfe digitaler Medien auf die Beine gestellt haben“, freut sich Valentina Daiber. Sie ist als Director Corporate Affairs bei Telefónica Deutschland und für das von der Telefónica Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) betriebene Jugendprogramm Think Big verantwortlich. „Wir als Telekommunikationsunternehmen wollen alle an der digitalen Welt teilhaben lassen. Durch Think Big erfahren die Jugendlichen, welche unendlichen Möglichkeiten die Technik ihnen bietet und wie sie die Welt mitgestalten können. Wir machen die Jugendlichen so zu digitalen Weltverbesserern.“

Politik muss Jugendlichen den Weg zur Digitalisierung ebnen

Rund 80 Schüler waren im Telefónica BASECAMP zu Gast

Rund 90 Schüler waren im Telefónica BASECAMP zu Gast

Nach der Projektpräsentation diskutierten die Anwesenden angeregt, welche Möglichkeiten digitale Innovationen und Tools Jugendlichen bieten. Eine zentrale Rolle kommt hierbei auch der Politik zu. „Die Politik muss den digitalen Wandel begleiten.“, so Bettina Bundszus, Abteilungsleiterin „Kinder und Jugend“ im Bundesjugendministerium. „Das Projekt „Think Big“ hat genau die richtige Ausrichtung: Es zeigt Jugendlichen in ganz Deutschland, wie sie ihre Zukunft mit digitalen Möglichkeiten gestalten können und das ist wichtig,“, betont Bettina Bundszus.

Die Digitalisierung biete große Chancen, könne die Gesellschaft aber auch spalten. Deshalb sei es Aufgabe der Politik, Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft den Zugang zu digitalen Medien zu erleichtern und ihre Medienkompetenz zu fördern. „Projekte wie Think Big sind dafür Schlüsselprojekte“, betont Bettina Bundszus. Medienkompetenz sei aber auch wichtig, um Jugendliche vor Risiken im Netz z.B. Cybermobbing zu schützen.

Mit frechem Youtube-Kanal Jugendliche für Politik begeistern

von links: Moderator Felix Seibert-Daiker (Kika), Bettina Bundszus-Cecere, Valentina Daiber, Tilo Jung, und Daniel Bayer

von links: Moderator Felix Seibert-Daiker, Bettina Bundszus-Cecere,
Valentina Daiber, Tilo Jung, und Daniel Bayer

Wie sehr sich Jugendliche für politische Themen begeistern können, erlebt Tilo Jung tagtäglich. Die Politiksendungen auf seinem YouTube Kanal Jung & Naiv wurden schon über 13 Millionen Mal angesehen. Dort stellt er Politikern sehr direkte und unbequeme Fragen. Sein Ziel: Keine Politikfloskeln sondern Ehrlichkeit. Dafür wurde Tilo Jung unter anderem mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Seine Botschaft an die Jugendlichen ist so direkt wie seine Fragen an Politiker: „Macht das was euch gefällt. Brecht auch mal Regeln. Bleibt dran. Und strengt euch an. Wer Fußballprofi werden will, muss schließlich auch trainieren.“ Digitale Technik habe laut Tilo nichts mit dem Alter zu tun. „Ihr könnt euch entweder den ganzen Tag berieseln lassen oder die Technik sinnvoll für euch und die Gesellschaft nutzen. Das habt ihr in der Hand.“

Vor fünf Jahren war Think Big an der Schule von Daniel Bayer. Heute begleitet er selbst bei Think Big Workshop und ist Projektmacher und junger Botschafter des Programms. „Wir zeigen bei unseren Think Big Projekten, dass man schon mit kleinen Dingen viel bewegen kann. So ist die Idee „Weltraum“ entstanden: die Website bringt Flüchtlinge mit engagierten Bürgern zusammen“, berichtet Daniel Bayer. „Ich merke bei den Workshops immer, wie sich die Denkweise der Jugendlichen in kurzer Zeit verändert. Sie lernen ein bis zwei simple Tools kennen und bekommen plötzlich Mut, was Eigenes zu starten.“

Auch Tilo Jung hat mal klein angefangen. Das motiviert den Elftklässler Lukas Resch. Nachdem sein Klassenfoto sprechen gelernt hat, hat er sofort die nächste Idee: „Ich werde mein nächstes Referat aufzeichnen und dann ein Plakat dazu im Klassenzimmer aufhängen. Auf Knopfdruck könnten sich meine Mitschüler dann einzelne Teile des Referats noch einmal anhören.“

7.500 Teilnehmer bei Think Big Tour 2016

In Workshops erkunden Jugendliche das Internet der Dinge

In Workshops erkunden Jugendliche das Internet der Dinge

Die Diskussionsrunde war der Höhepunkt der zehnwöchigen Think Big Tour 2016. Ein junges Team fährt mit Vans voller innovativer Technik durch Deutschland und bietet an Schulen und außerschulischen Lernorten jungen Menschen ein abwechslungsreiches Mitmach-Angebot in Workshops. Bis Ende Juli werden rund 7.500 Jugendliche in ganz Deutschland in Workshops an Schulen und bei Events das Internet der Dinge nicht nur erleben, sondern auch aktiv mitgestalten.

Das Telefónica BASECAMP, also Zentrum der Debatte zur Digitalisierung, war der passende Ort für den Tour-Stopp in der Hauptstadt.

Think Big ist ein Jugendprogramm der Telefónica Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gemeinsam mit O2. Über Workshops, Coaching und finanzielle Projektunterstützung inspiriert und unterstützt Think Big bundesweit 14- bis 25-Jährige dabei, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden und ihre technologischen Fähigkeiten auszubauen. Sie lernen, wie sie Ideen und Unternehmergeist entwickeln und eigene soziale Projekte starten, um damit in der Gesellschaft etwas zu verändern. Schirmherrin ist die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Weitere Informationen:

Digitale Weltverbesserer im Telefónica Basecamp
So haben sich die Teamer auf die Tour vorbereitet: Fit für die große Think Big Tour
Alles zur Think Big Tour 2016

Think Big Tour 2016 bei Snapchat: Nutzername „o2thinkbig
Über Think Big: www.think-big.org
Facebook: www.facebook.com/o2de.thinkbig
Instagram: www.instragram.com/o2thinkbig

Fotos: Henrik Andree

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  1. www.udldigital.de: Think Big Tour 2016 - Stop im Basecamp | UdL-Digital
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