Markus Haas, COO von Telefónica Deutschland eröffnete den DID 2016

Markus Haas, COO von Telefónica Deutschland eröffnete den DID 2016

Der dritte Digital Innovation Day von Telefónica Deutschland war wieder ein voller Erfolg. Ganze 500 Experten für M2M-Kommunikation und das Internet der Dinge (IoT) kamen am Mittwoch nach Ismaning, um sich über die neuesten Trends unter dem Motto Besser vernetzt_ zu informieren. Die spannenden Showcases und Präsentationen sowie die Möglichkeit zum Networking hatten sie aus ganz Deutschland angelockt. Und am Ende gab es noch eine Überraschung bei der Vergabe des DID Award, den ein Startup mit einer ganz speziellen Geschäftsidee gewann.

“Das Internet der Dinge wird in wenigen Jahren um ein Vielfaches größer sein als das heutige Internet”, sagte Markus Haas, COO von Telefónica Deutschland, bei seiner Eröffnungsrede. Schon bis zum Ende dieses Jahrzehnts soll sich die Zahl der Internet-fähigen Geräte auf 34 Milliarden vervierfachen und 24 Milliarden davon werden vernetzte Alltagsgegenstände aus dem Internet der Dinge sein. “Denken Sie an das Paket, das Sie verschicken und dessen Position Sie zu jeder Zeit über das Internet bestimmen können”, nannte der Vorstand als Beispiel. “Denken Sie aber auch an vernetzte Herzschrittmacher, die schon heute das Leben für Risikopatienten wesentlich sicherer machen.” Praktische Beispiele für diese Entwicklung und interessante Gespräche gab es beim Digital Innovation Day zu sehen.

#TelefonicaDID: Branchentreffen für das Internet der Dinge

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Ein Koffer voller M2M-Technik

Die alte Ziegelei 101 in Ismaning bot mit ihren weitläufigen Industriegebäuden aus den 40er Jahren das ideale Ambiente zum Zuhören, Netzwerken und Kennenlernen der neuesten IoT-Lösungen, die an Dutzenden Ständen aber auch draußen von den verschiedensten Firmen präsentiert wurden. Dazu gehörte beispielsweise die Seissiger-Wildkamera, mit der man Bestände von Rehen und Hirschen aber auch Schwarzwild im Wald ganz einfach von seinem Smartphone überblicken kann.

Das IoT und der Mobilfunk von Telefónica Deutschland machen solche Lösungen möglich, doch sie sind nur der Anfang. Künftig werden Produktionsmaschinen automatisch ihre eigene Wartung vornehmen und Ersatzteile ordern, noch bevor es zum Ausfall kommt. Lkw werden autonom im Konvoi fahren und ihre Waren sicher transportieren. Das Ergebnis: weniger Unfälle und ein deutlich geringerer Spritverbrauch. Exzellente Netze und hervorragende Konnektivität sind die Grundpfeiler, um diese Industrie 4.0 und das Internet der Dinge zu ermöglichen.

IoT-Technik: Von der vernetzten Schuhsohle bis zum Cyborg

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Der erste offiziell anerkannte Cyborg: Neil Harbisson

Deswegen gab es beim Digital Innovation Day noch viel mehr zu sehen: zum Beispiel den neuen vernetzten Elektro-Geländewagen Tesla Model X mit seinen markanten Flügeltüren und sieben Sitzen oder die neueste Technik für das smarte Zuhause sowie Stromzähler mit Mobilfunk und sogar vernetzte Schuhsohlen, mit denen man Demenzpatienten wiederfinden kann, wenn sie wieder ihren Weglaufdrang entwickeln.

Besonders viel Aufmerksamkeit erzielte auch der Auftritt von Neil Harbisson, denn als kybernetischer Organismus ist er selbst ein Bestandteil des Internets der Dinge und hat eine Antenne für den Drahtlos-Empfang in seinem Kopf implantiert. Damit kann der Cyborg nicht nur Telefonanrufe direkt im Kopf empfangen, ohne dass er seine Ohren dafür benutzen muss. Er kann damit auch Farben hören. Sie werden von den Sensoren seiner festgewachsenen Antenne in Vibrationen umgesetzt, die das Gehirn des farbenblinden Briten als Töne interpretiert. Und das nächste Upgrade seiner Technik ist schon in Arbeit, zeigt unser ausführlicher Bericht auf der Website des Telefónica BASECAMP.

DID Award: Großer Preis für die kleinen Bälle von Rysta

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Die Sponsoren des Digital Innovation Day 2016.

Wofür sich die neue IoT-Technik außerdem nutzen lässt, zeigte sich am Ende des Tages, als die Teilnehmer des Digital Innovation Day die Gewinner des DID Award mit ihren Smartphones wählen konnten. Bei dem Pitch um die Preise traten drei junge Unternehmer mit ihren IoT-Geschäftsideen an.

Sie waren vorher durch Telefónica Deutschland, Huawei, das Funkschau-Magazin und Telefónicas Startup-Programm Wayra aus einer Menge von Bewerbern gewählt worden. Auch die Gewinne des Wettbewerbs wurden von Huawei bereitgestellt. Der Netzwerkausrüster und Hardware-Hersteller gehörte gemeinsam mit SamsungVMWare, Splunk und dem Telefónica IoT Partner Programme zu den Hauptsponsoren des Digial Innovation Day.

Der große Preis von 5.000 Euro ging schließlich beim DID Award an die Firma Rysta und ihre kleinen weißen Sensor-Bälle: Sie sind vernetzt und können über eine App gesteuert werden, um beispielsweise SMS-Warnungen bei Überschwemmungen auszulösen oder den Einkaufszettel zu erweitern, wenn das Waschmittel zu Hause knapp wird. Auch Einbrecher können sie überraschen, wenn sie bei verdächtigen Bewegungen im Haus das Licht einschalten. Die praktischen Helfer kosten gerade einmal zehn Euro und haben dafür sieben Sensoren sowie Verbindungen zu verschiedensten Cloud-Services eingebaut, welche die gelieferten Daten automatisch verarbeiten. Und das Beste ist: Die Massenproduktion hat bereits begonnen, berichtete der Geschäftsführer Moritz Gruber stolz auf dem Digital Innovation Day. Denn bei Rysta ging gerade ein großer Auftrag ein, der das Internet der Dinge wieder um zehntausend IoT-Geräte vergrößern wird.

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