Die Delegation von Telefónica auf der #OYW 2016

Die Delegation von Telefónica auf der #OYW 2016

Vom 27. bis 30 September 2016 fand die Konferenz „One Young World“ in Ottawa, Kanada, statt. Junge Führungspersönlichkeiten zwischen 18 und 30 Jahren aus 196 Nationen diskutierten dort Lösungen für die weltweit dringendsten Probleme. Die Münchner Kollegen Alexander Lange aus dem Bereich Advanced Data Analytics, und Ramon Gigante Carrizosa aus dem Bereich Netzwerktechnik, waren unter den 35 Delegierten von Telefónica. Mit vielen Endrücken im Gepäck ist Alexander Lange wieder in Deutschland gelandet und berichtet hier über seine ganz persönlichen Momente.

Seit ich zurück bin, werde ich immer wieder gefragt: „Was ist eigentlich dieses One Young World?“ Bis heute habe ich keine zufriedenstellende Antwort gefunden, die das Gefühl und die Kraft wiedergeben kann, die diese Veranstaltung für mich symbolisiert. Ich versuche es mit der offiziellen Definition: „One Young World ist das bedeutendste globale Forum für junge Führungspersönlichkeiten zwischen 18 und 30 Jahren. Die jährliche Veranstaltung bringt diese jungen Menschen zusammen, um sie dabei zu unterstützen, sinnvolle Netzwerke zu erschließen und Lösungen für die weltweit dringendsten Probleme zu entwickeln.“ Das klingt ziemlich ambitioniert, aber tatsächlich wird dieses Ziel aus meiner Sicht erreicht.

Kofi Annan neben Harry Potter-Star Emma Watson

One Young World 2016 OttawaKonkret wird an vier Konferenztagen an sechs globalen Themen gearbeitet: Frieden & Sicherheit, Umweltschutz, Menschenrechten, Weltwirtschaft, Gesundheit und Bildung. Zu jedem Thema gibt es Impulsvorträge von den 1.300 Delegierten, die sich zur Hälfte aus Vertretern der Wirtschaft und zur Hälfte aus jungen Gründern von NGOs und Start-ups zusammensetzt. Das Besondere dabei ist, dass über 196 Nationen vertreten sind, so dass auch die kleinsten und schwächsten Länder eine Stimme erhalten.

Unterstützt werden die Delegierten von sogenannten Ratgebern. Das sind absolute Schwergewichte in ihren Themen. Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan, der Gründer der berühmten Live-Aid-Konzerte Sir Bob Geldorf, Kanadas Premierminister Justin Trudeau und auch Harry Potter-Schauspielerin Emma Watson waren dieses Jahr in Ottawa dabei. Telefónica war ebenfalls prominent vertreten. Einerseits mit Ronan Dunne, der bis vor kurzem CEO von Telefónica UK war, andererseits mit unserem aktuellen CEO Kolumbien, Alfonso Gomez.

Überlebender des Anschlags in Norwegen kämpft gegen Extremismus

Vor Ort für Telefónica Deutschland: Alexander Lange (rechts) und Ramon Gigante Carrizosa

Vor Ort für Telefónica Deutschland: Alexander Lange (rechts) und Ramon Gigante Carrizosa

Auch wenn es absolut beeindruckend ist, diese großen Persönlichkeiten sprechen zu hören, so sind es doch die Delegierten, die mich am meisten inspirierten. Es ist einfach etwas anderes, ob man von einem Terroranschlag im Fernsehen erfährt oder einen Überlebenden trifft.

Bjørn Ihler erzählte, wie ihm Anders Breivik auf einer kleinen Insel nahe Oslo im Jahr 2011 eine Waffe ins Gesicht hielt. Und wie er diesem Terroranschlag, bei dem 77 unschuldige Jugendliche ums Leben kamen, überlebt hat und seitdem gegen Extremismus auf der ganzen Welt kämpft. Dies ist nur eine von vielen unglaublichen Geschichten und Menschen, denen ich in Ottawa hautnah begegnet bin.

Vorbereitung auf das Ende der Inseln von Mikronesien

Besonders bewegt hat mich die emotionale Rede von Yolanda Joab, die auf den Föderierten Staaten von Mikronesien lebt. Die kleine Inselgruppe im Pazifik steht kurz vor dem buchstäblichen Untergang. Der steigende Wasserspiegel wird in den kommenden Jahren sämtliche Einwohner dieser und weiterer Inseln zur Flucht zwingen. Grund sind u.a. die hohen Emissionen der Industrieländer. Die Ära der Klimaflüchtlinge wird beginnen. Doch statt sich hilflos ihrem Schicksal zu ergeben, hat Yolanda eine Initiative gegründet. Sie soll den Bürgern der Inselstaaten dabei helfen, sich auf das unausweichliche Ende bestmöglich vorzubereiten.

Telefónica unterstützt mit Big Data bei Erdbeben und sauberer Luft

Souverän: Florence (rechts) kurz vor ihrem Vortrag

Souverän: Florence (rechts) auf der One Young World 2016 (Foto: (c) OYW)

Auch eine Mitarbeiterin von Telefónica durfte dieses Jahr ihre Geschichte erzählen. Florence arbeitet im Big Data Business in Spanien. Sie berichtete davon, wie wir mit Hilfe der Analyse großer Datenmengen mehr Transparenz bei der Erfüllung der 17 Sustainable Development Goals der UN schaffen können. So haben unsere Daten bereits bei Erdbeben-Katastrophen in Mexiko den Einsatzkräften dabei geholfen, schnell und vor allem angemessen zu reagieren.

Und auch in Deutschland haben wir im Bereich Advanced Data Analytics erste Projekte gestartet, um mit der Analyse von Bewegungsdaten die Luftverschmutzung in Städten zu messen – damit Städte gezielt Maßnahmen für saubere Luft anstoßen können. Dieses Beispiel zeigt, dass das Schicksal von Menschen wie Yolanda auch in unserer Hand liegt.

Die Konferenz ist vorbei – Was bleibt

One Young World gibt mir nicht die Illusion, dass wir alleine die Welt retten können. Aber der Kongress hat mir sehr eindrücklich gezeigt, dass jeder Einzelne in seinem eigenen Umfeld einen Teil beitragen kann. Denn die Summe der Anstrengungen wird schließlich zu einer sichereren, gesünderen und besseren Welt führen. Ich arbeite gerne in einem Unternehmen, das sich seiner globalen Verantwortung bewusst ist. Die vier Tage auf der One Young World haben mir viel Energie und Inspiration gegeben, neue Projekte in Deutschland anzugehen.

Weitere Informationen:

Über die Veranstaltung: One Young World

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