Sony Ericsson Xperia Arc, Samsung Galaxy Ace, HTC Wildfire S, HTC Desire S

Sony Ericsson Xperia Arc, Samsung Galaxy Ace, HTC Wildfire S, HTC Desire S

Ein halbes Kilo schwer und 2700 DM teuer. Vor genau 20 Jahren, am 15. August 1996, brachte Nokia das weltweit erste Smartphone auf den Markt. Was damals noch als Kommunikationswerkzeug für Geschäftsleute gedacht war, ist heute für die meisten Menschen das unverzichtbare Zentrum ihres digitalen Alltags. Höchste Zeit, einmal zurückzublicken.

Smartphones sind heute hauchdünn, wiegen um die 100 Gramm und sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Ob Email, Messaging, Social Media, Fotos, Musik, Filme, Nachrichten, Wetterinfo, Shopping, Banking, Fitness oder Spiele – es gibt fast nichts, was die mobilen Alleskönner nicht können. So verwundert es nicht, dass mehr als Dreiviertel der Deutschen ab 14 Jahren ein Smartphone nutzen. 61 Prozent geben sogar zu, dass sie sich ein Leben ohne ihr Smartphone nicht mehr vorstellen können. Doch das war nicht immer so…

Aller Anfang ist schwer – exakt 397 Gramm

Mit dem Nokia 9000 Communicator wurde am 15. August 1996 das Smartphone-Zeitalter eingeläutet. Eigentlich handelte es sich bei dem 397 Gramm schweren und 2700 DM teuren Kommunikationsinstrument um zwei Geräte in einem: Zugeklappt war der Nokia 9000 Communicator ein Handy – damals ein neues Wort – zum Telefonieren und SMS schreiben. Klappte man jedoch den Deckel auf, verbarg sich darunter ein Personal Digital Assistant (PDA) mit QWERTZ-Tastatur. Mit diesem konnten Emails und Faxe versendet und empfangen sowie quälend langsam auf Webseiten gesurft werden.

Nokia 9000 Communicator

Nokia 9000 Communicator; Foto: Flickr / textlad

Bereits zwei Jahre zuvor brachten IBM und BellSouth ebenfalls eine Mischung aus Mobiltelefon und PDA auf den Markt. Der Simon Personal Communicator hatte aber keinen Zugang zum Web. Bei beiden Produkten sprach man auch noch nicht von einem Smartphone. Dieser Begriff tauchte in der Werbung erstmals im Jahr 2000 auf: Das Ericsson R380 folgte dem Vorbild, Mobiltelefon und PDA zu vereinen, war aber wesentlich kleiner und mit 164 Gramm auch leichter als seine Vorgänger. Darüber hinaus besaß das Ericsson R380 bereits einen, wenn auch schwarz-weißen, Touchscreen.

Als einer der Smartphone Pioniere wird stets auch Research in Motion genannt. Die Kanadier fertigten zunächst Pager und stellten 2002 mit dem BlackBerry 5810 dann ihr erstes Mobilfunkprodukt vor. Auch wenn mit dem BlackBerry 5810 nur über ein Headset telefoniert werden konnte, markierte das Gerät der Startschuss für die jahrelange Erfolgsgeschichte des BlackBerry als Liebling von Managern und Celebrities.

Vom Businessprodukt zum Massenphänomen

Während diese „Smartphones“ primär von Geschäftskunden und manch einem Gutverdiener verwendet wurden, sorgte Apple im Jahr 2007 mit der Einführung des ersten iPhone für den weltweiten Durchbruch des Smartphones auch im klassischen Endkundenbereich. Das mit einem farbigen Multitouch-Display und ohne physische Tastatur ausgestattete Gerät vereinte Mobiltelefon, Musikplayer sowie Internet-Services und löste einen noch nie dagewesenen Hype für elektronische Gadgets aus.

iPhone1 by Flickr user Andrew (creative commons Lizenz)

iPhone 1 / Flickr: Andrew

Bereits ein Jahr später zog Google dem Smartphone-Betriebssystem Android nach, das dank seines im Kern quelloffenen Systems schnell von vielen Hardwareherstellern auf ihren Smartphones eingesetzt wurde. Das HTC Dream, das erste mit Android ausgelieferte Smartphone, war noch kein Verkaufsschlager, spätestens mit den ersten Modellen aus der Galaxy-Reihe von Samsung sah sich Apple aber mit einem ebenbürtigen Konkurrenten konfrontiert.

Zum Erfolg wurden Smartphones nicht nur wegen der ab Werk ausgelieferten Grundfunktionen wie Telefonieren, Email, Web-Browsing, Musikhören oder Fotografieren. Es sind insbesondere die nachträglich herunterladbaren Apps, mit denen Nutzer ihr Smartphone an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Der App Store von Apple und Google Play haben heute jeweils über 2 Millionen Apps. Hier ist für jeden etwas dabei.

Nach der Revolution folgt die Evolution

In den folgenden Jahren drängten immer mehr Hersteller auf den Markt. Manch kuriose Idee wie die von LG vorgestellte Kamera LG L-03C mit integriertem Smartphone setzte sich nicht durch. Andere zunächst belächelte Innovationen wurden zum Verkaufsschlager. So zweifelten Marktbeobachter bei der Einführung des HTC Advantage X7500 im Jahr 2007 am Nutzen eines Phablets – also der Mischung aus Tablet und Mobiltelefon. Doch spätestens mit dem 2011 vorgestellten Samsung Galaxy Note etablierten sich die Riesen-Smartphones als beliebte Geräteklasse.

Samsung Galaxy Note 4

Samsung Galaxy Note 4 / Flickr: Sham Hardy

Andere Hersteller entwickelten Funktionen, auf die nicht nur Wanderer viele Jahre warten mussten: So setzt Sony mit der Xperia Z-Reihe auf wasserdichte Smartphones, die anders als die bereits vorher erhältlichen Outdoor-Telefone auch mit einem formschönen Design punkten können. Motorola brachte mit dem Moto X Force 2015 das erste Smartphone mit bruchsicherem Display auf den Markt.

Seit 2013 gibt es zudem ein Fairphone, das unter fairen Bedingungen und mit besonderer Rücksicht auf Umweltaspekte hergestellt wird. Und erst kürzlich hat Lenovo mit dem Phab2 Pro das erste Virtual Reality Smartphone vorgestellt, das auf seinem Display Gegenstände und Räume erfassen und ausmessen sowie mit der virtuellen Realität verschmelzen kann.

Mobilfunkanbieter als Innovationsmotoren

Smartphones haben in den letzten 20 Jahren eine rasante Entwicklung hinter sich. Mit innovativen Neuerungen bei Netz und Tarifen hatten und haben hierfür auch Telekommunikationsanbieter wie Telefónica eine wichtige Rolle inne. So führte O2 im Jahr 2001 als erster deutscher Mobilfunkanbieter GPRS zur Übertragung von Paketdaten ein. Damit konnten erstmals Daten mobil mit einer damals atemberaubenden Geschwindigkeit von bis zu 55,6 kbit/s heruntergeladen werden. Nur zwei Jahre später bot O2 mit dem Surf & E-Mail-Pack als erster Anbieter in Deutschland eine Flatrate für die mobile Internet-Nutzung über WAP-Browser an.

Antenne MobilfunkMitte 2004 starteten O2 und E-Plus mit ihren UMTS-Netzen und legten so die Basis dafür, dass ihre Kunden in der Folge schnell mobil übers Smartphone surfen können. Mit der vierten Mobilfunkgeneration LTE haben O2 Kunden seit 2012 nun sogar die Möglichkeit, auch unterwegs Musik oder Videos zu streamen. Nach der Übernahme der E-Plus Gruppe durch Telefónica Deutschland im Oktober 2014 bündelte das Unternehmen im Jahr darauf die Stärke beider UMTS-Netze mithilfe von National Roaming. Im Januar 2016 startete die bundesweite Zusammenführung der UMTS- und GSM-Netze von O2 und E-Plus.

Parallel dazu treibt Telefónica Deutschland nicht nur den Ausbau des besonders schnellen LTE-Netzes stetig voran – gemeinsam mit Huawei hat der Netzbetreiber auch bereits das erste deutsche 4,5G Pilotnetz gestartet. Mit diesem wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zum Zukunftsstandard 5G profitieren Kunden schon im Jahr 2017 von Geschwindigkeiten von bis zu 1,2 GBit/s. Dieses Engagement sowie die richtige Frequenzausstattung gibt Telefónica Kunden auch in Zukunft die Möglichkeit, immer die neuesten Smartphone-Innovationen nutzen zu können.

In diesem Sinne: Alles Gute zum 20. Geburtstag, liebes Smartphone!

Weitere Informationen:

Aktuelle Smartphones bei O2: Online-Shop

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